
Für Taylor Harris (Jessica Lowndes) gibt es nichts Wichtigeres als Bücher. Das hat auch Auswirkungen auf ihr Liebesleben: Wer diese Leidenschaft nicht mit ihr teilt, hat eigentlich keine Chance bei ihr. Momentan hat sie aber ohnehin ganz andere Themen, die sie beschäftigen. So hat sie ihre Stelle als Bibliothekarin verloren und braucht dringend einen neuen Job. Erst einmal kann sie aber bei ihrem Bruder Craig (Dennis Andres) unterkommen, der sie dazu einlädt, wieder in ihre alte Heimat Forest Ridge zu kommen. Doch selbst da scheint unter keinem guten Stern zu stehen, als sie unterwegs eine Panne hat. Glück im Unglück: Ihr kommt Joel Sheenan (Chad Michael Murray) zu Hilfe. Dabei ahnt sie nicht, dass der freundliche Fremde eine große Rolle in ihrem Leben spielen wird, will er doch das Graff Hotel von Craig kaufen …
Ein Liebesfilm wie viele auch
Es gibt Filme, bei denen man sich im Anschluss fragt, ob man sie nicht zuvor schonmal gesehen hat. Colors of Love – Ein Hotel zum Verlieben ist einer dieser Filme. Das fängt schon bei der ersten Begegnung der zwei Hauptfiguren an. Dass die Protagonistin mit ihrem Wagen liegenbleibt und von ihrer künftigen großen Liebe gerettet werden muss, ist ein oft genutztes Szenario für den Einstieg. Und auch wenn man diese Begegnung nicht ganz so konfliktreich gestaltet, wie das manchmal in solchen Liebesfilmen der Fall ist: Viele Gedanken hat sich hier wohl niemand gemacht. Und das gilt auch für den weiteren Verlauf, wenn die beiden sich nach und nach näherkommen, wobei die Grenzen zwischen dem Beruflichen und dem Privaten schnell verschwimmen. Wie immer.
Bei den Geschichten und Leidenschaften der zwei Figuren wurde ein bisschen mehr versucht. So darf Taylor ein Bücherwurm sein, der von seinem Umfeld wegen dem Hang zur Besessenheit schonmal aufgezogen wird. Joel wiederum will ein altes Hotel auf Vordermann bringen, um so wieder mehr Touristen anzuziehen. Dadurch gerät er zwar in einen Konflikt mit Taylor, die das alte Gebäude bewahren möchte. Colors of Love – Ein Hotel zum Verlieben versucht aber nicht allzu sehr, daraus eine Kontrahenten-Situation zu basteln. Es ist eher ein spielerisches Miteinander, wenn der angehende Hotelier seine Zufallsbekanntschaft für sich gewinnen möchte, die ihn aber ganz schön zappeln lässt. Zumindest bis zum obligatorischen Happy End.
Alte Weihnachtshasen
Dass einem das Ergebnis so bekannt vorkommt, liegt aber auch an der Besetzung. So erschien im selben Jahr wie der Film hier noch Angel Falls Christmas, bei dem ebenfalls Jessica Lowndes und Chad Michael Murray zwei Leute spielen, die sich zufällig begegnen und ineinander verlieben – damals noch in einem weihnachtlichen Setting. Überhaupt sind beide sehr häufig im Segment des Weihnachtsfilms unterwegs, haben getrennt voneinander mehrere solche gedreht. Und auch Regisseur Bradley Walsh hat in den letzten Jahren eine Reihe solcher Titel inszeniert. Das hat zwar für Colors of Love – Ein Hotel zum Verlieben keine wirkliche Relevanz, zeigt aber recht gut, was man hier erwarten kann. Tatsächlich ähnelt das hier frappierend diesen typischen Weihnachtsromanzen, wie sie Jahr für Jahr gedreht werden, und die sich nur minimal unterscheiden.
Das muss einen nicht stören, diese Produktionen haben nun einmal eine große Zielgruppe, der es auch ganz egal ist, dass sie immer wieder dieselben Geschichten aufgetischt bekommt. Zumal die Besetzung nun einmal attraktiv ist und man ungeniert träumen kann. Interessant ist Colors of Love – Ein Hotel zum Verlieben aber kaum. Die Figuren sind überwiegend langweilig, der Inhalt gibt nicht viel her. Es ist nicht einmal so, dass das Setting irgendwie hervorstechen und in Erinnerung bleiben würde. An manchen Stellen wird der Liebesfilm immerhin ein wenig charmanter, wenn er sich auf das Wesentliche konzentriert und Joel weiterhin daran arbeitet, Taylor zu überzeugen. Das allein reicht aber kaum aus, um das hier den vielen ähnlich gelagerten Titeln vorzuziehen.
OT: „Colors of Love“
Land: Kanada
Jahr: 2021
Regie: Bradley Walsh
Drehbuch: Emily Golden
Vorlage: Jane Porter
Musik: Sean Nimmons-Paterson
Kamera: Jonathan Yapp
Besetzung: Jessica Lowndes, Chad Michael Murray, Dennis Andres, Miachel Brown
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