Der Irland-Krimi: Du gehörst mir TV Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
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Der Irland-Krimi: Du gehörst mir

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OT: „Der Irland-Krimi: Du gehörst mir“ // Deutschland-Start: 16. April 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Bislang war Ronan Doyle (Barry John Kinsella) eigentlich ein unauffälliger Mensch gewesen. Umso größer ist der Schock, als er seine Frau Grace (Lucianne McEvoy) entführt, nachdem diese ihn verlassen hat. In einem Pub kommt es dabei zu einem Zwischenfall, als andere auf den Vorfall aufmerksam werden. Dabei tötet Ronan den Wirt, verletzt einen weiteren Mann und nimmt die übrigen Anwesenden als Geisel. Kriminalpsychologin Cathrin Blake (Désirée Nosbusch) soll die Situation entschärfen und den Geiselnehmer dazu bringen aufzugeben. Dabei gerät sie jedoch regelmäßig mit Daniel McCurren (Richard Clements) aneinander, der als Leiter des speziellen Verhandlungsteams für Geiselnahmen das Sagen hat …

Spannender Einstieg

Lange hatten Fans darauf warten müssen, dass es mit Der Irland-Krimi weitergeht. Anderthalb Jahre lagen zwischen der letzten Staffel der beliebten ARD-Krimi und der neuen. Dafür gibt es jetzt wieder zwei neue Fälle auf einmal. Den Auftakt machte die Folge Die Tote am Fluss, in der eine junge Frau brutal zusammengeschlagen wurde, die am Ende ihren Verletzungen erlag. Mit Du gehörst mir geht es nun bereits weiter. Der zwölfte Teil der Reihe geht dabei in eine andere Richtung, als es der direkte Vorgänger getan hatte. Auf die Qualität hat das jedoch eher weniger Auswirkungen, die ist erneut ziemlich überschaubar geworden. Die Reihe gehört zu dem Schlechtesten, was der deutsche Krimi so hervorbringt.

Wobei das dieses Mal mehr Thriller als Krimi ist. Während letztes Mal ganz klassisch gegrübelt werden durfte, wer ein Verbrechen begangen hat, da fällt das diesmal weg. Wir sind von Anfang an dabei, wenn Ronan seine Frau in den Pub zerrt, wo bald die Ereignisse eskalieren. Ein paar Sachen werden zwar erst später enthüllt. So erfährt man erst nach und nach, wer diese Figuren sind und wie ihre Vorgeschichte aussieht. Aber das sind dann doch Details. Der Irland-Krimi: Du gehörst mir geht vielmehr auf Spannung, wenn die Zuschauer und Zuschauerinnen mitzittern dürfen und sollen, wie es weitergeht. Das funktioniert sogar ganz gut, da früh ein erster Mensch getötet, ein zweiter verletzt wird. Da ist es grundsätzlich schon möglich, dass es noch mehr erwischt.

Inhaltlich missglückt

Diese unerwartete Spannung hält aber nicht bis zum Schluss. Ein Grund ist, dass sich Der Irland-Krimi: Du gehörst mir in lauter Konflikten verzettelt, anstatt die Handlung voranzutreiben. Richtig nervig sind die Streitereien zwischen Blake und McCurren. Aber auch zwischen anderen Figuren wird dann nur noch gestritten. Natürlich liegen in einer solchen Situation gern mal die Nerven blank. Wenn das aber alles zum Selbstzweck verkommt, der Film bis auf Klischees nichts zu erzählen hat, stellt sich schon die Frage, warum man sich das anschauen sollte. Wenn die Figuren dabei auch noch so unsympathisch sind – die Protagonistin eingeschlossen –, ist die Versuchung, vorzeitig wieder auszuschalten, umso höher.

Aber es ist nicht nur der schwache Inhalt, der sich als psychologisch tiefgründig verkaufen will, dabei aber entsetzlich platt bleibt, der zum Problem wird. Auch die Umsetzung ist mal wieder mäßig geworden. So bekommt man das mit der Synchronisation erneut nicht hin, wenn der Film offensichtlich auf Englisch gedreht und anschließend ins Deutsche übersetzt wurde. Die Dialoge sind unnatürlich und nicht lippensynchron, wodurch Der Irland-Krimi: Du gehörst mir kontinuierlich künstlich wirkt. Für einen Film, der für sich in Anspruch nimmt, ganz nahe bei den Menschen zu sein, ist das einfach zu schwach. Zu oft wird das hier zu einem Ärgernis.

Credits

OT: „Der Irland-Krimi: Die Tote am Fluss“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Matthias Tiefenbacher
Drehbuch: Katrin Bühlig
Musik: Warner Poland, Wolfgang Glum
Kamera: Hanno Lentz
Besetzung: Désirée Nosbusch, Declan Conlon, Róisín O’Donovan, Barry John Kinsella, Lucianne McEvoy, Richard Clements, Joan Sheehy, Lalor Roddy

Bilder

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Der Irland-Krimi: Du gehörst mir
fazit
In „Der Irland-Krimi: Du gehörst mir“ nimmt ein Mann seine Frau und andere Menschen als Geisel, weil er es nicht akzeptieren kann, verlassen worden zu sein. Das geht spannend los, verkommt später aber zu einem Ärgernis, wenn sich der Film in lauter Konflikten verzettelt, ohne etwas zu erzählen zu haben.
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