Mum Im Alien Pregnant
© The Festival Agency

Mum, I’m Alien Pregnant

Mum Im Alien Pregnant
„Mum, I’m Alien Pregnant“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Inhalt / Kritik

Mary (Hannah Lynch) ist es leid, dass ihre Mutter Cynthia (Yvette Parsons) immer wieder hineinplatzt, wenn sie gerade damit beschäftigt ist, sich einen Science-Fiction-Anime-Porno anzuschauen. Und auch sonst könnte sie Abstand ganz gut gebrauchen, weshalb sie den Entschluss gefasst hat, von zu Hause auszuziehen. Aber dann kommt es anders. Ganz anders. So trifft sie zufällig in der Waschküche Boo (Arlo Green). Dieser hat einen eigenartigen Penis, weil seine Mutter Ann (Jackie van Beek) seinerzeit Sex mit Außerirdischen hatte. Mary ist davon fasziniert und überredet Boo deshalb dazu, das ungewohnte Geschlechtsorgan zu zeigen und zu verwenden. Doch als es zu einem Samenerguss kommt, landet dieser auf Mary – die kurze Zeit später schwanger ist …

Sex mit einem Alien

An Filmen über Außerirdische mangelt es nun nicht gerade, Jahr für Jahr kommen neue Titel hinzu, die von irgendwelchen Begegnungen erzählen. Die meisten davon sind negativ. Geschichten wie die von Der Astronaut – Project Hail Mary, wo Menschen und Aliens zusammenarbeiten, sind eindeutig die Ausnahme. Mit Mum, I’m Alien Pregnant folgt ein Beitrag, bei dem nicht so ganz klar ist, ob diese Begegnung nun positiv oder negativ war. Klar ist aber, dass sie folgenreich ist, wenn aus dem Sex zwischen den beiden Rassen ein Kind geboren wird, das auf den ersten Blick so aussieht wie ein Mensch. Wäre da nicht das eigenwillige Geschlechtsteil. Die Enthüllung desselben ist dann auch der erste Höhepunkt des Films. Zwar wird das Publikum darauf vorbereitet, dass der Penis ein wenig deformiert ist. Das Ergebnis geht aber weit über das Erwartbare hinaus.

Allgemein wird den menschlichen Körpern hier so einiges zugemutet, nicht ohne Grund wird der Film gern als Body Horror beschrieben. Und doch ist das mit diesem Label so eine Sache. Auf der einen Seite passt es zwar gut, wie hier die Schwangerschaft als eine Erfahrung beschrieben wird, die einem vom eigenen Körper entfremden kann. Von Außerirdischen geschwängert zu werden, wird hier zu einem Symbol dafür, wie erschreckend diese Veränderung in einem selbst ausfallen kann. Und doch ist das mit dem Horror bei Mum, I’m Alien Pregnant so eine Sache. Zumindest für das Publikum ist der Anblick nicht wirklich furchteinflößend, soll es auch gar nicht sein. Die neuseeländische Produktion ist kaum mit der ikonischen Szene aus Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt zu vergleichen, trotz einer ähnlichen Situation.

Absurde Spielfreude

Stattdessen betont das Regie- und Drehbuchduo Sean Wallace und Jordan Mark Windsor, auch bekannt unter dem Namen THUNDERLIPS, den Humor. Dieser ergibt sich einerseits aus der Absurdität des Szenarios, wenn die Schwangerschaft nicht den üblichen Regeln folgt und zudem immer wieder erklärungsbedürftig ist. Genauso wichtig sind in Mum, I’m Alien Pregnant aber die menschlichen Figuren und ihre Verhältnisse untereinander. So sind die beiden Mutter-Kind-Konstellationen jeweils sehr speziell. Genauso macht es aber auch Spaß, wenn die nicht auf den Mund gefallene Mary und das stammelnde Muttersöhnchen Boo unter sich sind. Bereits das erste Aufeinandertreffen der beiden in der Waschküche bleibt einem anschließend unweigerlich in Erinnerung, dürfte auf der Liste der bizarrsten Meet-Cute-Szenen ganz weit oben sein. Und auch später hat man das Gefühl, dass da zwei Welten aufeinandertreffen – selbst ohne die Aliens.

Was der Science-Fiction-Komödie, die auf dem Sundance Film Festival 2026 Weltpremiere hatte, ein wenig fehlt, ist die Abwechslung. Der Bauch wird zwar größer, die einzelnen Szenen zeigen jedoch nicht allzu viel Entwicklung. Ein Großteil des Films besteht darin, wie Mary versucht, das Kind wieder loszuwerden, oder sich die Figuren jeweils Vorwürfe machen, vor allem im Kontext von Grenzüberschreitungen. Ein paar mehr Ideen wären da nicht verkehrt gewesen. Aber auch so macht Mum, I’m Alien Pregnant viel Spaß. Das bestens aufgelegte Ensemble, das sich für keine Peinlichkeit oder Hässlichkeit zu schade ist, liefert jede Menge Gründe, warum man hier einmal vorbeischauen kann. Vor allem im passenden Umfeld, etwa auf Festivals, ist das ein echter Publikumsliebling.

Credits

OT: „Mum, I’m Alien Pregnant“
Land: Neuseeland
Jahr: 2026
Regie: Sean Wallace, Jordan Mark Windsor
Drehbuch: Sean Wallace, Jordan Mark Windsor
Musik: Jess Chambers
Kamera: Bayley Broome-Peake
Besetzung: Hannah Lynch, Yvette Parsons, Arlo Green, Jackie van Beek

Trailer

Filmfeste

Sundance 2026
Fantasy Filmfest Nights 2026

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Mum, I’m Alien Pregnant
fazit
„Mum, I'm Alien Pregnant“ erzählt, wie eine Frau durch den Alien-Penis des Nachbarjungen schwanger wird und das Kind unbedingt loswerden will. Sonderlich abwechslungsreich ist der Mix aus Body Horror und Science-Fiction-Komödie zwar nicht. Er macht aber Spaß, nicht zuletzt wegen des bestens aufgelegten Ensembles.
Leserwertung0 Bewertungen
0
7
von 10