(„Terminator 2 – Judgment Day“ directed by James Cameron, 1991)

Ja, er ist wieder da, der Terminator (Arnold Schwarzenegger), mit einem neuen Auftrag im Gepäck. Seine Mission besteht darin, das Überleben des mittlerweile geborenen, jugendlichen John Connor (Edward Forlong) zu sichern. Er steht also diesmal auf der richtigen Seite.

Wieder einmal beginnt der Film mit der Ankunft zweier Zeitreisender, nun etwa im Jahre 1997. Zum einen ist es unser altbekannter Cyborg, zum anderen eine neue Art von Killermaschine, der T-1000 (Robert Patrick). Dieses Modell ist in diesem Falle der Jäger und ein wahrer Überlebenskünstler. Er besteht aus flüssigem Metall, ist somit in der Lage fast jede Form anzunehmen, bevorzugt jedoch Menschen und Stichwaffen. Nachdem der „alte“ Terminator, der T-800, John darüber aufgeklärt hat, was dieser in naher Zukunft für eine wichtige Rolle spielen wird, und was es mit den Terminatoren auf sich hat, befreien sie Johns Mutter aus einer Nervenheilanstalt. Niemand wollte Sarah Connors (Linda Hamilton) Geschichte über ihr vergangenes Erlebnis mit dem T-800 Glauben schenken, man erklärte sie somit für verrückt. Jetzt, da Familie Connor vereint ist, bleibt lediglich die Zerstörung der Firma Cyberdyne. Dessen Abteilungsleiter Miles Bennet Dyson (Joe Morton) wird für die Entwicklung des Skynet-Systems verantwortlich sein, dass die Maschinen im Krieg gegen die Menschen anführen wird. Sarah beschließt im Alleingang Dyson zu töten, um das grausame Schicksal der Menschheit abzuwenden. Doch als sie Dyson samt Familie gegenübersteht, bringt sie es nicht übers Herz. Stattdessen erklären ihm die drei, dass seine Forschung drei Milliarden Menschen auslöschen wird. Überzeugt von seinem gefährlichen Forschungserzeugnis, führt Miles Dyson selbst die Truppe an, um Cyberdyne vollständig zu vernichten, damit niemand seine Arbeit zurückverfolgen kann. Die Polizei bekommt Wind von dem Einbruch und umstellt das Forschungsgebäude. Doch der Terminator zeigt sich unbeeindruckt, denn Scheitern steht bei ihm nicht auf dem Programm. Mittlerweile ist auch der T-1000 wieder auf der richtigen Spur und so nimmt die Verfolgung ihren zerstörerischen Lauf. Der Schauplatz für das große Finale ist ein Stahlwerk, geradezu geeignet um dahinzuschmelzen.

James Cameron zeigt mit T2, dass es auch besser geht. Der Film zielt deutlich darauf ab, sich selbst nicht so ganz ernst zunehmen und das ist auch gut so. Den Zuschauer erwarten neben der großen Menge an Action, auch einige lustige Momente. Die Musik ist mittlerweile stimmig und durchweg akzeptabel. Arnold Schwarzenegger gewinnt bei seiner „neuen, alten“ Rolle erheblich an Sympathie, da er nun eben der guten Seite dient und humoristisch Angehauchtes von sich geben darf. Blutig genug ist der Film aber immer noch, so wie es sich für einen Film mit emotionslosen Maschinen eben gehört.

Fazit: Wesentlich mehr Action, aber auch mehr Effekte. Dem Film kommt dies nur zu Gute. Durch die nicht mehr ganz so strickte Ernsthaftigkeit, sowie der erhöhten Spannung gewinnt der zweite Teil bei mir einen Punkt im Vergleich zum Vorgänger. Aber keine Sorge, denn noch ein drittes Mal gilt: „I’ll be back!

Terminator 2 – Tag der Abrechnung
3.5 (70%) 2 Artikel bewerten

Terminator 2 - Tag der Abrechnung
9von 10

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Eine Antwort

  1. Parker

    Jugdement Day hat in mehrer Hinsicht Filmgeschichte geschrieben.
    Einerseits waren die Actionszenen „echt“ also nicht mit Computersequenzen überladen wie das heute der Fall ist. Man denke nur an die Szene in dem Abwasserkanal in der Arnie den jungen Connor mit dem Motorrad rettet.
    Anderseits war die Umsetzung des T-1000 animationstechnisch ein Schritt Richtung Zukunft und hat die Zuschauer begeistert. Wobei ich die schauspielerische Leistung von Robert Patrick noch genialer finde. Trotz der steifen Gesichtszüge (da kann Arnie nicht mit) strahlt er eine Art freudigen Eifer aus, seinen Auftrag auszuführen. Das hat die Fantasie vieler A.I.-Freaks beflügelt.

    Linda Hamliton spielt auch um Klassen besser als beim ersten Teil. Ich glaube kaum das es viele Frauen in Actionfilmen geben wird die so eine Rolle perfekter umsetzten können. Trinity in Matrix z.b. hat zwar auch Maßstäbe gesetzt, aber Sarah Connor ist eine Mutter die um ihren Sohn kämpft, und mit ihrem Fanatismus die Zukunft zu verändern eine bessere Kampfmaschine abgibt als Arnie. Denn der T-800 ist darauf progammiert auf die Befehle von John auszuführen.

    Zu guter letzt erzählt dieser Film von dem jungen, rebellischen John Connor. Edward Forlong ist die perfekte Betzung. Der T-800 nimmt eine Art Vaterrolle ein und das obwohl dieser eigentlich keine Emotionen zeigen kann (was ja auch menschlich ist). Hier den schmalen Grad zwischen Humor und Ernst zu schaffen ist Arnie meiner Meinung nach schon anzurechnen.

    Alles in Allem Unterhaltung bei der man nicht zu viel Denken muss, aber bei der schon sehr viel im Unterbewusstsein der Zuschauer erzeugt wird. Meiner Meinung nach DER Actionfilm der 90er.

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