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Letztes Jahr musste das traditionsreiche Animationsfestival in Annecy noch aufs Virtuelle ausweichen, um seine neuesten Filme zeigen zu können. 2021 wird bereits wieder in die Kinos geladen. Für das internationale Publikum bedeutet das, dass es wieder in die kleine französische Stadt reisen muss. Aber zumindest für Fans animierter Welten lohnt sie Reise, denn die dürfen sich vom 14. bis 19. Juni 2021 darauf freuen, Werke aus aller Welt kennenzulernen, in den unterschiedlichsten Techniken. Die ganz großen Titel sind dieses Mal Fehlanzeige. Wo es in den vergangenen Jahren immer mal wieder Premieren kommender Blockbuster zu feiern gab, da muss man bei der neuen Ausgabe schon etwas länger suchen.

Ein paar der Titel liefen dabei schon auf anderen Festivals, darunter das meditative Experiment Archipel und das fantasievolle Abenteuer Cryptozoo. Neu ist beispielsweise Rotzbub, das Animationsdebüt des für diverse Komödien bekannten deutschen Regisseurs Marcus Rosenmüller. Auch La Traversée, ein auf Glas gemalter Film, ist unter deutscher Beteiligung entstanden. Auffällig ist jedoch, wie groß der Anteil asiatischer Werke dieses Jahr ist. Neben mehreren Filmen aus Japan und China sind beispielsweise Südkorea, Taiwan und die Philippinen vertreten. Und das sind nur ein paar Beispiele aus den beiden Spielfilmkategorien. Hinzu kommen wie immer mehrere Dutzend Kurzfilme, bei denen sich auch Nachwuchsfilmschaffende einem größeren Publikum präsentieren dürfen.

Neben dem eigentlichen Filmprogramm gibt es auch wieder ein paar andere Beschäftigungsfelder. In der Previewsektion dürfen Besucher und Besucherinnen Vorabeindrücke zu Space Jam 2 und Inu-Oh sammeln, dem neuen Film von Masaaki Yuasa. Dazu gibt es eine Ausstellung, Master Classes und Signierstunden. Mehr Infos und das vollständige Programm findet ihr auf www.annecy.org.

Unsere Rezensionen von Annecy 2021



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Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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