Mumbo Jumbo
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Mumbo Jumbo

„Mumbo Jumbo“ // Deutschland-Start: 29. Oktober 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Eigentlich ist das Nilpferd Mumbo Jumbo ja nicht besonders groß gewachsen, weshalb es bei vielem zu seiner Enttäuschung nicht helfen darf. Das ändert sich, als er zum Pilzesammeln in den Wald geht. Denn dabei erwischt er unglücklicherweise einen, der ihn zu einem Riesen werden lässt. Jetzt ist er zu groß, was genauso doof ist. Aber was tun? Jetzt kann ihm wohl nur die Hexe Baba Jaga noch helfen. Zwar haben viele vor ihr Angst. Doch sie ist mächtig genug, um diesen Zauber rückgängig zu machen. Also macht sich Mumbo Jumbo mit seinen Freunden und Freundinnen auf den Weg, die Hexe zu finden. Dabei müssen sie jedoch so manches Abenteuer überstehen …

Adaption eines Kinderbuchs

Manchmal muss man eine weite Reise machen, um dort anzukommen, wo man von Anfang an war. Zumindest teilweise trifft das auf Mumbo Jumbo zu. So lernen wir den Protagonisten zu einem Zeitpunkt kennen, wo er etwas damit hadert, so klein zu sein und vieles nicht tun zu dürfen. Doch als er dann plötzlich so groß ist, muss er feststellen, dass das auch nicht so toll ist, weil damit andere Einschränkungen verbunden sind. Es dürfte nur die wenigsten überraschen, wenn die Titelfigur am Ende wirklich wieder die Form hat, die sie anfangs hatte, und darüber ganz glücklich ist. Das klingt dann nach einem dieser Filme, die einem beibringen wollen, dass man doch mit dem glücklich werden sollte, wer man ist, und nicht davon träumen, jemand ganz anderes zu werden.

Ganz so explizit wird es bei der Adaption eines Romans des dänischen Autors Jakob Martin Strid (Die unglaubliche Geschichte von der Riesenbirne) nicht. Und auch nicht so einseitig. Zwar spielt das mit der Selbstakzeptanz schon eine Rolle. Gleichzeitig will der Film aber auch klassische Themen wie Freundschaft betonen. Denn alleine kommt das Nilpferd, so groß es auch ist, nicht sehr weit. Das ist jetzt alles nicht so wahnsinnig originell, soll es aber auch gar nicht sein. Mumbo Jumbo ist in mancher Hinsicht schon ein sehr traditioneller Animationsfilm für Kinder, wie man ihn andauert findet. Da die Optik insgesamt auch eher schlicht gehalten ist, wäre es ein leichtes, die dänische Produktion vorab abzuhaken. Doch damit würde man ihr doch unrecht tun.

Sympathisch schräg

So hat der Film durchaus seine Eigenheiten. Immer mal wieder wird es auf dieser großen Reise skurril, erleben die Figuren unerwartete Abenteuer. Und auch Baby Jaga, eine in der osteuropäischen Mythologie stammende Hexenfigur, die man hierzulande auch durch Horrorfilme wie Baba Yaga kennt, sieht etwas anders aus, als man das erwarten sollte. Klar, bei der jungen Zielgruppe soll es nicht zu düster werden, zumal der Film ja insgesamt eine sehr positive Einstellung demonstriert. Das darf dann nicht zu sehr aus dem Rahmen fallen. Dafür setzt man bei Mumbo Jumbo aber auf Komik. Zu viel sollte man im Vorfeld nicht verraten, da ein Teil des Witzes auch darin besteht, dass es schräg wird und plötzlich Sachen auftauchen, die man in einem solchen Kontext nicht gesehen hätte. Dass da vieles nicht wirklich zusammenpasst, ist ausnahmsweise kein Manko.

Die Kinder – und um die geht es ja – werden mit diesen Widersprüchen sowieso keine Probleme haben. Für die steht im Vordergrund, dass eine etwas eigenwillige Gruppe, die zum Teil auch recht witzig designt ist, durch die Welt streift und ständig etwas los ist. Für ein erwachsenes Publikum wird bei Mumbo Jumbo etwas weniger zu holen sein, da hatten andere Animationsfilme der letzten Zeit doch mehr zu bieten. Zumal das visuell einfach ein paar Ligen unter dem ist, was man dieses Jahr von den großen US-Studios zu sehen bekam, Aber man kann sich zumindest gut zum Nachwuchs dazusetzen und sich an dem munteren Treiben amüsieren. Und auch wenn man Ende doch wieder alles wie am Anfang ist, lohnt sich der sympathische Trip.

Credits

OT: „Da Mumbo Jumbo blev kæmpestor“
Land: Dänemark
Jahr: 2026
Regie: Karsten Kiilerich, Stine Marie Buhl
Drehbuch: Karsten Kiileric
Vorlage: Jakob Martin Strid
Musik: Halfdan E

Bilder

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Mumbo Jumbo
fazit
In „Mumbo Jumbo“ wird ein kleines Nilpferd durch einen magischen Pilz riesengroß und sucht deshalb eine Hexe. Der für Kinder konzipierte Animationsfilm ist recht schlicht gehalten, aber durchaus amüsant, wenn klassische Themen auf skurrile Einfälle treffen.
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