Blackbird TV Fernsehen Das Erste ARD Streamen online Mediathek Video on Demand DVD kaufen
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Blackbird (2026)

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„Blackbird“ // Deutschland-Start: 30. September 2026 (Das Erste)

Inhalt / Kritik

Dieser Auftrag geht Morten Schumacher (Bjarne Mädel) richtig nahe: Er soll den Zehnmeterturm eines verwitterten Freibads abreißen, einen Ort, mit dem er sehr viele Erinnerungen verbindet. Und so denkt er zurück an den Sommer 1979, als sich alles für ihn änderte. So musste der 15-jährige Morten, genannt Motte (Timothy Scannell), damals erfahren, dass seine Eltern (Aenne Schwarz und Sebastian Freigang) sich scheiden lassen. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, erkrankt sein bester Freund Bogi (Albert Lichtenstern) schwer und kämpft nun um sein Leben. Aber da ist auch ein Lichtblick: Jacqueline Schmiedebach (Nelly Hoffmann). Denn sie wird seine erste große Liebe sein und das Gefühlschaos komplett machen …

Schöne Romanadaption

Eigentlich kennt man Matthias Brandt ja als Schauspieler. Zuletzt war der Deutsche in Eine Nacht in Bangkok zu sehen, wo er als Vater dafür kämpft, seine wegen Einbruch angeklagte Tochter freizukriegen, während er sich wohl oder übel mit seiner Ex-Frau arrangieren muss. Letztes Jahr spielte er in Miroirs No. 3 mit, damals ging es um eine junge Frau, die nach einem Autounfall auf eine traumatisierte Familie trifft. Neben dieser darstellerischen Arbeit ist er aber auch immer mal wieder als Autor tätig. So erschien 2019 sein Roman Blackbird, der jetzt als ARD-Produktion fürs Fernsehen adaptiert wurde. Und das ist nicht nur für ihn eine gute Nachricht. Das Publikum darf sich hier auf einen der schönsten TV-Filme freuen, die in den letzten Monaten zu sehen war.

Aushängeschild des Films ist dabei die Fernseh-Allzweckwaffe Bjarne Mädel, den man eher aus komödiantischen Stoffen kennt, der aber durchaus immer mal wieder aber auch in Dramen überzeugt. In Blackbird bekommt er aber nicht ganz so viel Gelegenheit dazu. Seine Rolle beschränkt sich auf die des Erzählers, während Morten in Erinnerungen schwelgt. Bei solchen Voice-overs kann man sich oft darüber streiten, ob es sie nun unbedingt braucht oder nicht. So fügt der Protagonist auf diese Weise zwar Beurteilungen hinzu, die sich auch mit zeitlichem Abstand entwickelt haben. Als Ergänzung ist das in Ordnung, richtig viel hinzuzufügen hat der Film dadurch aber nicht. Die Handlung ist eindeutig auf die jüngere Version ausgerichtet, ihn sehen wir zu einem Großteil.

Angenehm zurückhaltend

Brandt erzählt dabei keine übermäßig originelle Geschichte. Das muss er aber auch gar nicht, wenn er Themen anspricht, mit denen sich viele werden identifizieren können. Sowohl die erste Liebe, die naturgemäß gleichermaßen schön wie verwirrend sein kann, als auch die Sache mit den sich trennenden Eltern holen das Publikum souverän ab. Aus dem Rahmen fällt bei Blackbird der Strang um den schwerkranken Freund. Dieser verleiht dem Film eine zusätzliche Schwere, wenn sich Motte viel zu jung mit dem Thema Tod auseinandersetzen muss. So etwas kann schnell kitschig werden, gerade auch bei einem deutschen Fernsehfilm. Regisseur Max Zähle, sonst eher im Krimigenre unterwegs, findet hier aber den richtigen Ton. Allgemein ist der Film angenehm zurückhaltend umgesetzt.

Das Coming-of-Age-Drama, das 2026 auf dem Filmfest München Premiere feierte, gefällt aber auch durch das Zeitkolorit. Sicher, hin und wieder nimmt das mit der Musik etwas überhand, da wird es schon etwas plakativer. Insgesamt gelingt es Blackbird aber gut, einen auf eine Reise in die Vergangenheit mitzunehmen, uns daran teilhaben zu lassen, wie es war, in den späten 1970ern aufzuwachsen, in einer Mischung aus Aufbruchstimmung und Nostalgie. Hauptdarsteller Timothy Scannell (Mein Lotta-Leben: Alles Tschaka mit Alpaka!) ist dabei eine echte Entdeckung und macht seine Figur zu einem Sympathieträger und einer Identifikationsfigur. Auch wenn hier über weite Strecken nichts erzählt wird, was man nicht schon von anderen kennt, das Ergebnis spricht für sich.

Credits

OT: „Blackbird“
Land: Deutschland
Jahr: 2026
Regie: Max Zähle
Drehbuch: David Ungureit
Vorlage: Matthias Brandt
Musik: Florian Tessloff
Kamera: Frank Küpper
Besetzung: Timothy Scannell, Bjarne Mädel, Sebastian Freigang, Aenne Schwarz, Albert Lichtenstern, Angelina Häntsch, Lasse Myhr

Bilder

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Blackbird (2026)
fazit
„Blackbird“ nimmt uns mit in die späten 1970er und erzählt von den Höhen und Tiefen im Leben eines Jugendlichen. Die Romanadaption erzählt bis auf den Strang um den schwerkranken besten Freund zwar nichts, was man nicht von anderen Filmen kennt. Aber die Umsetzung überzeugt, das Ergebnis ist ein Coming-of-Age-Drama zwischen Aufbruchsstimmung und Nostalgie.
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