Nach dem abgewrackten Wrestler kommt die zierliche und fragile Ballerina, doch man sollte sich vom optischen Unterschied nicht täuschen lassen, auch Natalie Portman reiht sich zweifelsohne in Aronofskys bizarres aber nichts desto trotz so menschliches Figurenkabinett nahtlos ein.
Es ist schwierig die Idee hinter dem Film so auf die Leinwand zu bringen, wie sie im Kopf des Regisseurs herumgespukt sein muss. Mr. Nobody weißt erhebliche Langatmigkeit an einigen Stellen auf, besticht aber durch die wirklich schönen Bilder, Kostüme und ansehnlichen Darsteller.
Allein Paul Giamatti in einer der besten darstellerischen Leistungen des Kinojahres 2010 (oder bei uns in Dtl. 2011) macht diese Tragikomödie sehenswert.
Wer bereit ist einen zweieinhalb Stunden dauernden Intensivtrip zu folgen und eine gewisse Bereitschaft aufbringt sich auf etwas Neues einzulassen, der wird - unabhängig ob man nun den Film gut oder schlecht findet – am Ende sicherlich das Eine oder Andere in der obskuren Welt von Oscar entdecken können.