Frankreich, 1940: Jean Chevalin (Benoît Poelvoorde) ist ein einfacher, wenig gebildeter Familienvater, der den Krieg keinen einzigen Tag aushält und desertiert. Mit seiner Frau Paulette (Audrey Lamy) und seinem Sohn Marcel (Louis Lagorce Douce-Doussière) hat er das Ziel, seine Familie in die unbesetzte „Freie Zone“ im Süden bringen. Als er hört, dass Juden von Fluchtnetzwerken und Widerstandskämpfern bevorzugt geholfen werde, verfällt er auf eine groteske Idee: Aus Jean, Paulette und Marcel werden Jacob, Sarah und Joseph Chevalowitsch – eine jüdische Familie auf der Flucht, jedenfalls der Behauptung nach. Das Täuschungsmanöver bringt die Chevalins in Kontakt mit tatsächlich verfolgten Menschen, mit Kollaborateuren und Widerständlern. Zentral ist die Begegnung mit dem jüdischen Friseur Samuel „Sam“ Goldstein (Pascal Elbé), der Chevalin in einem Kino irrtümlich für einen Schleuser hält; weil Chevalin nicht am vereinbarten Treffpunkt erscheint, wird Goldstein verhaftet und von seinem kleinen Sohn Salomon getrennt. Eine spätere Begegnung mit Goldstein – Chevalin gilt inzwischen als Widerstandskämpfer – verändert Jean nachhaltig: Aus dem Opportunisten wird nach und nach jemand, der Verantwortung für andere übernimmt.
Kann eine Diskriminierung auch ein Vorteil sein? Dieser Ansicht ist zumindest der Protagonist von Nur ein kleines bisschen Glück, als er sich während des Zweiten Weltkriegs als Jude ausgibt, um so mit seiner Familie leichter fliehen zu können. Das Szenario ist natürlich sehr provokativ. Der Film handelt aber doch mehr von der Läuterung des bislang naiven Mannes, der erkennen muss, was eine solche Diskriminierung alles mit sich bringt. Am 10. September 2026 startet die französische Tragikomödie im Kino. Das nehmen wir zum Anlass für ein Gewinnspiel und verlosen unter allen Teilnehmenden 2×2 Kinogutscheine.
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