Insidious Out of the Further
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Insidious: Out of the Further

Insidious Out of the Further
„Insidious: Out of the Further“ // Deutschland-Start: 20. August 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Seitdem sie mitansehen musste, wie ihre Mutter zunehmend wahnsinnig wurde und sich am Ende selbst umbrachte, wird Gemma (Amelia Eve) von Albträumen verfolgt. Erschwerend kommt hinzu, dass sie mit ihrer jungen Tochter Maya (Island Austin) in das alte Familienhaus gezogen ist, das mit vielen Erinnerungen verbunden ist – auch an das Ende. Immer wieder macht sie darin unheimliche Erfahrungen, die sie sich selbst nicht erklären kann. Sie landet darin in einer fremden Welt und wird von grotesken Gestalten verfolgt. Ist sie einfach nur überarbeitet? Oder hat sie doch die Krankheit ihrer Mutter geerbt? Dass die drei seltsamen Leute, die in die Nachbarschaft gezogen sind, verstärkt das Gefühl, dass da etwas nicht mit rechten Dingen vor sich geht. Dabei ahnt sie noch nicht, welche besondere Fähigkeit sie hat: Sie kann zwischen dieser Welt und einem Jenseits hin und her wechseln …

Comeback eines Horror-Hits

Insidious war 2010 ein echter Hit. Der Film um eine Familie, die unheimliche Erfahrungen macht und irgendwann im Ewigreich landete, spielte bei einem Budget von 1,5 Millionen US-Dollar ganze 100 Millionen wieder ein. Anschließend kam Fortsetzung um Fortsetzung, aus dem Werk wurde eines der erfolgreichsten Horrorfranchises aller Zeiten. Während der kommerzielle Erfolg unbeirrt weiterging, ließ die Resonanz zu wünschen übrig. Sowohl Insidious: The Last Key als auch Insidious: The Red Door kamen nicht gut an. Die Erwartungen an Insidious: Out of the Further, den sechsten Teil der Reihe, waren deshalb auch eher ursprünglich gering. Umso größer war die Überraschung, dass dieser – anders als die Vorgänger – wieder vorab der Presse gezeigt wurde. Und tatsächlich ist der Film wieder eine Verbesserung.

Zwei Punkte sind es, die Regisseur und Drehbuchautor Jacob Chase (Come Play) neu macht. Bei der Inszenierung fällt auf, dass er einen größeren Ekelfaktor einbaut. Eigentlich war die Reihe in der Hinsicht bislang sehr zurückhaltend, man setzte auf klassischen Grusel mit gelegentlichen Ausflügen ins Surreale. Insidious: Out of the Further bringt noch eine Bodyhorror-Komponente hinzu, die tatsächlich Wirkung zeigt. Ob diese wirklich in das Franchise passt, darüber kann man zwar geteilter Meinung sein. Zumindest bleiben einem diese Passagen aber in Erinnerung, was bei diesen Filmen eher die Seltenheit geworden ist. Wobei Chase nicht davon abhängig ist, um beim Publikum Eindruck zu hinterlassen. Eine der besten Szenen ist gleich am Anfang, wenn eine einfache Sofalandschaft deutlich komplexer wird, als sie es sein dürfte.

Neue, konfuse Wege

Auch inhaltlich hat sich etwas getan. So ging es in den ersten Filmen immer darum, dass die Figuren zwischen der Welt der Lebenden und dem Reich der Toten hin und herwechseln oder Portale geöffnet werden, die diese beiden miteinander verbinden. Bei Insidious: Out of the Further ist es nun möglich, dass etwas aus der einen Welt in die andere mitgenommen werden kann. Das stellt sicherlich nicht das Franchise auf den Kopf, ist aber ein netter Einfall, um etwas mehr Abwechslung hineinzubekommen. Da braucht es neue Strategien, gibt es ungeahnte Gefahren – aber eben auch weitere Möglichkeiten, wie die Geschichte ablaufen kann. Die alten Regeln werden ein Stück weit aufgehoben.

Potenzial war also da. Leider wird dieses aber nicht genügend genutzt. Zum einen hätte das alles gern noch etwas weiter getrieben werden dürfen, da wird nur relativ wenig hin und her bewegt. Außerdem sind die Regeln nicht wirklich durchdacht. Man hat hier das Gefühl, dass unterwegs ein bisschen improvisiert wurde, es eigentlich nicht mehr gibt als eine grobe Idee. Sinn ergibt Insidious: Out of the Further keinen, selbst innerhalb des Horror-Rahmens wäre etwas mehr Logik und Konsequenz schön gewesen. Das wird schon arg willkürlich. Gerade auch das Ende hat darunter zu leiden, dass es auf eine wenig gelungene Weise drunter und drüber geht. Insgesamt kommt der Film damit leider auch nicht über Mittelmaß hinaus und kann nicht an die frühen Teile anknüpfen. Aber der Fortschritt ist da und macht ein wenig Hoffnung für kommende Filme.

Credits

OT: „Insidious: Out of the Further“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Jacob Chase
Drehbuch: Jacob Chase
Musik: Joseph Bishara
Kamera: Dave Garbett
Besetzung: Amelia Eve, Island Austin, Brandon Perea, Maisie Richardson-Sellers, Lin Shaye

Bilder

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Insidious: Out of the Further
fazit
In „Insidious: Out of the Further“ wird eine Frau von Albträumen heimgesucht und entdeckt eine fremde Welt. Der Film lockt mit neuen Ideen und einem unerwarteten Ekelfaktor. Insgesamt stellt er einen Fortschritt dar im Vergleich zu den Vorgängern, auch wenn die letzte Konsequenz fehlt und vieles zu willkürlich geschieht.
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