Selbst wer sich als einigermaßen firm in der aktuellen Filmlandschaft wähnt, dürfte an seine Grenzen stoßen, wenn es um das afrikanische Kino geht. Aus gutem Grund. Während europäische und US-amerikanische Produktionen unser hiesiges Angebot dominieren, auch Werke aus Lateinamerika, Asien und Australien immer mal wieder den Weg bis zu uns schaffen, ist Afrika so etwas wie der vergessene Kontinent. Selbst auf grundsätzlich kosmopolitisch angelegten Filmfesten ist er meist stark unterrepräsentiert. Eine große Ausnahme ist Afrikamera, das einmal im Jahr das Publikum Berlins mitnimmt auf eine weite und spannende Reise in den Süden.

Los geht es mit der nunmehr 12. Ausgabe am 7. November 2019 mit der Komödie Ketke über ein Paar, das sich in den 1980ern auf eine unfreiwillige Odyssee durch Ghana begibt. Komisch wird es auch in Duga, einem satirischen Gesellschaftsporträt von Burkina Faso: Dort ist es eine Beerdigung, die jede Menge Probleme bereitet. Aus Mosambik wiederum stammen das Drama Our Madness über die Patientin einer psychiatrischen Anstalt, die ihre Familie wiedersehen möchte, und der temporeiche Thriller Resgate. Genug Stoff also, um ein wenig den eigenen filmischen Horizont zu erweitern, auch auch, um darüber zu diskutieren, denn eine ganze Reihe von Regisseuren wird vor Ort sein, um ihre Filme persönlich vorzustellen.

Weitere Infos und das vollständige Programm gibt es auf www.afrikamera.de.

Unsere Rezensionen von Afrikamera 2019

Afrikamera 2019 (7. – 11. November 2019)
4.12 (82.35%) 17 Artikel bewerten

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