Yugly Mochy
© NWAVE Studios – SND
Yugly Mochy
„Yugly“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Inhalt / Kritik

Freundlich ist er ja, der kleine Hund. Ansehnlich ist er hingegen kaum. Tatsächlich ist er so hässlich, dass die wenigsten etwas mit ihm zu tun haben wollen und sich zunächst auch kein Mensch findet, der ihn bei sich aufnimmt. Das ändert sich erst, als er nach einer Reihe unglücklicher Vorkommnisse bei Molly landet, die sich nicht an seinem Äußeren stört und sich um ihn kümmert. Sie ist es auch, die ihm den Namen Yugly gibt. Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Denn auf seiner Reise hat sich das Tier einen Feind gemacht, der ihn weiter verfolgt. Aber Yugly findet auch neue Freunde, die ihm dabei helfen wollen, seinen großen Traum zu verwirklichen: Er möchte bei einem Schönheitswettbewerb teilnehmen, der im Fernsehen ein riesiges Publikum erreicht, und dort den ersten Platz machen …

Schön hässlich

Das Konzept von Schönheitswettbewerben ist natürlich sehr alt. Und auch wenn man sich darüber streiten kann, ob es solche Veranstaltungen heute wirklich noch zeitgemäß sind, wir alle vergleichen uns doch auf die eine oder andere Weise mit anderen. Eher neu ist aber das Konzept, dass auch Hässlichkeit einen eigenen Wettbewerb verdient. Zumindest bei Hunden gibt es tatsächlich solche Veranstaltungen, bei denen das hässlichste Exemplar gekürt wird. Yugly greift dieses Konzept zwar nicht auf, erzählt aber davon, wie ein hässlicher Hund davon träumt, von anderen bewundert zu werden. Der Protagonist ist so hässlich, dass die Menschen sich angewidert abwenden oder sich böse erschrecken. Er sei sogar der hässlichste Hund der Welt, wenn man den Angaben des Marketingmaterials rund um den Film glaubt.

Das Problem dabei ist, dass der Film sich aber an ein junges Publikum richtet, weshalb das Tier nicht wirklich hässlich sein darf. Vielmehr muss es sogar irgendwie süß sein, damit die Kinder es ins Herz schließen. Dass das nicht so ganz zusammenpasst, ist klar. Die Behauptung der Hässlichkeit bleibt erst einmal das: eine bloße Behauptung. Yugly setzt sich auch nicht wirklich mit dem Thema auseinander, was schön und hässlich eigentlich ausmacht. Stattdessen wandelt sich der Film zwischendurch dann in ein Abenteuer, bei dem der Protagonist zusammen mit anderen Hunden, die niemand haben will, durch die Gegend läuft, auf der Suche nach dem besagten Wettbewerb. Mit dem eigentlichen Thema hat das dann nichts mehr zu tun, der Film will einfach nur bespaßen.

Bewährter Spaß für Kinder

Für die junge Zielgruppe passt das schon. Zwar sind die Witze und die Situationen nicht so wahnsinnig originell, man hat an vielen Stellen das Gefühl, das alles doch schonmal gesehen zu haben. Aber der Film, der 2026 in Annecy Weltpremiere hatte, weiß, was funktioniert. Ständig ist etwas los, die Truppe stolpert von einem blöden Moment in den nächsten. Das Publikum ist also beschäftigt. Die Erwachsenen dürfen sich hingegen daran erfreuen, wie in Yugly eine Reihe von Außenseitern einander finden und eine Gemeinschaft bilden. Das ist auch nicht einfallsreicher, reicht aber aus, um die Herzen ein klein wenig zu erwärmen. Man wird hier mit einer positiven, versöhnlichen Aussage zurück in die Welt da draußen geschickt und darf wieder etwas optimistischer sein.

Visuell ist das gefällig. Zwar hat das belgische Animationsstudio nWave Pictures (Die Unzertrennlichen – Zwei durch dick und dünn, Hühnerhase und der Hamster der Finsternis) nicht die Ambition, etwas vollkommen Eigenes zu schaffen. Man schielt auch hier auf die breite Masse. Aber es ist doch technisch sauber ausgeführt, dazu gibt es einige nette Designs. Man macht hier also nichts verkehrt. Zwar ist es ein bisschen schade, dass Yugly letztendlich so wenig aus dem Szenario macht und sich nicht traut, mehr aus dem Ganzen zu machen. Aber es reicht doch zumindest für einen ganz netten Animationsfilm, den man getrost dem Nachwuchs zeigen kann, um diesem auch zu sagen: Es kommt nicht immer nur auf das Äußere an. Das Schönste im Leben ist es, Leute um einen zu haben, die einen unterstützen und denen diese Mankos egal sind.

Credits

OT: „Mochy“
Land: Belgien, Frankreich
Jahr: 2026
Regie: Yanis Belaid, Jérémie Degruson
Drehbuch: Greg Brooker
Musik: Puggy
Animation: nWave Pictures

Bilder

Trailer

Filmfeste

Annecy 2026

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Yugly
fazit
In „Yugly“ wird ein Hund zurückgewiesen, weil er zu hässlich ist, schließt sich dann aber mit anderen Ausgestoßenen zusammen, um an einem Schönheitswettbewerb teilzunehmen. So richtig setzt sich der Animationsfilm zwar nicht mit dem Thema auseinander. Aber es ist schon ein nettes Werk für Kinder mit einer positiven Aussage.
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