Rippers Revenge
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Ripper’s Revenge

„Ripper’s Revenge“ // Deutschland-Start: 23. Februar 2024 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Ein Jahr ist vergangen, seitdem ein Jack the Ripper genannter Serienmörder in London sein Unwesen trieb und eine Reihe von Frauen ermordete. Obwohl der Killer nie geschnappt wurde und niemand weiß, wer er war, hat das Töten ein Ende genommen, sehr zur Erleichterung der Bevölkerung. Doch nicht alle sind glücklich über den Verlauf der Geschichte. So fehlt dem Journalisten Stubb (Chris Bell), der mit seinen Artikeln über Jack eine große Leserschaft hatte, ein Thema. Er kämpft sich mit kleineren Arbeiten durch, kaum genug, um sich und seine Freundin Iris (Rachel Warren) zu finanzieren, die als Prostituierte tätig ist. Da erreicht ihn ein neuer Brief des Killers, der eine neue Leiche ankündigt. Aber wie kann das sein, wenn es seinerzeit Stubb war, der die Briefe verfasste? Handelt es sich um einen Scherz? Wenn ja, dann handelt es sich um einen grausamen, ist die angekündigte Frauenleiche doch sehr real …

Ein unsterblicher Serienmörder

Serienmörder hat es im Laufe der Menschheitsgeschichte natürlich nicht gerade wenig gegeben. Einige von diesen wurden auch zu größeren Berühmtheiten, seien es Jeff Dahmer oder der Boston Strangler. Um keinen dürften sich aber ähnlich viele Legenden ranken wie Jack the Ripper, der in den 1880ern mindestens fünf Frauen getötet haben soll. Das liegt sicherlich auch daran, dass das Geheimnis nie gelüftet wurde. Bis heute weiß niemand, wer der Mörder war. Es steht ja nicht einmal wirklich fest, dass es ein einzelner Mörder war und nicht mehrere. Doch wo keine definitiven Antworten, da gibt es Potenzial, eigene zu geben. Das dachte sich auch Steve Lawson, der 2021 mit Ripper Untold eine ganz eigene Version der Geschichte präsentierte, bei der ein fiktiver Journalist eine wichtige Rolle spielte.

Doch damit hatte der Regisseur und Drehbuchautor offensichtlich nicht genug. Etwas überraschend lieferte er zwei Jahre später mit Ripper’s Revenge eine Fortsetzung seines Thrillers. Der nimmt direkt auf den ersten Teil Bezug, wenn der Journalist Stubb erneut dabei ist. Die übrigen Hauptfiguren lassen sich hingegen nicht blicken, weshalb da nicht so wahnsinnig viele Anknüpfungspunkte sind. Die Prostituierte Iris kommt neu hinzu und sorgt für jede Menge Reibungen. Schließlich drängt sie ihren Freund dazu, über die Geschichte zu berichten und damit Geld zu verdienen. Der moralische Aspekt und die Frage, ob man den Mörder durch Zeitungsartikel nicht noch weiter bestärkt, interessieren sie nicht sonderlich. Sie will davon profitieren, selbst wenn sie durch ihre Arbeit eigentlich selbst in Lebensgefahr schwebt.

Eine Frage der journalistischen Integrität

Damit kommt es zu einer Verschiebung der inhaltlichen Ausrichtung. Wo der erste Teil noch primär von der Mörderjagd handelte, geht es in Ripper’s Revenge maßgeblich auch um journalistische Integrität. Vergleichbar zu Civil War, das den Bürgerkrieg oft nur als Anlass nimmt, um die Arbeit der Medien zu hinterfragen, schiebt Lawson die Geschichte des Rippers zwischen in den Hintergrund. Irgendwie scheint es gar nicht mehr darum zu gehen. Das heißt aber nicht, dass nicht über die Identität spekuliert werden kann. Der Film ist damit schon eine Mischung aus Krimi und Thriller. Nur keine besonders spannende, wenn die meiste Zeit über geredet wird. Die diversen Einsätze des Rippers finden abseits der Kamera statt.

Insgesamt geschieht dann auch nicht so wahnsinnig viel in der britischen Produktion. Der Handlung wegen braucht man nicht einzuschalten, auch wenn Lawson sich später an einer Eskalation versucht. Gleiches gilt für die Geschichte, die zwar mit diversen Wendungen arbeitet, dabei aber nicht den großen Eindruck hinterlässt, der sicherlich beabsichtigt war. Ripper’s Revenge hat zwar Settings, die ein wenig für Stimmung sorgen. Aber das reicht nicht aus, um den ansonsten eher langweiligen Film nennenswert voranzubringen. Wäre da nicht die besagte Diskussion rund um den Journalismus, es gäbe keinen Grund, sich das anschauen zu wollen.

Credits

OT: „Ripper’s Revenge“
Land: UK
Jahr: 2023
Regie: Steve Lawson
Drehbuch: Steve Lawson
Kamera: Jon O’Neill
Besetzung: Chris Bell, Rachel Warren, Carl Wharton

Trailer

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Ripper’s Revenge
fazit
„Ripper’s Revenge“ setzt die Geschichte von „Ripper Untold“ fort, geht aber in eine etwas andere Richtung. Interessant sind die Passagen, die sich um das Thema journalistische Integrität drehen. Vom Rest sollte man nicht viel erwarten: Handlung gibt es praktisch keine, die diversen Wendungen sich auch nicht wirklich spannend.
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