Halo Serie Sky Ticket
© 2022 Microsoft Corporation. All Rights Reserved.

Halo – Staffel 1

Halo Serie Sky Ticket
„Halo – Staffel 1“ // Deutschland-Start: 24. März 2022 (Sky Ticket)

Inhalt / Kritik

Kaum jemand kann genau sagen, wer oder was die Spartaner sind. Eines ist jedoch bekannt: Man legt sich besser nicht mit ihnen an. Diese Erfahrung machen auch Jin Ha (Jeong-hwan Kong) und seine Tochter Kwan Ha (Yerin Ha), die Teil einer Rebellion auf dem Planeten Madrigal sind. Dort werden sie zunächst von einer außerirdischen Rasse angegriffen, die zur Covenant-Allianz gehören, mit denen die Menschen Krieg führen. Doch dann greifen die Spartaner ein, angeführt von dem Kämpfer Master Chief Petty Officer John-117 (Pablo Schreiber). Diesen gelingt es, angewiesen von der United Nations Space Command, die Invasion der Aliens zurückzudrängen. Von Frieden ist im Anschluss aber keine Spur. Tatsächlich beginnt für Kwan Ha damit erst das Abenteuer, während John sich unangenehmen Fragen stellen muss …

Auf zu neuen Spiele-Welten!

Mehr als 80 Millionen Exemplare wurden von den diversen Spielen der Reihe Halo bislang verkauft. Hinzu kamen zahlreiche begleitende Formen des Merchandisings, allen voran die Bücher, dazu noch Serien. Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass mit der hierzulande auf Sky ausgestrahlten neuen Serie ein weiterer Versuch startet, an diese Popularität anzuknüpfen. Ein Selbstläufer ist diese jedoch offensichtlich nicht, wie ein Blick auf die lange Entwicklungsgeschichte verrät. Schon 2013 wurde das erste Mal von den Plänen gesprochen, Steven Spielberg sollte hierbei sogar als Produzent fungieren. Daraus wurde lange nichts, immer wieder wurden die Kreativteams ausgetauscht. Und auch wenn die erste Staffel nun doch noch erscheint, richtig Ruhe scheint noch immer nicht eingekehrt zu sein. Bei der bereits angekündigten zweiten Staffel gibt es bei den Showrunnern bereits einen Wechsel.

Aber das muss nicht zwangsläufig etwas über die Qualität der Serie aussagen. Wie gut diese ausfallen wird, ist momentan noch nicht ganz vorherzusagen, da der Presse vorab lediglich zwei der neun Folgen zur Verfügung gestellt wurden. Mehr als ein erster Eindruck ist das hier deshalb nicht. Ein Eindruck, der recht gemischt ausfällt. So tut sich Halo beim Auftakt noch ein wenig schwer damit, auf ein richtiges Thema festzulegen. Die Action, die man bei dem auf Spektakel getrimmten Einstieg vorfindet, ist zumindest nicht wirklich repräsentativ. Gekämpft wird während der Folgen auffallend wenig. Dafür wird einiges beredet, mehr, als man es von dem an und für sich schweigsamen Master Chief gewohnt ist. Es scheint inhaltlich mehr darum zu gehen, den Menschen hinter der schweren Rüstung zu finden.

Das Innere einer Kampfmaschine

Pablo Schreiber ist dafür sicherlich nicht die schlechteste Wahl. Der von Natur aus eigentlich eher schmächtig gebaute Schauspieler bringt im trainierten Zustand eine beeindruckende und einschüchternde Physis mit, was für eine Killermaschine wie den Master Chief ein Muss ist. Gleichzeitig zeigte er aber auch, die richtige Rolle vorausgesetzt, eine Form der Innerlichkeit, die anderen Triple A Schauspielschränken oft abgeht. Lorelei ist da ein schönes Beispiel, wo er einen Ex-Sträfling spielt, der einen Neuanfang wagt. In Halo geht es, basierend auf den ersten beiden Folgen und den Interviews, die er gegeben hat, darum, wie seine Figur die eigene Menschlichkeit entdeckt. Das geht auch mit moralischen Fragen einher: Die UNSC, die sich als Retter der Menschheit inszeniert, zeigt klare faschistische Züge, von denen er sich erst noch emanzipieren muss.

Das ist natürlich nicht wirklich originell. Gleiches gilt für den Verweis auf alte Kulturen. Bislang tut Halo nicht so wahnsinnig viel dafür, sich von anderen Science-Fiction-Produktionen abzuheben, weder inhaltlich noch visuell. Die Bilder können sich dabei schon sehen lassen, das astronomische Budget, welches die Serie haben soll, hat jedoch etwas mehr erwarten lassen. Der anfängliche Kampf lässt zwar ordentlich die Computer glühen, lässt aber – wie so viele CGI-Spektakel – eine echte Wucht vermissen, die einen die behaupteten Kämpfe auch spüren lässt. Insgesamt ist das alles solide, aber doch noch mit ordentlich Luft nach oben. Ein Event ist das hier noch nicht.

Credits

OT: „Halo“
Land: USA
Jahr: 2022
Regie: Otto Bathurst, Jonathan Liebesman, Roel Reiné, Jessica Lowrey
Drehbuch: Steven Kane
Idee: Steven Kane, Kyle Killen
Musik: Sean Callery
Kamera: Karl Walter Lindenlaub, Eric Kress, Ed Wild
Besetzung: Pablo Schreiber, Natascha McElhone, Yerin Ha, Charlie Murphy, Jen Taylor, Shabana Azmi, Bokeem Woodbine, Kate Kennedy

Bilder

Trailer

Interview

Wer mehr über den Mann hinter dem Helm erfahren möchte: Wir haben mit Hauptdarsteller Pablo Schreiber ein Interview zu Halo führen dürfen und befragen ihn zur Arbeit an der Serie und die Tücken einer Videospiel-Adaption.

Pablo Schreiber

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Halo – Staffel 1
Fazit
Lange in der Mache ist „Halo“ doch noch da. Der Auftakt ist solide, aber nicht wirklich besonders, weder inhaltlich noch inszenatorisch. Statt viel Action gibt es mehr persönliches Drama, wenn der Master Chief inmitten des Krieges gegen außerirdische Völker seine eigene Menschlichkeit wiederentdeckt.
Leserwertung176 Bewertungen
5.2
5
von 10