
Mit Cthulhu: The Cosmic Abyss gibt es mal wieder einen weiteren Beitrag zu Horroradaptionen basierend auf den Werken von H.P. Lovecraft. Der Cthulhu Mythos, wenn man ihn schon so nennen kann, wird aufgegriffen und in einen futuristischen angehauchten Detektiv-Thriller umgemünzt.
Im Jahr 2053 beginnt die Geschichte des Protagonisten Noah mit einer Untersuchung eines überfluteten Hauses. Die Wissenschaftlerin, die hier forschte, hat sich seit Wochen schon nicht mehr gemeldet. Hier werden die Spieler:innen mit den Mechaniken des Spiels vertraut gemacht.
Eintauchen ist schwer
Sehr schnell bekommt man hier den frustrierendsten Teil des Spiels zu spüren: Die Steuerung. Die Steuerung von Cthulhu: The Cosmic Abyss ist sogar für erprobte Gamer:innen äußerst unintuitiv und stört einen gerade zu dabei, sich in die Welt von Lovecraft hineinziehen zu lassen.
Natürlich hat das auch damit zu tun, dass das Spiel sich neue Systeme einfallen hat lassen, um die Untersuchungen von Noha zu unterstützen. So wie etwa das Sonar, welches dabei hilft, nach Hinweisen zu suchen. Bis der Groschen, wie das Sonar tatsächlich funktioniert, einmal gefallen ist, vergeht eigentlich zu viel Zeit und bis es mal so weit ist, könnte das Spiel bereits einige Spieler:innen verloren haben. Wenn man es jedoch einmal geschafft hat sich mit der Steuerung und dem Sonar zu arrangieren und den Dreh nach einiger Zeit raus hat eröffnet sich eine Welt und ein Narrativ, die es wert sind erkundet zu werden.
Einfach Schwimmen, einfach Schwimmen
Nach dem Haus (und einer unfreiwilligen Reise in eine andere Dimension) wird Noah auf den Grund des Meeres geschickt, um eine archäologische Forschungsstation und das Verschwinden ihrer Crew zu untersuchen. Und für alle, die Lust auf Gruselatmosphäre in den Tiefen des Ozeans haben, beginnt hier der eigentliche Spaß.
In der Station gilt es, Aufzeichnungen zu finden, zu studieren und daraus Schlüsse zu ziehen, die Noah der verschwundenen Crew näherbringen. Ab hier ist das Spiel in verschiedene Untersuchungen untergliedert, die alle auf zwei verschiedene Arten gelöst werden können. Grob gesagt sorgt der eine Weg dafür, dass Noah seine Zurechnungsfähigkeit behält, während die andere ihn korrumpiert und in die Arme der kosmischen Gottheit Cthulhu treibt. Welchen Weg man gerade einschlägt, ist aber nicht immer offensichtlich und so könnte man Noha auch mal aus Versehen in den Wahnsinn treiben.
Einfach schwimmen lohnt sich hier als Mantra, da es bei einem ersten Playthrough vermutlich am meisten Spaß macht, einfach zu schauen was passiert. Wie die Untersuchungen gelöst werden, ist aber natürlich jeder/jedem selbst überlassen. Diese zwei diametralen Wege erhöhen auch den Wiederspielwert, da es interessant sein könnte zu sehen, wie sich Noahs Weg entwickelt, je nachdem, wie sehr man dem Ruf Cthulhus folgt.
Der Sog in die Tiefen
Nach einer gelungenen Untersuchung ist der Drang durchaus groß sich weiter in die Abgründe der Geschichte zu begeben, da sie durchaus fesselnd ist. Seien es technologische Wunder am Meeresgrund, uralte Tempel einer lang untergegangen Zivilisation oder Kreaturen, die einen das Fürchten lehren können. Cthulhu: The Cosmic Abyss schafft es in vielerlei Hinsicht, die Aufmerksamkeit der Spieler:innen zu halten, besonders wenn man sich zu später Stunde in vollkommener Dunkelheit hinabziehen lässt.
OT: „Cthulhu: The Cosmic Abyss“
Land: Frankreich
Jahr: 2026
Vorlage: H.P. Lovecraft
Publisher: NACON
Entwickler: Big Bad Wolf
System: PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC
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