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Verity – Dunkle Geheimnisse

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„Verity – Dunkle Geheimnisse“ // Deutschland-Start: 1. Oktober 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

So ganz hat sich der Wunsch von Lowen Ashleigh (Dakota Johnson), sich als Romanautorin einen Namen zu machen, bislang nicht erfüllt. Veröffentlicht wurde ihr Buch zwar, es interessiert sich nur kaum jemand dafür. Dabei hat sie sogar einen sehr prominenten Fan, wie sie eines Tages feststellt. So wird ihr angeboten, den aktuellen Roman der Bestsellerautorin Verity Crawford (Anne Hathaway) fertig zu schreiben, da diese nach einem Autounfall nicht mehr in der Lage ist. Als Ghostwriterin soll sie die zahlreichen Notizen, die Crawford im Laufe der Zeit verfasst hat, zu einem Werk zusammenschreiben. Das würde auch großzügig bezahlt. Und doch braucht es die Überzeugungskraft von Veritys Mann Jeremy (Josh Hartnett), den sie kurz vorher zufällig kennengelernt hat, um sich an dieser Aufgabe zu versuchen. Dabei ahnt sie aber nicht, worauf sie sich einlässt, als sie ihre Sachen packt und zu den Crawfords zieht …

Langweilig

Seit bald 15 Jahren schon veröffentlicht Colleen Hoover Romane und hat es dabei zu einigem Ruhm geschafft. Die Filmwelt hat die US-amerikanische Autorin erst vor Kurzem entdeckt, seither sind mehrere Adaptionen erschienen. Den Anfang machte das von juristischen Auseinandersetzungen begleitete Drama Nur noch ein einziges Mal – It Ends with Us (2024) über eine Frau, die zwischen einer alten und einer neuen Liebe steckt. Anschließend folgten All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You (2025) und Für immer ein Teil von dir – Reminders of Him (2026), bei denen es ebenfalls darum ging, das amouröse Glück zu finden. Nun steht mit Verity bereits eine vierte Adaption in etwas mehr als vier Jahren an. Business as usual also? Nicht ganz, denn der neue Film geht in eine andere Richtung.

So spielt zwar Liebe auch hier eine größere Rolle, wenn wir nach und nach mehr über die Beziehung zwischen der Titelfigur und Jeremy erfahren. Es handelt sich aber nicht um ein romantisches Drama, wie es bei den obigen drei Titeln der Fall war, sondern um einen Thriller. An manchen Stellen liest man sogar, das hier wäre ein erotischer Thriller. So richtig viel bietet Verity in diese Richtung aber nicht, da gibt es nur wenige und zudem überaus keusche Liebesszenen. Während man das sicher noch verschmerzen kann, ist ein anderes Manko umso gravierender: Der Film ist langweilig. So sollte man bei einem Genrebeitrag erwarten, dass da auch mal etwas Bedrohliches passiert. Man beschränkt sich aber darauf, dass die bewegungsunfähige Verity eventuell doch mal ihrer Kollegin nachschaut. Das ist ein bisschen wenig.

Völlig unsinnig

Ansonsten zeigt der eigentlich auf komödiantische Stoffe spezialisierte Regisseur Michael Showalter (Als du mich sahst, Spoiler Alarm) vor allem, wie Lowen irgendwo rumsitzt und etwas liest und dabei in Flashbacks aus dem Leben des Paares erzählt wird. Viel ist das nicht gerade. Eigentlich sollte man ja meinen, dass ein Film über einen Menschen, der den Roman eines anderen Menschen schreibt, diesen Prozess auch irgendwie zeigt. Dafür interessiert sich hier aber niemand. Das eigentliche Thema, wie erst deutlich später klar wird, ist, wie Wahrheit konstruiert werden kann. Das ist grundsätzlich natürlich schon spannend. Verity verrennt sich aber in einen recht plumpen Trick und setzt ansonsten auf Szenen, bei denen unklar gelassen werden, ob sie real sind oder nicht. Das ist alles unterste Schublade und nicht annähernd so clever, wie man das wohl dachte.

Erschwerend kommt hinzu: Je mehr die Geschichte sich weiterentwickelt, umso unsinniger wird das Ganze. Gerade zum Ende hin, wenn sich die Ereignisse überschlagen, sollte man besser das eigene Gehirn ausschalten – das haben die Leute beim Filmdreh schließlich auch getan. Das ist schade, weil Verity durchaus Potenzial hatte. Es gibt ein tolles Setting, eine namhafte Besetzung. Und die Idee hinter allem hätte man sicherlich zu einem guten Film ausbauen können. Nur ist das hier nicht gut. Es ist ja nicht einmal in der Nähe von Mittelmaß. Stattdessen ist die Romanadaption absolut grauenvoll und entgleist auf den letzten Metern komplett. Das darf man dann unfreiwillig komisch finden, ist es aber nicht wert, sich zuvor durch den geradezu schmerzhaft öden Streifen zu quälen.

Credits

OT: „Verity“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Michael Showalter
Drehbuch: Nick Antosca
Vorlage: Colleen Hoover
Musik: Volker Bertelmann
Kamera: Jim Frohna
Besetzung: Anne Hathaway, Dakota Johnson, Josh Hartnett, Ismael Cruz Córdova, Brady Wagner

Bilder

Trailer

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Verity – Dunkle Geheimnisse
fazit
In der Romanadaption „Verity“ soll eine erfolglose Autorin das Werk einer berühmten Kollegin vollenden, weil die nach einem Unfall nicht mehr schreiben kann. Das Szenario hatte Potenzial, das Setting ist toll, die Besetzung namhaft. Und doch ist der Thriller grauenvoll geworden, langweilt über weite Strecken und ergibt zum Ende hin überhaupt keinen Sinn mehr.
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