My Ex Tv Fernsehen ZDFneo Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
© ZDF/ Tomáš Mikule
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„My Ex“ // Deutschland-Start: 6. Mai 2026 (ZDFneo)

Inhalt / Kritik

Nach dem Scheitern ihrer Beziehung ist Ivy (Palina Rojinski) Single, mal wieder. Doch sie hat die Hoffnung nicht aufgegeben, noch jemanden für sich zu finden. Auf einem Junggesellinnenabschied nutzt sie daher die Chance, sich ihre Liebeszukunft vorhersagen zu lassen. Dabei erhält sie eine unerwartete Prophezeiung: Der Mann ihres Lebens ist jemand, mit dem sie schon einmal zusammen war. Nur wer, das kann ihr das Orakel auch nicht sagen. Und als wäre das nicht schon kompliziert genug, hat sie nur drei Monate Zeit, um ihn ausfindig zu machen. Ihr bleibt also nichts anderes übrig, als sich nach und nach mit all ihren Ex-Freunden zu treffen und sich dabei auf eine Reise in die Vergangenheit zu begeben …

Aus Liebe zur Vergangenheit

An Serien mangelt es auf ZDFneo nicht gerade. Eigentlich bringt der Sender ständig neue Titel heraus, sei es als Lizenz oder als eigene (Co-)Produktion. Dabei wird auf Vielfalt gesetzt, möglich ist eigentlich alles, was der Markt hergibt. Zuletzt war da beispielsweise die Thrillerserie Phoenix – Change Or Die über eine Aktivistengruppe, die mehrere Unternehmerkinder entführt, um so einen Wandel in der Klimapolitik zu erzwingen. Ernst wurde es dafür in After Benjamin, einem auf einer wahren Geschichte basierenden Drama um einen jungen Mann, der Opfer rassistischer Gewalt wurde. Jetzt geht es wieder in eine komplett andere Richtung. Mit der deutschen Produktion My Ex versucht man sich daran, das Publikum durch eine Liebeskomödie zu erheitern.

Wobei die Serie in eine etwas anders ist, als man das gewohnt ist. Meistens drehen sich solche Geschichten um jemanden, der andere neu kennenlernt und vielleicht insgesamt einen Neustart wagt. Bei My Ex ist das anders. Zwar geht es auch hier darum, die große Liebe zu finden. Doch die wartet irgendwo in der Vergangenheit. Ein Großteil der Handlung besteht darin, wie die Protagonistin irgendwelche Verflossenen abklappert und sich dabei auch mit diesen gescheiterten Beziehungen auseinandersetzen muss. Das ist ein bisschen wie in Chabos, einer weiteren deutschen ZDFneo-Serie. Dort war es ein anstehendes Klassentreffen, welches die Hauptfigur dazu zwang, sich mit ehemaligen Weggefährten zu treffen. Dort wie hier muss viel aufgearbeitet werden, muss die Hauptfigur sich zudem damit auseinandersetzen, wer sie selbst ist.

Weder tiefsinnig noch lustig

Grundsätzlich ist das durchaus ein Szenario mit viel Potenzial, wenn die Begegnung mit der Vergangenheit nach und nach mehr über die Protagonistin verrät. Das Problem ist nur: Ivy ist kein interessanter Mensch. Daran ändert sich im Laufe ihrer Odyssee auch nicht viel, wenn wir mehr über die vergangenen Beziehungen erfahren. Diese greifen in My Ex schon immer mal wieder Themen auf, die relevant sind. Vieles ist aber auch einfach nur übertrieben. So wird der erste Ex, der von Tim Oliver Schultz gespielte, als ins Extrem überzeichnetes Muttersöhnchen beschrieben. Andere leben nur für den Sport oder haben irgendwann festgestellt, dass sie doch mehr auf Männer stehen. Die Figuren werden dabei immer auf ein Merkmal oder eine Besonderheit reduziert, dürfen nie zu Individuen werden.

Der Erkenntnisgewinn hält sich dadurch dann doch in Grenzen, das ist einfach alles zu weit weg von der Realität bzw. zu einseitig. Wäre das Ergebnis lustig, ließe sich darüber noch hinwegsehen. Aber das ist eben das zweite große Problem der Serie: Sie macht einfach keinen Spaß. Das Ensemble ist zwar sehr bemüht, Helgi Schmid als bester Ivys Freund Philipp oder Max Schimmelpfennig, der dessen Bruder Jobst spielt, tun beispielsweise schon einiges. My Ex wird dadurch aber nicht wirklich komischer. Über weite Strecken ist das hier eine Mischung aus anstrengenden und langweiligen Szenen. Das ist schade, weil das Konzept durchaus etwas hatte und mehr versprach. In dem zwar abwechslungsreichen, qualitativ aber stark schwankenden Angebot von ZDFneo ist das hier wieder eine der schwächeren Produktionen.

Credits

OT: „My Ex“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Tarek Roehlinger
Drehbuch: Elena Hell, Marcus Pfeiffer
Musik: Nicolai Krepart
Kamera: Anne Bolick
Besetzung: Palina Rojinski, Helgi Schmid, August Wittgenstein, Caro Cult, Max Schimmelpfennig, Tim Oliver Schultz, Alli Neumann, Gustav Schmidt, David Vormweg, Vladimir Korneev

Bilder

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My Ex
fazit
In „My Ex“ klappert eine Frau ihre Ex-Freunde ab, weil einer von ihnen ihre große Liebe sein soll – sagt ein Orakel. Das Konzept um jemandem, der seiner Vergangenheit begegnet, war vielversprechend. Das Ergebnis ist dennoch enttäuschend, da der Inhalt zu flach und der Humor zu schwach ist.
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