After the Sunset
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After the Sunset

After the Sunset
„After the Sunset“ // Deutschland-Start: 15. Januar 2004 (Kino) // 22. April 2005 (DVD)

Inhalt / Kritik

Max (Pierce Brosnan) und Lola (Salma Hayek) sind nicht nur privat ein Paar, sondern arbeiten auch zusammen. Sie üben allerdings nicht unbedingt den alltäglichsten Beruf aus, sondern sind im Bereich der illegalen Entwendung wertvoller Diamanten tätig. Max geht es dabei weniger um den monetären Gewinn, als vielmehr um die Herausforderung an sich, allen Schutzmaßnahmen zu trotzen. Nach einem weiteren gelungenen Coup setzen sich die beiden in Paradise Island auf den Bahamas zur Ruhe. Mit dieser ist es jedoch vorbei, als nach einigen Monaten FBI-Agent Stan (Woody Harrelson) auf der Matte steht – ein alter Widersacher von Max, der genau weiß, dass dieser für mehrere Diebstähle verantwortlich ist, ihm aber nichts beweisen kann. Stan informiert seinen Kontrahenten darüber, dass sich an Bord eines bald anlegenden Kreuzfahrtschiffs ein Diamant befindet und sagt Max auf den Kopf zu, dass sich dieser nur deswegen hier aufhalte. Nachdem Max beteuert, im Ruhestand zu sein, und ihm darüber hinaus darlegt, wie er vorgehen würde, somit seinen Plan, da Stan ihn nun kennt, nicht mehr durchziehen könnte selbst wenn er wollte, tritt Henri (Don Cheadle) an ihn heran. Der nach außen hin als Menschenfreund agierende Geschäftsmann ist nichts weiter ein Krimineller, der Max dazu zwingt, den Diamanten für ihn zu beschaffen …

Prominenter Cast mit toller Chemie

Der Cast ist mit Abstand der größte Pluspunkt von After the Sunset. Pierce Brosnan und Woody Harrelson haben eine tolle Chemie miteinander, Pierce Brosnan und Salma Hayek haben eine tolle Chemie miteinander – und Pierce Brosnan, Woody Harrelson und Salma Hayek haben eine tolle Chemie miteinander. Da der Großteil des Films aus Szenen besteht, die eine dieser Schauspielerkonstellationen beinhalten, ist After the Sunset schon allein deshalb ziemlich anschaubar. Naomie Harris unterstützt das Ensemble als lokale Polizistin und darf ihre eigenen Momente haben, während Don Cheadle als Gangsterboss, welcher den wertvollen Diamanten in seine Finger bekommen möchte, zwar ebenfalls eine gute Figur abgibt, aber in seinen kurzen Auftritten den Eindruck erweckt, etwas unterfordert zu sein.

Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den drei Protagonisten, deren Zusammenspiel so natürlich wirkt, dass Regisseur Brett Ratner (Rush Hour) anscheinend nicht viel zu tun hatte und sich über einen entspannten Dreh freuen konnte. Während Max Stan bisher immer einen Schritt voraus gewesen war, hat Letzterer mittlerweile seine Hausaufgaben gemacht, weshalb sich beim diesmaligen Aufeinandertreffen kein Katz-und-Maus-, sondern eher ein Katz-und-Katz-Spiel zwischen den beiden entwickelt.

Zurückhaltender Humor, schöne Urlaubsbilder

After the Sunset fängt zwar als Heistfilm an und behält diesen Unterton auch bis zum Ende bei, geriert sich ab dem zweiten Akt aber doch immer wieder auch als Komödie. Auf die ganz großen Lacher ist der Streifen dabei allerdings gar nicht aus, die meisten Witze sind recht leise und geschehen en passant, begleiten die Szene eher, als sie auszumachen. Das ist für eine reine Komödie vielleicht etwas zu wenig, dafür aber recht charmant. Die Gags als solche lenken zwar nie von der Handlung ab, entschädigen in Kombination mit dem spielfreudigen Cast aber dennoch für ihre Vorhersehbarkeit. After the Sunset führt den Zuschauer durch ausgetretene Pfade, stellt ihm mit den erwähnten Aspekten jedoch einen Tourguide zur Seite, welcher den Trip einigermaßen unterhaltsam gestaltet.

Ein bisschen ist After the Sunset auch wie Urlaub. Fast der gesamte Film spielt auf den Bahamas und Kameramann Dante Spinotti gestaltet seine Bilder dementsprechend; fängt die Szenerie so ein, dass sich ein Gefühl der Sorgenfreiheit beim Zuschauer entwickeln kann, während er sich von der Handlung mittreiben lässt. Das hilft auch gut dabei, diese nicht weiter zu hinterfragen, sondern einfach abzuschalten und sich berieseln zu lassen. Gerade in Zeiten, in welchen das Reisen nicht mehr so ohne Weiteres möglich und mit vielen neuen Problemen verbunden ist, bietet sich After the Sunset als attraktive Alternative für einen regnerischen Nachmittag an. Die bereits angesprochene Vorhersehbarkeit rührt vor allem daher, dass der Streifen generell nicht sonderlich aus der Masse der Heistfilme hervorsticht und verglichen damit im Gegenteil eher ein wenig zurückbleibt, was auch daran liegt, dass er manchmal eben mehr Komödie sein möchte. Einen bahnbrechenden Plot zu präsentieren war hier jedoch gar nicht das Ziel, der Film weiß was er ist und hat Spaß damit. Dabei ist er sich auch seiner Vorbilder bewusst, lässt seine Protagonisten sogar Über den Dächern von Nizza von Alfred Hitchcock referenzieren.

Credits

OT: „After the Sunset“
Land: USA
Jahr: 2004
Regie: Brett Ratner
Drehbuch: Paul Zbyszewski, Craig Rosenberg
Musik: Lalo Schifrin
Kamera: Dante Spinotti
Besetzung: Pierce Brosnan, Salma Hayek, Woody Harrelson, Don Cheadle, Naomie Harris

Bilder

Trailer

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After the Sunset
fazit
„After the Sunset“ ist eine Art Heistkomödie, deren Witze zwar nie aufdringlich sind, die aber manchmal die Balance zwischen den beiden Genres nicht ganz halten kann. Für einen regnerischen Nachmittag ist der Film dank seines spielfreudigen Casts und dem exotischen Setting allerdings bestens geeignet.
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