Und wenn nichts mehr geht, dann muss halt wieder ein Remake her. Nicht nur in Hollywood greift man bevorzugt auf bewährte Stoffe zurück, um die Kinokasse klingeln zu lassen. Auch in Frankreich schwelgt man gern in Erinnerungen. Nachdem die Grande Nation letztes Jahr schon Angélique zu neuen Ehren verhalf, steht nun eine neue Verfilmung des Romans „Tagebuch einer Kammerzofe“ von Octave Mirbeau aus dem Jahr 1900 auf dem Programm – zum nunmehr dritten Mal.

Roman wie Film handeln von der selbstbewussten Kammerzofe Célestine (Léa Seydoux), die sich in großbürgerlichen Haus der Familie Lanlaire gegen den lüsternen Hausherren und seine herrische Frau durchsetzen muss. Während sie sich an der verlogenen Oberschicht stört, hat es ihr der eigensinnige Kutscher Joseph (Vincent Lindon) angetan. Doch auch der hat etwas sonderbare Vorstellungen, was die Rolle Célestines betrifft.

Ob es derlei Neuverfilmungen von Klassikern braucht, das ist fast schon eine Grundsatzfrage. Immerhin: Das neueste Werk von Regieveteran Benoît Jacquot, dessen 3 Herzen kürzlich in Deutschland startete, landete in der ersten Woche in Frankreich auf einem ordentlichen sechsten Platz. Ob es das Drama auch hierzulande in die Lichtspielhäuser schafft, steht noch in den Sternen. Während Tagebuch einer Kammerzofe auf der Berlinale zu sehen war, ist ein regulärer Kinostart derzeit nicht angekündigt.

Tagebuch einer Kammerzofe [Trailer]
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