Passenger
© Paramount Pictures

Passenger

Passenger
„Passenger“ // Deutschland-Start: 28. Mai 2026 (Kino)

Inhalt / Kritik

Maddie (Lou Llobell) und Tyler (Jacob Scipio) sind fest entschlossen, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Ihre Schreibtischjobs haben sie gekündigt, stattdessen sind sie jetzt mit einem Campingwagen unterwegs und genießen die Freiheit auf der Straße. Diese nimmt jedoch eines Nachts ein rapides Ende, als sie auf einer Landstraße unterwegs sind und einen Mann schwer verletzt auffinden, der von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gefahren ist. Der Versuch, ihm zu helfen, führt zu nichts, die kurze Zeit später eintreffende Polizei kann nur noch den Tod feststellen. Der Schock sitzt tief bei dem Paar, zumal die Sache irgendwie komisch gelaufen ist. Dabei ahnen sie nicht, dass ihnen das Schlimmste noch bevorsteht. Denn der vermeintliche Unfall war keiner. Und was auch immer den Mann getötet hat, ist nun hinter ihnen her …

Gefährlicher Straßenverkehr

In der Provinz unterwegs zu sein, ist in Horrorfilmen oft eine schlechte Idee. Denn irgendetwas lauert dort immer auf die Hauptfiguren. Die Gefahr kann in Wäldern warten, in Dörfern oder abgelegenen Häusern. Dann und wann sind es aber auch die Straßen selbst, die zu einer Bedrohung werden. Bei In Fear etwa verliert ein Paar auf einer Waldstraße die Orientierung und findet nicht mehr heraus. Ähnlich geht es in The Fearway und The Toll Man zu, auch dort sind es zwei Leute, die bei einer Fahrt nicht dort ankommen, wo sie hin wollen, sondern ständig im Kreis zu fahren scheinen. Mit Passenger kommt nun ein weiterer Film bei uns heraus, der von einer Fahrt zweier Menschen erzählt, die immer unheimlicher wird.

Wobei das Publikum schon vorher weiß, dass da etwas in diese Richtung kommen wird. Schließlich verlässt sich die US-Produktion auf das in dem Genre beliebte Mittel, einen blutigen Prolog aufzuzeigen, der nicht nur die Stimmung vorgibt, sondern auch das Monster zeigt, wie es ein erstes Mal zuschlägt. Dadurch fehlt bei Passenger dann die Überraschung, als es so weit ist und das Paar feststellen muss, dass da eine übernatürliche Gefahr sie verfolgt. Der Film versucht auch gar nicht erst, diese zu verbergen. Vielmehr dürfen wir schon bei dem Prolog den Antagonisten sehen. Auch später ist er quasi dauernd dabei, was dann mit der Zeit dazu führt, dass die Abwechslung nicht besonders hoch ist. Die Szenen ähneln sich dann doch sehr, wenn das unbekannte Wesen immer wieder dieselben Tricks anwendet.

Zwischen generisch und lächerlich

Überhaupt ist Passenger kein Film, der inhaltlich oder inszenatorisch übermäßig hervorsticht. Vereinzelt sind da zwar schon Szenen, die ganz nett geworden ist. Beispielsweise gibt es eine Passage, in der ein Projektor zum Einsatz kommt und tatsächlich interessante Bilder hervorbringt. Außerdem zeigt der Antagonist eine Vorliebe dafür, mit seinen Opfern zu spielen, was an manchen Stellen schön gemein wird. Ansonsten setzt der genreerfahrene Regisseur André Øvredal (Die letzte Fahrt der Demeter, The Autopsy of Jane Doe) primär auf Jump Scares. Manche davon funktionieren ganz gut. Oft hat man aber das Gefühl, dass da jemand einfach nur stur sein Programm abspielt. Das ist mehr ein 9-to-5-Job als künstlerisches Wirken.

Während die erste Hälfte dennoch ganz passabel geworden ist, weil die ständige Präsenz des dämonischen Wesens für eine Grundspannung sorgte, entgleist die Horrorfahrt in der zweiten zunehmend. Was vorher generisch ist, wird dann lächerlich, teilweise auch dämlich. So wirft der Film Regeln, die er zuvor eingeführt hat, plötzlich über Bord. Das Geschehen wird völlig willkürlich und ist zudem holprig erzählt, wenn ganze Übergänge einfach übersprungen werden. Zum Ende hin, wenn es besonders actionreich werden soll, wird es dann auch noch unfreiwillig komisch. In der Summe ist Passenger schon durchschnittlich geworden, aber nichts, das man unbedingt gesehen haben müsste. Da wäre Potenzial für mehr drin gewesen.

Credits

OT: „Passenger“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: André Øvredal
Drehbuch: Zachary Donohue, T.W. Burgess
Musik: Christopher Young
Kamera: Federico Verardi
Besetzung: Jacob Scipio, Lou Llobell, Melissa Leo

Bilder

Trailer

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Passenger
fazit
In „Passenger“ wird ein Paar nach einem Zwischenfall auf einer Landstraße von einem übernatürlichen Wesen verfolgt. Das ist zwar nicht originell, funktioniert in der ersten Hälfte aber noch ganz gut. In der zweiten Hälfte wird der Horrorfilm aber zunehmend lächerlich, streckenweise auch richtig dämlich.
Leserwertung0 Bewertungen
0
5
von 10