Carrie 2026 Amazon Prime Video Streamen online Video on Demand
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Carrie (2026) – Staffel 1

Carrie 2026 Amazon Prime Video Streamen online Video on Demand
„Carrie“ // Deutschland-Start: 7. Oktober 2026 (Amazon Prime Video)

Inhalt / Kritik

Mit der Außenwelt hatte Carrie White (Summer H. Howell) nie viel zu tun, dafür sorgte immer ihre fürsorgliche und sehr bestimmte Mutter Margaret (Samantha Sloyan). Doch nach dem Tod des Vaters ändert sich das. Denn während Margaret nun arbeiten gehen muss, um die Familie zu versorgen, wird Carrie ganz regulär eine Schule besuchen. Das stellt sich jedoch bald als schwierig heraus, denn der Neuankömmling passt nirgends hinein. So findet sie nicht nur keinen Anschluss. Angeführt von Christine „Chris“ Hargensen (Alison Thornton) nehmen sie zudem mehrere Schülerinnen unter Beschuss. Vor allem ihre erste Menstruation, mit der Carrie völlig überfordert ist, wird zu einer Demütigung für die Jugendliche. Doch das ist nur der Anfang. Die Lage eskaliert immer weiter, vor allem als hässliche Gerüchte die Runde machen …

Neuauflage des Horror-Klassikers

Stephen King gehört nicht nur zu den meist verfilmten Autoren, seit bald fünfzig Jahren kommen jedes Jahr neue Filme und Serien heraus, die auf einem seiner Werke basieren oder davon inspiriert sind. Bemerkenswert ist auch, wie manche dieser Werke wieder und wieder adaptiert werden. Ein Beispiel hierfür ist der 1974 veröffentlichte Roman Carrie. Dieser bildete zwei Jahre später die Grundlage für den Klassiker Carrie – Des Satans jüngste Tochter, die erste King-Verfilmung überhaupt. 2013 kam die prominent besetzte Neuverfilmung Carrie. Schon 2002 gab es mit Carrie einen TV-Film, der die Geschichte neu erzählte und abwandelte, um eine Fortsetzung zu ermöglichen. Tatsächlich war eine Serie geplant, welche von der Zeit nach den Ereignissen des Romans erzählen sollte. Dazu kam es aber nie. Stattdessen gibt es jetzt dank Amazon Prime Video eine andere Serie, die wieder die Hauptgeschichte erzählt.

Manche werden sich an der Stelle zurecht fragen: Braucht es das wirklich? Nicht nur, dass es nicht so wahnsinnig spannend ist, dieselben Geschichten wieder und wieder zu sehen. Aus einem Roman eine ganze Serie zu machen, das ist schon vermessen. Andererseits handelt es sich um das neueste Werk von Mike Flanagan. Der hat nicht nur mehrere Bücher von King adaptiert, zuletzt das wundervolle The Life of Chuck. Bekannt wurde er zudem durch mehrere Serien, die Romanklassiker aus dem Horrorgenre ganz neu interpretierten. Und das tut er dann auch in Carrie. Wobei die Serie eine weniger radikale Abwandlung ist, als es etwa Spuk in Hill House und Der Untergang des Hauses Usher waren. So behält er die Haupthandlung bei, er erweitert sie aber an mehreren Stellen. Beispielsweise gibt es eine komplett neue Nebenhandlung, bei der es um soziale Medien geht und wie diese heutzutage genutzt werden können, um andere Menschen zu quälen.

Nur der Anfang einer größeren Geschichte

Damit einher geht auch eine Genreverschiebung. Während man das Original schon noch als Horror bezeichnen kann, passt das hier nur noch bedingt. Flanagan nutzte schon bei seinen früheren Serien die Horrorszenarien, um daraus Dramen zu machen. Oft ging es dabei um dysfunktionale Familien. Da wundert es nicht wirklich, dass dieser Aspekt in Carrie wieder aufgegriffen wird. Dass Mutter und Tochter eine kaputte Beziehung haben, ist klar, das war früher schon so. Bei der Neufassung wurden auch die Familiengeschichten der anderen Schülerinnen erweitert. Selbst bei der Lehrerschaft wurde einiges hinzuerfunden. Das funktioniert alles wieder gut, auch wenn es bedeutet, das Tempo rauszunehmen. Die besonderen Kräfte der Titelfigur spielen über weite Strecken überhaupt keine Rolle.

In einer möglichen Fortsetzung wird das vermutlich anders sein. Wie die oben genannte TV-Fassung ist das hier darauf ausgelegt, dass die Geschichte nach dem ikonischen Inferno beim Abschlussball weitergeht. Zu dem Zweck streut der Film schon früh Hinweise, dass das alles größer ist und es nicht allein um die Titelfigur geht. Für manche könnte das ein Sakrileg sein, wie dieses so bittere Einzelschicksal in einen größeren Kontext gebettet wird. Ob diese Idee gut oder schlecht ist, wird sich jedoch erst anhand einer möglichen zweiten Staffel beurteilen lassen können, Flanagan beschränkt sich auf ein paar erste Schritte. Sollte es keine Fortsetzung geben, wäre es um das offene Ende schade. Doch auch für sich genommen ist Carrie sehenswert geworden. Die Geschichte funktioniert heute so gut wie damals, schauspielerisch ist das auch stark, wenn Mitleid und Abscheu eng beieinander liegen und man gar nicht so genau sagen kann, wer hier eigentlich das Monster ist.

Credits

OT: „Carrie“
Land: USA
Jahr: 2026
Regie: Mike Flanagan, Kate Siegel, Axelle Carolyn, Kyra Sedgwick, Hiromi Kamata
Drehbuch: Mike Flanagan, Elizabeth Padden, Justina Ireland, Dani Parker, Elan Gale, Alexandra Magistro, Rebecca Klingel, Jamie Flanagan
Idee: Mike Flanagan
Vorlage: Stephen King
Musik: The Newton Brothers
Kamera: Michael Fimognari, Maria Rusche, Michael Wale
Besetzung: Summer H. Howell, Samantha Sloyan, Siena Agudong, Alison Thornton, Joel Oulette, Josie Tota, Arthur Conti, Thalia Dudek, Amber Midthunder, Matthew Lillard, Michael Trucco, Kate Siegel

Bilder

Trailer

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Carrie (2026) – Staffel 1
fazit
„Carrie“ erzählt die Geschichte um eine gemobbte Schülerin, die besondere Kräfte in sich entdeckt, noch einmal neu. Der Fokus verschiebt sich wie bei anderen Serien von Mike Flanagan in Richtung Drama, auch weil es noch mehr um die Figuren geht. Das ist sehenswert und stark gespielt, legt zudem den Grundstein für eine noch größere Geschichte, bei der nicht abzusehen ist, wohin sie genau gehen wird.
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