The Death Cure Maze Runner Die Auserwählten in der Todeszone
© 20th Century Fox

Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone

Maze Runner 3 DVD
„Maze Runner: The Death Cure“ // Deutschland-Start: 1. Februar 2018 (Kino) // 7. Juni 2018 (DVD/Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Viele Monate sind vergangen, seit sich Thomas (Dylan O’Brien), Newt (Thomas Brodie-Sangster) und Frypan (Dexter Darden) der Widerstandsgruppe „Rechter Arm“ angeschlossen haben, die gegen die WCKD kämpft und deren Experimente um die Forschung nach einem Gegenmittel zum Brandvirus zu finden, welches bereits einen großen Teil der Menschheit dahingerafft hat. Nach der Entführung ihres Freundes Minho (Ki Hong Lee) versuchen sie alles, um diesen wiederzufinden. Durch Jorge (Giancarlo Esposito) erhalten sie den Hinweis, dass er sich vermutlich in der „Letzten Stadt“ befinde, einer letzten Zufluchtsstätte der Menschen und damit einer Hochburg des WCKD. Da ihnen der „Rechte Arm“ aufgrund des Risikos dort einzudringen jegliche Unterstützung verweigert, sieht sich Thomas gezwungen, auf eigene Faust die gefährliche Reise anzutreten, ohne zu wissen, ob er seinen Freund noch lebend vorfinden wird oder ob er selbst diese Mission überleben wird. Zusammen mit seinen Freunden macht er sich auf den Weg zur Stadt, wo eine alte Bekannte, Teresa (Kaya Scodelario) ihre Forschungen unter der Leitung von Professor Ava Paige (Patricia Clarkson) durchführt. Parallel führt Janson (Aidan Gillen) eine gnadenlose Suche nach jenen letzten Fraktionen des Widerstandes durch, wobei er die Gruppe um Thomas ganz besonders im Visier hat.

Der Abschluss einer Trilogie

Entgegen dem Trend, den die Hunger Games– wie auch die Twilight-Reihe bereits vorgemacht hatte, machte Regisseur Wes Ball von Anfang an deutlich, man werde den Abschluss der Maze Runner-Filme nicht in zwei Filme teilen, was von Fans durchaus positiv aufgenommen wurde. Nach drei Jahren Wartezeit zwischen diesem  Film und Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste, wollte man wohl die Fans der Romane von James Dashner wohl auch nicht mehr allzu lange warten lassen und erst recht nicht, die Romanhandlung noch künstlich strecken, was bei den bereits genannten Beispielen durchaus nicht zur Qualität des Filmes beigetragen hat. Das Ergebnis bietet für Fans der Vorlage und der vorherigen Filme eine durchaus zufriedenstellende Auflösung, ist aber weit davon entfernt, an den ersten Teil qualitativ anzuknüpfen.

Bekanntlich ist das Science-Fiction-Genre sehr dankbar, um einen sozialkritischen Kommentar mit eindrucksvollen Bildern zu verknüpfen. Verbunden mit den jugendlichen Protagonisten der Maze Runner-Reihe, wie auch denen der Hunger Games oder der Divergent-Reihe, ergeben sich darüber hinaus noch Themen wie Unabhängigkeit, Verantwortung und Akzeptanz, neben einer Abgrenzung von der Hauptfiguren zu denen „da oben“, meist porträtiert von namhaften Darstellern, in diesem Falle Patricia Clarkson und Aidan Gillen. Im dritten Teil komplettiert sich jener Abnabelungsprozess hin zu einer möglichen neuen Gesellschaft, liegt die alte doch in den letzten Atemzügen, was die mittlerweile für das Genre typischen post-apokalyptische Landschaft mehr als einmal betont. Als logischer Abschluss der Geschichte um die Überlenden des Labyrinths mag dies genügen, betritt aber ästhetisch wie auch narrativ, wenn man einmal von dem urbanen Setting in der zweiten Hälfte absieht, kein Neuland. Der Fokus liegt eher auf dem Auflösen oder Schließen von Handlungspunkten, die man bereits seit den letzten beiden Teilen verfolgt.

Das Überleben der Spezies

Um das Bild zu komplettieren, bekommt man als Zuschauer zudem jene üblichen Themen serviert, die für das Genre mittlerweile stereotypisch geworden sind. Dialoge, die sich um das Überleben der Spezies drehen, um das Überleben des Stärkeren sowie die darauf folgenden Machtkämpfe sind nur Fußnoten einer insgesamt viel zu vollgestopften Handlung. Anstatt diese abzuschließen, werden noch mehr Ideen geliefert, von denen allerdings nicht viele durchdacht sind. Das ist etwas dürftig, vor allem, wenn man bedenkt, mit welchem Talent das Ensemble ausgestattet ist. Schauspieler wie Barry Pepper, Giancarlo Esposito oder gar Patricia Clarkson werden abgehandelt, ihre Figuren machen keinerlei Entwicklung durch – was konsequent ist in einer Handlung, die ohnehin viel zu vollgepackt ist.

Von den Actionszenen her, vor allem der Beginn und das Finale, gibt es im dritten Maze Runner-Film zumindest in dieser Hinsicht noch einige Schauwerte, welche über die viel zu lange Laufzeit von über zwei Stunden etwas hinwegtrösten.

Credits

OT: „Maze Runner: The Death Cure“
Land: USA
Jahr: 2018
Regie: Wes Ball
Drehbuch: T. S. Nowlin
Musik: John Paesano
Kamera: Gyula Pados
Besetzung: Dylan O’Brien, Kaya Scodelario, Ki Hong Lee, Thomas Brodie-Sangster, Rosa Salazar, Dexter Darden, Will Poulter, Giancarlo Esposito, Patricia Clarkson, Aidan Gillen, Barry Pepper

Bilder

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Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone
Fazit
"Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone" ist ein solider Abschluss der Filmreihe, der nicht viel Neues bietet. Wes Balls Film nimmt sich allzu viel vor, wirkt dadurch vollgestopft und unnötig in die Länge gezogen, und von dem süßlich-naiven Schlussakkord sollte man am besten gar nicht erst reden.
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