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Kommissar Beck: Tödliche Falle

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„Kommissar Beck: Tödliche Falle“ // Deutschland-Start: 10. September 2023 (ZDF)

Inhalt / Kritik

Vilhelm Beck (Valter Skarsgård) ist fest entschlossen, in die Fußstapfen seines Großvaters Martin Beck (Peter Haber) zu treten und wie dieser Polizist zu werden. Doch noch während seiner Ausbildung bekommt er zu spüren, was dies bedeutet. Denn als der Auszubildende und seine ältere Kollegin Trine (Maria Sundbom Lörelius) zu einem Haus fahren, in dem eingebrochen worden sein soll, finden sie dort die Leiche des 17-jährigen Samir. War er nur zur falschen Zeit am falschen Ort oder hatte es jemand gezielt auf ihn abgesehen? Als die Polizei den Fall vertieft, entdeckt sie teure Turnschuhe und Designerkleidung, die sich der Verstorbene eigentlich gar nicht leisten konnte. Alexandra Beijer (Jennie Silfverhjelm) und Josef Eriksson (Martin Wallström) gehen der Sache nach und haben es bald mit einer weiteren Leiche zu tun …

Neue Staffel des Krimi-Klassikers

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert schlüpft Peter Haber inzwischen schon in die Rolle des berühmten Kommissar Beck. Und auch wenn es zwischendurch immer mal wieder größere Lücken gab, teilweise Jahre zwischen den einzelnen Staffeln lagen, ist er doch eine feste Institution der Krimilandschaft. Aber auch eine solche wird irgendwann einmal ihr Ende finden. Zumindest hat man den Eindruck, dass so langsam an einem Generationswechsel gearbeitet wird. Nicht nur, dass in den Fällen praktisch immer die jungen Kollegen und Kolleginnen die Laufarbeit übernehmen, während der Titelheld zur grauen Eminenz am Schreibtisch wird. Mit Vilhelm Beck, Enkel der Ikone, will ein Nachfahre das Erbe antreten. Tödliche Falle, die erste von vier Folgen der aktuellen neunten Staffel, gibt ihm bereits ein paar Schlüsselszenen, die auf mehr hoffen lassen.

Das größere Problem bei den letzten Filmen war aber ohnehin nicht die Besetzung. Vielmehr haperte es am Inhalt:  Ob der Bandenkrieg in Ein neues Leben, der Doppelmord in Rage Room oder auch die Geiselnahme in 58 Minutes, nichts davon überzeugte. Die betroffene Polizei, Abschluss von Staffel 8, war etwas besser. Und auch Tödliche Falle, der 47. Film der im ZDF ausgestrahlten Krimireihe, ist letztendlich solide geworden. So gibt es zu Beginn eine Leiche und viele offene Fragen. Wie beim klassischen Whodunnit üblich werden mehrere Spuren verfolgt und Verdächtige abgeklappert. Ein wirkliches Motiv lässt aber auf sich warten. Stattdessen kommen weitere rätselhafte Entdeckungen hinzu. Wer sollte es auf die jungen Menschen abgesehen haben? Und aus welchem Grund?

Trostlos und abgründig

Die Auflösung gibt es bei Kommissar Beck: Tödliche Falle traditionell erst ganz zum Schluss. Über die Glaubwürdigkeit kann man sich dabei mal wieder streiten, so ganz plausibel ist das hier alles nicht. Das sollte es aber wahrscheinlich auch gar nicht sein. Vielmehr legte Drehbuchautor Peter Arrhenius (Mama Muh und die große weite Welt) größeren Wert auf die Tragik der Geschichte. Hier gibt es mehr als eine Person, die Schuld auf sich geladen hat. Aktionen haben Reaktionen zur Folge, die das Leben einer ganzen Reihe von Menschen zerstört. Ein gutes Ende kann es hier gar nicht geben. Man kann allenfalls versuchen, ein noch größeres Übel zu verhindern.

Passend dazu wir hier mit sehr gedeckten Farben gearbeitet. Selbst der Wald, den wir irgendwann betreten, hat etwas Trostloses. Inhaltlich geht es sowieso tief in die Abgründe, wenn sich später herausstellt, was das eigentliche Thema ist. Zum Rätseln ist das dann zwar nur bedingt zu gebrauchen. Und auch die Spannung hält sich in Grenzen, sieht man einmal von dem Endspurt ab, bei dem sich alles noch einmal richtig zuspitzen darf. Aber es wird zumindest mehr geboten als bei Tatort: Erbarmen. Zu spät. am selben Abend, das sich ebenfalls stark auf die Atmosphäre stützt. So kunstvoll wie dort wird es hier nicht. Dafür darf man sich besonders erschlagen fühlen nach den anderthalb Stunden.

Credits

OT: „Beck: Dödsfällan“
Land: Schweden, Deutschland
Jahr: 2022
Regie: Niklas Ohlson
Drehbuch: Peter Arrhenius
Vorlage: Maj Sjöwall, Per Wahlöö
Musik: Adam Nordén
Kamera: Mats Axby
Besetzung: Peter Haber, Jennie Silfverhjelm, Måns Nathanaelson, Martin Wallström, Anna Asp, Jonas Karlsson, Ingvar Hirdwall, Elmira Arikan, Sigrid Johnson, Einar-Hugo Strömberg, Valter Skarsgård

Bilder

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Kommissar Beck: Tödliche Falle
fazit
Mit „Kommissar Beck: Tödliche Falle“ beginnt die neunte Staffel des Krimiklassikers stimmungsvoll. Der Film startet mysteriös mit einer Leiche, die Fragen aufwirft. Später wird es umso trostloser, abgründiger und tragischer, wenn klar wird, was die Kettenreaktion tödlicher Ereignisse ausgelöst hat.
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