Wildcat 2025 Amazon Prime Video Streamen online VIdeo on Demand
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Wildcat (2025)

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„Wildcat“ // Deutschland-Start: 17. Juli 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Eigentlich würde Ex-Special-Forces-Soldatin Ada (Kate Beckinsale) ja gern ein ruhiges Leben führen. Doch dabei funkt ihr der eigene Bruder dazwischen, da sich Eddie (Rasmus Hardiker) dummerweise auf den Gangsterboss Mahoney (Charles Dance) eingelassen hat. Dieser zwingt die Geschwister, Diamanten von seiner Konkurrentin Vine (Alice Krige) zu stehlen. Und für den Fall, dass Ada Nein sagen könnte, lässt er deren Tochter Charlotte (Isabelle Moxley) entführen. Der Kampfexpertin bleibt da nichts anderes übrig, als sich mit Eddie, ihrem Ex-Freund Roman (Lewis Tan) und Curtis (Bailey Patrick) zusammenzutun und den Coup durchzuziehen. Das stellt sich aber als deutlich schwieriger heraus, als sie im Vorfeld glauben wollten …

Action Business as usual

Manche werden sich vielleicht noch daran erinnern, aber es gab eine Zeit, da war Kate Beckinsale tatsächlich ein Star, der in Hollywoodproduktionen mitspielte und sich an anspruchsvolleren Stoffen versuchte. Doch das ist lange her. Seit einiger Zeit besteht ihre Filmografie nur noch aus billig zusammengedrehten Actionthrillern, die noch nicht einmal in die Nähe eines Kinos kommen. Inwieweit diese Umorientierung gewollt war oder das Ergebnis einer ins Straucheln geratenen Karriere – Direct-to-Video-Actionfilme sind oft das Abstellgleis für Ex-Stars –, darüber lässt sich streiten. Unstrittig ist aber, dass Canary Black, wo Beckinsale als Ex-CIA-Agentin den entführten Ehemann befreien will, oder Stolen Girl über eine Frau, die dem CIA hilft, entführte Kinder zu befreien, sehr mäßig sind. Und das gilt auch für Wildcat, der hierzulande exklusiv bei Amazon Prime Video Premiere feiert.

Dabei geht es – Überraschung! – schon wieder um ein entführtes Familienmitglied, welches die Protagonistin befreien muss. Letztere ist – Überraschung! – eine frühere Soldatin. Denn ein normaler Beruf kommt bei solchen Filmen nie in Frage. Business as usual also. Wobei Wildcat zumindest versucht, in eine andere Richtung zu gehen als die beiden obigen Filme, trotz der unbestreitbaren Gemeinsamkeiten. Zum einen ist da der Heist-Part. Wo sonst in solchen Produktionen nur gekämpft wird, geht es bei dem britischen Genrebeitrag zumindest zeitweise darum, auch etwas zu stehlen. Das sorgt für etwas Abwechslung. Zu viel sollte man aber nicht erwarten, man kann es nicht mit reinrassigen Heist Movies aufnehmen, bei denen der Coup an sich im Mittelpunkt steht. Das wollte man aber auch gar nicht, denn das hätte bedeutet, sich auf etwas konzentrieren zu müssen.

Überall und nirgends

Tatsächlich sticht der Film unter ähnlich gelagerten hervor, indem er irgendwie alles Mögliche zusammenwirft, wohl in der Annahme, dass viel wirklich viel hilft. Das betrifft beispielsweise die Tonalität. Mal will Wildcat ein ernstzunehmender Actionthriller sein, mal ein Charakterdrama. Dann wiederum wird es völlig überzogen, an den unpassendsten Stellen kommt Humor zum Einsatz. Hinzu kommen Spielereien, die so wirken, als habe man Guy Ritchie kopieren wollen. Und als wäre das nicht schon genug, kommt es irgendwann dazu, dass die einzelnen Figuren voneinander getrennt werden und dadurch die Geschichte noch weiter zerfasert. Zusammen mit den Zeitsprüngen führt das dazu, dass der Actionthriller ein seltsamer Flickenteppich ist.

Auch das hätte unterhaltsam sein können. Stattdessen schwankt Wildcat zwischen langweilig und nervig, wenn zwar ständig etwas geschieht, der Film dabei aber kaum vorankommt. Dass dabei unzählige Klischees aufgewärmt werden und die Figuren reine Wegwerfprodukte sind, macht die Sache nicht besser. Schauspielerisch ist das auch keine Glanzleistung. Charles Dance darf in seinen wenigen Szenen als Gangsterboss eine bedrohliche Intensität demonstrieren. Auch andere setzen hier und da mal ein Ausrufezeichen. Bei Beckinsale lässt sich das kaum behaupten, sie glänzt weder als Actionheldin noch als Charakterdarstellerin. Und so kann man ihr nur wünschen, dass sie beim Dreh wenigstens Spaß hatte. Denn als Zuschauer bzw. Zuschauerin hat man diesen nicht.

Credits

OT: „Wildcat“
Land: UK
Jahr: 2025
Regie: James Nunn
Drehbuch: Dominic Burns
Musik: Si Begg
Kamera: Maja Zamojda
Besetzung: Kate Beckinsale, Lewis Tan, Rasmus Hardiker, Alice Krige, Bailey Patrick, Tom Bennett, Matt Willis, Roxy Striar

Bilder

Trailer

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Wildcat (2025)
Fazit
In „Wildcat“ muss eine Ex-Soldatin bei einem kriminellen Coup mitmachen, um ihrem Bruder zu helfen und die Tochter zu befreien. Der Film wirft alles Mögliche zusammen, ist inhaltlich und tonal überall und nirgends. Das hätte Spaß machen können, ist aber eher eine Mischung aus langweilig und nervig, auch weil zu viele Klischees eingebaut wurden.
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