Lanterns HBO Max Streamen online Video on Demand
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„Lanterns – Staffel 1“ // Deutschland-Start: 17. August 2026 (HBO Max)

Inhalt / Kritik

John Stewart (Aaron Pierre) ist der designierte Green Lantern der Erde. Seit seiner Kindheit trainieren ihn seine Eltern darauf, furchtlos zu sein, um sich des Rings würdig zu erweisen. Nach seinem Ausscheiden bei den Marines trainiert er mit dem aktuellen Green Lantern Hal Jordan (Kyle Chandler), um die Kraft des Rings kennenzulernen und extraterrestrische Gefahren zu erkennen und zu bekämpfen. Im Rahmen dieses Trainings verschlägt es die beiden nach Sheridan County, Nebraska, wo vier erschossene Außerirdische in menschlicher Gestalt auf einem Footballfeld gefunden wurden. Nach weiteren Ermittlungen wird ihnen klar, dass das vermeintlich idyllische Rushville eine deutlich größere Gefahr verbirgt.

Ein neuer Baustein des DCU

Chris Mundy erschafft mit Lanterns eine Neuinterpretation des Mythos und gleichzeitig dessen Einordnung in das neue DC Cinematic Universe von James Gunn und Peter Safran. Wie bereits die zweite Staffel von Peacemaker soll die Serie das Universum erweitern, eine isoliertere und gleichzeitig fokussiertere Perspektive liefern sowie den Figuren mehr Raum und Hintergrund für die späteren DC-Eventfilme geben. Anders als viele Serien des Konkurrenten Marvel soll Lanterns jedoch zunächst trotz allem als eigenständige Serie funktionieren, was Mundy nur bedingt gelingt.

Lanterns auf Identitätssuche

Trotz extraterrestrischer Gefahren und der Größe des intergalaktischen Green Lantern Corps fokussiert sich die Serie abgesehen von kurzen Gastauftritten vor allem auf die Dynamik zwischen Hal Jordan und John Stewart sowie auf eine kleine amerikanische Kleinstadt. Durch diesen Kontrast verleiht Chris Mundy Lanterns eine Bodenständigkeit, die der Serie gut steht und die kosmischen Elemente stimmig in eine raue, authentische Detective Story einbettet. Der Mordfall und die darauffolgende Ermittlung geraten aber zunehmend in den Hintergrund und der schlussendlichen Auflösung fehlt es an Komplexität. Stattdessen verliert sich Lanterns nach den ersten Folgen in Exposition.

John Stewarts Jugend und der harte Trainingsalltag als Erwachsener funktionieren dabei noch am besten und dienen als gelungene Überleitung zum emotionalen Kern der Handlung, seiner ambivalenten Beziehung zu Hal Jordan. Zusätzliches Worldbuilding abseits der Erde, weitere Lanterns und elaborierte Hintergrundinformationen über die Ringe sowie die Geschichte des Corps erweitern zwar die Mythologie, sind aber oft ungeschickt eingebunden und konkurrieren mit der eigentlichen Erzählung. Lanterns verfällt damit im Laufe der ersten Staffel in eine Identitätskrise zwischen Charakterdrama, Krimi, Originstory und Lantern-DCU-Prolog.

Anders als in isolierten DC-Eigenproduktionen wie Watchmen oder The Penguin führt das konstruierte Einführen neuer Elemente dazu, dass einzelne interessante Ideen sowie der grundsätzliche Tenor zu wenig Raum zur Entfaltung erhalten. Beide Serien besitzen ein klareres Profil als Lanterns und nutzen ihr jeweiliges Genre konsequenter. Gleichzeitig erscheint die Bedeutung für die Zukunft des DCU abseits der Einführung und Etablierung John Stewarts begrenzt. Zwar schlägt Lanterns während des Serienfinales eine Brücke zwischen den Vorkommnissen auf der Erde und einer größeren, potenziell relevanten intergalaktischen Bedrohung, gleichzeitig vermittelt die Serie nur bedingt das Gefühl eines entscheidenden Kapitels.

Dynamik des Duos

Lanterns größter Reiz liegt in der Chemie zwischen Kyle Chandlers Hal Jordan und Aaron Pierre als John Stewart. Ihre grundsätzlich unterschiedlichen Persönlichkeiten und Vorstellungen davon, was einen Green Lantern ausmacht, sorgen für eine überzeugende Dynamik, die die beiden Darsteller schauspielerisch gut vermitteln. Auch visuell findet Lanterns eine passende Tonalität. Der häufig graue und schale Look mag wenig einladend erscheinen, unterstreicht aber die Tristesse des ländlichen Settings. Gleichzeitig fügt er sich in das neue DCU ein, das unter James Gunn zwar deutlich farbenfroher geworden ist, sich aber anders als das Marvel-Universum weiterhin seiner düstereren Wurzeln bewusst bleibt.

Credits

OT: „Lanterns“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: James Hawes, Geeta Vasant Patel, Alik Sakharov, Stephen Williams
Drehbuch: Chris Mundy, Tom King, Damon Lindelof, Vanessa Baden, Justin Britt-Gibson, Christopher Cantwell, Breannah Gibson
Idee: Chris Mundy
Musik: Stephanie Economou
Kamera: Armando Salas, Florian Hoffmeister, Gregory Middleton
Besetzung: Aaron Pierre, Kyle Chandler, Kelly Macdonald, Garreth Dillahunt, Poorna Jagannathan, Jason Ritter, J. Alphonse Nicholson, Nathan Fillion, Laura Linney, Ulrich Thomsen

Bilder

Trailer

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Lanterns – Staffel 1
fazit
„Lanterns“ funktioniert anfangs als bodenständiger Kleinstadtkrimi mit Sci-Fi-Elementen und durch die Ambivalenz der Protagonisten. Exposition und DC-Worldbuilding verwässern diesen Ansatz jedoch zunehmend, wodurch die Serie zwischen Krimi, Origin-Story und Franchise-Prolog nie ganz zu sich selbst findet.
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