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© ZDF/Michael Marhoffer

Die Chefin: All In

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„Die Chefin: All In“ // Deutschland-Start: 29. Dezember 2023 (ZDF)

Inhalt / kritik

Als die Leiche des jungen Schreinermeisters Linus Köhler gefunden wird, bricht für die Familie die Welt zusammen. Wer könnte ihn nur erschossen haben? Und aus welchem Grund? Vera Lanz (Katharina Böhm), Korbinian Kirchner (Jonathan Hutter) und Paul Böhmer (Jürgen Tonkel) gehen der Sache nach. Dabei nehmen sie sowohl sein berufliches Umfeld unter die Lupe wie auch das Restaurant, das von der Familie seiner Freundin Giulia Bernardi (Elisabeth Kanettis) betrieben wird. Aber auch Anton Köhler (Oliver Nägele) könnte damit zu tun haben, der demenzkranke Großvater des Verstorbenen, der zu Aggressionen neigt und zur Tatzeit in der Nähe des Tatorts gewesen sein soll. Hat er ihn womöglich getötet, ohne es zu wissen? Und dann ist da noch eine Spur, die sich plötzlich dem Polizeitrio bietet …

Eine Folge voll falscher Fährten

Und weiter geht es mit dem ZDF-Dauerbrenner Die Chefin. Vier Folgen wurden bereits aus der aktuellen 14. Staffel ausgestrahlt. Kurz bevor das Jahr vorbei ist, gibt es noch einem fünften Fall, mit dem sich die Kommissarin und ihr Team herumplagen müssen. Die Geschichte von All In beginnt dabei ähnlich zu der von Die Konsequenz vergangene Woche. In beiden Fällen geht es damit los, dass ein Mann an einem abgelegenen Ort erschossen aufgefunden wird, bei dem niemand sagen kann, warum er überhaupt dort war. Im Anschluss geht es zur Familie, die aus allen Wolken fällt, sich das alles nicht erklären kann. Ungewöhnlich ist jedoch, dass eines der Familienmitglieder, genauer der Opa, komplett die Beherrschung verliert, Böhmer angreift und sich damit selbst zu einem Verdächtigen macht.

Zu dem Zeitpunkt meint man noch, dass diese besagte Erkrankung eventuell eine größere Rolle in der Folge spielt. Als Thema ist das durchaus interessant, wenn der potenzielle Täter sich an nichts erinnern kann. Auch die Frage nach einer Schuld oder wie man damit umgeht, hätte spannend werden können. Stattdessen scheint man bei Die Chefin: All In den Titel wörtlich genommen zu haben und wirklich alles in die Geschichte gepackt zu haben, was Drehbuchautor Andreas Linke (Marie Brand und die falsche Wahrheit) so eingefallen ist. Da geht es mal um das Thema Nachhaltigkeit und Greenwashing. Wir erhalten Einblick in die Nöte der Gastronomie. Es gibt Verbindungen zur organisierten Kriminalität. Außerdem spielt – der Titel nimmt es vorweg – Glücksspiel eine größere Rolle.

Willkürlich und überzogen

Auf der einen Seite ist es beachtlich, wie viel hier so hineingestopft wurde. Schließlich ist die Folge wie immer lediglich 58 Minuten lang. Das ist nicht viel. Es führt aber eben auch dazu, dass das alles ziemlich willkürlich ist, so als sei die Kombination das Ergebnis eines Bingospiels gewesen, bei dem zufällig irgendwelche Zahlen gezogen werden. Wer gerne selbst rätselt, hat da nur wenig Chancen. Hinzu kommt, dass man gegen Ende hin schon gern dicker aufträgt. Da weiß man beim Anschauen gar nicht, ob das jetzt ernst gemeint ist oder nicht. Immerhin, langweilig wird es einem bei Die Chefin: All In nicht. Gesehen haben muss man die Episode dennoch nicht, die wie schon die vorangegangenen nur mäßig ist. Da hilft auch der gelegentliche Versuch witzig zu sein nicht wirklich weiter.

Credits

OT: „Die Chefin: All In“
Land: Deutschland
Jahr: 2023
Regie: Michael Schneider
Drehbuch: Andreas Linke
Musik: Thomas Osterhoff
Kamera: Andreas Zickgraf
Besetzung: Katharina Böhm, Jonathan Hutter, Jürgen Tonkel, Barbara Philipp, Dorothee Hartinger, David Brizzi, Elisabeth Kanettis, Oliver Nägele, Michele Cuciuffo

Bilder

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fazit
„Die Chefin: All In“ beginnt mit einem mysteriösen Mord, bevor nach dem Zufallsprinzip die unterschiedlichsten Themen zusammengeworfen werden. Langweilig ist das Ergebnis zwar nicht, gut ist die Krimifolge aber auch nicht.
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