Jack Ryan Shadow Recruit
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Jack Ryan: Shadow Recruit

Jack Ryan Shadow Recruit
„Jack Ryan: Shadow Recruit“ // Deutschland-Start: 27. Februar 2014 (Kino) // 17. Juli 2014 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hatte Jack Ryan (Chris Pine) Wirtschaft studiert. Doch die Anschläge am 11. September führen bei ihm zu einem Umdenken, er schließt sich lieber den Marines an. Seine Karriere dort währt aber nicht lang, eine Verletzung macht weitere Einsätze unmöglich und er muss sich in eine lange Behandlung bei der Ärztin Cathy Muller (Keira Knightley) begeben. Dafür hat CIA-Agent William Harper (Kevin Costner) eine anderweitige Verwendung für den jungen Mann. Dieser soll zur Wirtschaft zurückkehren und als verdeckter Ermittler bei der Wall Street nach verdächtigen Transaktionen Ausschau halten, mit denen terroristische Aktivitäten zusammenhängen können. Tatsächlich wird er eines Tages fündig und entdeckt geheime Konten, die dem russischen Oligarchen Viktor Cherevin (Kenneth Branagh) gehören …

Ein weiteres Gesicht für den Agenten

Auch wenn Tom Clancy im Laufe seiner Karriere an einer ganzen Reihe von Romanen gearbeitet hat, am bekanntesten dürfte der Autor immer noch für die Geschichten rund um den CIA-Agenten Jack Ryan sein. Daran sind die diversen Adaptionen nicht unschuldig, bei denen jeweils große Hollywood-Stars den Protagonisten verkörperten. In Jagd auf Roter Oktober (1990) spielte Alec Baldwin den Helden. Harrison Ford war sogar zweimal dran: Die Stunde der Patrioten (1992) und Das Kartell (1994). 2002 folgte Der Anschlag, diesmal war Ben Affleck an der Reihe. Zwischen 2018 und 2023 war John Krasinski in der Serie Jack Ryan am Start, 2026 wurde der Film Ghost War hinterhergeschoben. Davor schlüpfte Chris Pine 2014 in Jack Ryan: Shadow Recruit in die Rolle des Agenten.

Den ganz großen Eindruck hinterließ der Film seinerzeit aber nicht. Er spülte zwar durchaus ordentlich Geld in die Kassen, blieb aber – trotz Inflation – deutlich unter den Ergebnissen der früheren Filme zurück. Die Kritiken waren ebenfalls nicht berauschend. Dabei setzte man hier auf eine Reihe großer Namen, sowohl vor wie hinter der Kamera. Regie führte immerhin Kenneth Branagh, der zu Beginn seiner Karriere vor allem mit Shakespeare-Adaptionen auffiel, später aber auch Blockbuster wie Thor (2011) und Cinderella (2015) inszenierte. Bei Jack Ryan: Shadow Recruit suchte er eine Art Mittelweg zwischen einer stärker figurenbezogenen Geschichte und Traumfabrik-Spektakel. So gibt es hier schon die eine oder andere Actionszene, bei der dann aufgetrumpft werden soll.

Gut besetzt, langweilige Geschichte

Dennoch ist Ryan kein Agent à la James Bond, der sich durch Heerscharen von Gegnern kämpft, ohne mit der Wimper zu zucken. Dass er ursprünglich zur Finanzwelt wollte und erst durch den 11. September den Marines beitrat – ein netter Einfall der Neuauflage –, merkt man ihm an. Der Mann ist jemand, der lieber nachdenkt als kämpft, ein Analyst, kein Superheld. Jack Ryan: Shadow Recruit versucht auch, den Protagonisten etwas geerdeter darzustellen. Nur ist dafür die Geschichte an den Haaren herbeigezogen, zwischendurch auch langweilig. Auch wenn es prinzipiell reizvoll ist, die Wall Street als Setting zu nehmen für gewaltige Verbrechen, überzeugt das inhaltlich nicht wirklich.

Dafür gibt es aber die prominente Besetzung. Chris Pine gefällt in der Titelrolle als eine stärker menschlich ausgeprägte Interpretation des Dauerbrenners. Die anderen sind hingegen etwas verschenkt. Keira Knightley ist nicht mehr als das Love Interest, Kevin Costner bekommt nicht viel zu tun. Branagh darf zusätzlich zu seiner Regiearbeit auch den Gegenspieler übernehmen, schafft es aber nicht, diesen wirklich interessant auszugestalten. Insofern ist es schon verständlich, dass der Film nicht ganz so eingeschlagen hat. Das Potenzial für mehr wäre da gewesen, weshalb es schade ist, dass Jack Ryan: Shadow Recruit nie fortgesetzt wurde, weil die Einspielergebnisse einfach nicht auf dem erwarteten Niveau waren.

Credits

OT: „Jack Ryan: Shadow Recruit“
Land: USA
Jahr: 2014
Regie: Kenneth Branagh
Drehbuch: Adam Cozad, David Koepp
Vorlage: Tom Clancy
Musik: Patrick Doyle
Kamera: Haris Zambarloukos
Besetzung: Chris Pine, Kevin Costner, Kenneth Branagh, Keira Knightley

Trailer

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Jack Ryan: Shadow Recruit
fazit
tt1205537In „Jack Ryan: Shadow Recruit“ muss der aus Romanen und Filmen bekannte CIA-Agent dubiosen Geldflüssen in Russland folgen. Chris Pine funktioniert gut in der Titelrolle, der Rest des bekannten Ensembles bleibt eher blass. Die Geschichte ist zudem nicht besonders, was sicher zu den enttäuschenden Einspielergebnissen beigetragen haben dürfte.
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