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Im Auftrag des Drachen

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„Im Auftrag des Drachen“ // Deutschland-Start: 22. August 1975 (Kino) // 3. Juni 2014 (DVD)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hatte sich Dr. Jonathan Hemlock (Clint Eastwood) von der geheimen Organisation C2 losgesagt, für die er regelmäßig Leute getötet hat. Stattdessen will er sich auf seine Arbeit als Kunstdozent konzentrieren sowie seine wertvolle Gemälde-Sammlung. Dummerweise lässt man ihn aber nicht so wirklich. Stattdessen besteht sein früherer Vorgesetzter mit dem Codenamen Drachen (Thayer David) darauf, dass er noch einmal einen Auftrag annimmt. Widerwillig lässt sich Hemlock darauf ein, zwei Männer zu töten, die zuvor einen Agenten umgebracht haben. Während der erste schnell ausfindig gemacht wird, ist der zweite komplizierter. Denn dafür muss sich der Teilzeit-Killer einer gefährlichen Bergbesteigung anschließen …

Humorbefreiter Agenten-Unsinn

Nachdem er in den 1960ern als Schauspieler zu Ruhm gekommen war, versuchte sich Clint Eastwood in den 1970ern zunehmend auch als Regisseur. Los ging es 1971 mit dem Thriller Sadistico – Wunschkonzert für einen Toten, zwei Jahre später folgte der Western Ein Fremder ohne Namen. Dennoch war sein Interesse zunächst nicht groß, als er das Angebot erhielt, Im Auftrag des Drachen zu drehen. Generell konnte er mit Agenten-Geschichten à la James Bond nicht viel anfangen. Zudem hatte er keine besonders hohe Meinung von dem zugrundeliegenden Roman von Trevanian. Am Ende ließ er sich darauf ein, weil ihm die Idee gefiel, an einem abgelegenen Ort in der Schweiz drehen zu können, ohne dass ihm das Studio reinredete. Dafür bestand er jedoch darauf, dass die Geschichte des Buchs noch einmal umgeschrieben wird.

Besser ist diese dadurch aber nicht geworden. Zu sagen, dass der Inhalt nicht die Stärke des Films ist, wäre noch sehr geschmeichelt. Man darf sogar sagen, dass er ziemlich bescheuert ist. Das mag beabsichtigt sein, zumindest Trevanian behauptete später, dass sein Debüt sich über die damals so beliebten Agenten-Geschichten lustig machen wollte. Das würde erklären, wie man auf den Unsinn kommen kann, dass ein Kunstdozent in Wahrheit ein Killer im Auftrag der Regierung ist. Eastwood nahm das Ganze jedoch ernst, zumindest ist Im Auftrag des Drachen völlig frei von freiwilligem Humor. Allenfalls die frauenfeindlichen und homophoben Passagen, die den Film heute zuweilen schwerer erträglich machen, könnten komisch gemeint sein. Falls ja, darf man das aber getrost ignorieren.

Atemberaubende Aufnahmen

Wenn man sich den Film anschaut, dann in erster Linie wegen der Actionszenen. Diese sind jedoch gemischter Natur. So ist der reguläre Kampf von Hemlock am Boden recht mäßig, ein typischer Vertreter der damaligen Zeit. Aufregend sind dafür die Szenen in den Bergen. Vergleich zu späteren Kletter-Thrillern wie etwa Vertical Limit – In größter Gefahr sind da schon atemberaubende Aufnahmen dabei. Dass der Protagonist mit einem möglichen Killer unterwegs ist, erhöht die Spannung in Im Auftrag des Drachen noch weiter. Schon unter normalen Umständen ist ein solches Setting schwer zu meistern. Ein Undercover-Einsatz in einem solchen Umfeld? Doch, das funktioniert ganz gut, sofern man sich nicht an der unsinnigen Prämisse stört.

Ob man sich den Film aber nur wegen dieser Szenen anschauen muss, darüber kann man sich streiten. Zumal dieser auch noch von einem tödlichen Unfall überschattet wurde, den man beim Anschauen ausblenden muss. Wer dies kann und sich auch nicht an dem mal unsinnigen, mal fragwürdigen Inhalt stößt, kann sich schon hiervon unterhalten lassen. Im Auftrag des Drachen ist sicherlich kein Genre-Highlight, stieß damals auch nur auf eine gemischte Resonanz, war an den Kinokassen kein nennenswerter Erfolg. Aber es ist nostalgisches Kopfaus-Kino, mit dem man es sich zwei Stunden lang auf dem Sofa gemütlich machen kann und bei dem sich die Zeit vergessen lässt.

Credits

OT: „The Eiger Sanction“
Land: USA
Jahr: 1975
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Hal Dresner, Warren B. Murphy, Rod Whitaker
Vorlage: Trevanian
Musik: John Williams
Kamera: Frank Stanley
Besetzung: Clint Eastwood, George Kennedy, Vonetta McGee, Jack Cassidy, Heidi Brühl, Thayer David

Trailer

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Im Auftrag des Drachen
fazit
„Im Auftrag des Drachen“ ist ein frühes Regie-Werk von Clint Eastwood. Dieses bietet aufregende Aufnahmen aus den Bergen, auch sonst gibt es einiges zu sehen. Der Inhalt ist dafür ziemlich schwach. Die Geschichte um einen Kunstdozenten, der Mordaufträge annimmt, ist ziemlicher Unsinn und auch aufgrund der frauenfeindlichen und homophoben Stellen schwerer zu ertragen.
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