Auch wenn es hier primär um Globalisierungskritik geht, bleibt The International schlussendlich nur eine schwache Breitseite gegenüber die ausufernden globalen Märkte, dessen Perversion meist nur kurz angerissen werden, zugunsten der Spannung und Action aber bald wieder fallengelassen werden.
Der Papa von Beavis and Butt-head liefert für eine amerikanische Komödie unseres Zeitalters letztendlich doch noch einen interessanten Film ab, der eben mit genannten Schwächen zu kämpfen hat.
Was bleibt sind gemischte Gefühle, denn der Streifen ist visuell wirklich bravourös in Szene gesetzt, scheitert aber daran den interessanten Inhalt nicht anspruchsvoll genug rüberzubringen. Das Endprodukt wirkt deshalb so, als ob es nicht die finale Version vorliege, sondern man einen Rohbau gesehen hat, bei dem noch viele Feinheiten erledigt werden müssten.
Bis auf einen kleinen, rhythmischen Durchhänger im Mittelteil und den (mal wieder) in die Länge gezogenen Abschluss, bei dem sich wortwörtlich alles überstürzt, machte der Film sogar richtig Spaß.