The Witch The Other One
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The Witch: The Other One

„The Witch: The Other One“ // Deutschland-Start: 27. Januar 2023 (DVD/Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Nur mit Mühe ist es dem Mädchen (Sia Shin) gelungen, aus dem streng geheimen und schwer bewachten Labor zu entkommen. Doch was nun? Während sie durch den Wald irrt, macht sie die Bekanntschaft von Kyung-hee (Eun-bin Park), die sie mit nach Hause nimmt, wo sie gemeinsam mit ihrem Bruder Dae-gil (Yoo-bin Seong) lebt. Während die beiden alles dafür tun, um ihr zu helfen, sind die anderen ihr dicht auf den Fersen, nicht gewillt, das Mädchen einfach so aufzugeben. Aber auch Yong-doo (Goo Jin), ein lokaler Gangster, der den zwei Geschwistern schon länger das Leben zur Hölle macht, taucht immer wieder auf. Dabei muss nicht nur er feststellen, dass es sich bei dem Mädchen um keinen normalen Menschen handelt. Denn es verfügt über enorme Kräfte, die es in der Not einzusetzen bereit ist …

Dieselbe Geschichte nochmal

Manchmal dauert es etwas länger. Vier Jahre ist es inzwischen her, dass The Witch: Subversion das Publikum mit kräftiger Action erfreute. Im Mittelpunkt derselben stand zwar keine Hexe, wie der Titel impliziert, sondern „nur“ eine Frau, die mithilfe technologischer Mittel übernatürliche Kräfte freilegen konnte. Mehr als drei Millionen Menschen sahen den Film dennoch allein daheim in Südkorea, was gut genug war, um bereits nach kurzer Zeit einen zweiten Teil anzukündigen. Am Ende dauerte es dann aber doch ziemlich genau vier Jahre, bis es mit The Witch: The Other One Nachschub gab, was zumindest zum Teil mit der Corona-Pandemie zusammenhängt. Geschadet hat die Wartezeit der Popularität nicht. Der Nachfolger schaffte noch immer stolze 2,8 Millionen Besucher und Besucherinnen, was den Film zu einem der zehn erfolgreichsten im vergangenen Jahr in Südkorea machte.

Wer nach den vielen Jahren die Ereignisse des ersten Teils vergessen haben sollte und sich nun Sorgen macht, nicht mehr folgen zu können, kann beruhigt sein. Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. So ist nicht nur die Geschichte eigenständig, auch die Figuren wurden größtenteils ausgetauscht. So gibt es ein Wiedersehen mit der Wissenschaftlerin Dr. Baek (Min-su Jo), genauer die Zwillingsschwester. Das war es aber auch schon. Die Protagonistin ist völlig neu. Das Grundprinzip von The Witch: The Other One ist dabei nahezu identisch mit dem des Vorgängers. Erneut geht es damit los, dass eine junge Protagonistin aus dem geheimen Labor geflohen ist. Erneut wird sie später die dort erworbenen Spezialfähigkeiten einsetzen, um gegen unzählige Feinde zu bestehen.

Unterhaltsame Action

Sonderlich einfallsreich ist es natürlich nicht, das Szenario mehr oder weniger ein zweites Mal zu nehmen und nur die Hauptperson auszutauschen. Regisseur und Drehbuchautor Hoon-jung Park verfolgt da keine größeren erzählerischen Ambitionen. Das bedeutet aber nicht, dass The Witch: The Other One deswegen komplett geradlinig wäre. So sorgt das Zusammenspiel der verschiedenen Parteien – das Protagonistentrio, die Verfolger vom Labor und der Gangster – für jede Menge Dynamik. Außerdem wird das Geschehen vereinzelt durch Humor aufgelockert. So ist unsere Titelheldin völlig damit überfordert, wie ein normaler Mensch zu leben, was zu diversen Fish-out-of-Water-Situationen sorgt. Der Höhepunkt dieser humoristischen Passagen ist ein Ausflug in einen Supermarkt, bei dem sie sich an so ziemlich allem mal ausprobiert.

Aber letzten Endes dürften die meisten erneut wegen der Actionsequenzen einschalten. Die können sich durchaus sehen lassen, auch wenn sie nicht ganz so zahlreich sind, wie es wünschenswert gewesen wäre. Den Anspruch, dass da irgendwo auch mal etwas realistisch abläuft, sollte man dabei natürlich nicht haben. Wenn Superkräfte ins Spiel kommen, dann soll das schließlich möglichst überzogen sein. Das ist schon ganz unterhaltsam, The Witch: The Other One mag die bekannte Formel nicht neu angehen, weiß diese aber umzusetzen. Gerade das Ende ist furios, überraschend hart und kündigt mehr oder weniger bereits einen dritten Teil an, der dann die ersten beiden Filme wohl zu einem Abschluss führen wird.

Credits

OT: „Manyeo 2“
Land: Südkorea
Jahr: 2022
Regie: Hoon-jung Park
Drehbuch: Hoon-jung Park
Musik: Mowg
Kamera: Young-ho Kim
Besetzung: Sia Shin, Eun-bin Park, Eun-soo Seo, Goo Jin, Yoo-bin Seong, Min-su Jo

Bilder

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The Witch: The Other One
fazit
„The Witch: The Other One“ erzählt die Geschichte des erfolgreichen ersten Teils mehr oder weniger ein zweites Mal, wenn erneut eine junge Frau mit übernatürlichen Kräften aus einem Labor flieht. Aber es ist auch beim zweiten Mal unterhaltsam, wenn sich völlig überzogene Kämpfe und ein wenig Fish-out-of-Water-Humor abwechseln.
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von 10