
Der Schock ist groß bei Tommy Tom, als er eines Morgens aufwacht und feststellt, dass sein bester Freund, ein kleiner Teddybär, spurlos verschwunden ist. Doch wie kann das sein? Wo kann er nur stecken? Tommy Tom macht sich sofort auf die Suche, ist fest entschlossen, den Plüschbären wiederzufinden. Unterstützt wird er dabei von seiner guten Freundin Cat Mouse. Gemeinsam durchstöbern sie erst das Haus, aus der Suche nach Spuren. Danach ist der Garten an der Reihe, wo sie ebenso erfolglos sind. Also bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich auf eine Reise zu begeben. Dabei lernen die zwei die unterschiedlichsten Tiere kennen, die sich ihrer Suche anschließen. Aber selbst mit vereinten Kräften ist der Teddybär nirgends zu finden …
Der Weg ist das Ziel
Manchmal dauert es ein wenig länger. So wurde Tommy Tom: Ein neuer Freund für Tommy Tom hierzulande bereits im Januar gezeigt. Erst einige Monate später folgte der zur gleichen Zeit produzierte Tommy Tom und der verschwundene Teddybär in die deutschen Kinos. Und das, obwohl es sich bei der Fortsetzung streng genommen um den ersten Teil handelt, also den Vorgänger. Die umgekehrte Veröffentlichungsreihenfolge hängt mit dem winterlichen Setting des obigen Films zusammen, während der hier eher im Frühjahr spielt. Insofern ist die Entscheidung des deutschen Verleihs durchaus nachvollziehbar. Hinzu kommt, dass die beiden Geschichten auch in sich geschlossen sind, es also keinerlei Vorkenntnisse braucht, weder für den einen, noch den anderen Film.
Wer die Erstveröffentlichung kennt oder auch anderweitig mit der von Jet Boeke erdachten Figur vertraut ist, fühlt sich dennoch gleich wie zu Hause. So handelt es sich bei beiden Animationsfilmen gewissermaßen um kleine Abenteuer, wenn der titelgebende Protagonist durch die Gegend läuft und dabei die unterschiedlichsten anderen Tiere kennenlernt. Wo es beim letzten Mal aber keinen wirklichen Anlass gab, vom unerwarteten Schnee abgesehen, da handelt Tommy Tom und der verschwundene Teddybär von der Suche nach dem vermissten Plüschtier. Da ist also ein klares Ziel, welches der Protagonist vor den Augen hat. Wobei dann doch der Weg das eigentliche Ziel ist. Es geht weniger um die Frage, ob und wo der Teddy auftaucht, sondern welche Erfahrungen auf dem Weg dorthin gemacht werden.
Süßer Animationsfilm für Kinder
Im Gegensatz zum anderen Film gibt es hier auch keine nennenswerten Aussagen, die dem jungen Publikum für den weiteren Lebensweg mitgegeben werden sollen. Zwar geht es in beiden Werken um eine Zusammenarbeit von verschiedenen Tieren. Tommy Tom und der verschwundene Teddybär verzichtet aber darauf, das mit Ratschlägen zu verbinden. Es gibt auch kein Pendant zu dem Plädoyer für mehr Offenheit, wie man es vor einigen Monaten fand. Das Regieduo Joost van den Bosch und Erik Verkerk hat keine wirklichen erzählerischen Ambitionen, will die Zuschauer und Zuschauerinnen ausschließlich unterhalten. Ein bisschen schade ist das schon, da sich dieses Franchise schon anbietet. Aber es geht auch ohne.
So steht der Film im Hinblick auf Charme dem anderen Teil nicht nach. Tommy Tom und der verschwundene Teddybär ist ein sehr süßer Film geworden, der sich viel Mühe gibt, das Publikum miteinzuziehen. Das betrifft nicht nur die diversen Lieder, die explizit zum Mitsingen gedacht sind. Es gibt zudem per Voice over Kommentare von einem Kinderpublikum innerhalb des Films, welches das Geschehen gleichzeitig mit dem echten Publikum vor der Leinwand anschaut. Das erinnert ein wenig an ein Kasperltheater. Ein bisschen irritiert das zwar schon, hilft damit aber, die Stille zu überdecken. Schließlich reden die Tiere nicht, da braucht es also einen Kommentar von außen. Dazu gibt es wieder eine ansprechende, recht schlichte Optik sowie eine schön kindgerecht kurze Laufzeit von einer Stunde.
OT: „Dikkie Dik en de verdwenen knuffel“
Land: Niederlande
Jahr: 2024
Regie: Joost van den Bosch, Erik Verkerk
Drehbuch: Burny Bos, Linda Snoep
Vorlage: Jet Boeke
Musik: Johan Hoogeboom, Mike Boddé
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