Kritik

Yes-People

„Yes-People“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Ein Ja ist ein Ja ist ein Ja? Nein. Zumindest nicht ganz. Wer einen Beweis dafür braucht, der findet ihn bei Gísli Darri Halldórssons Yes-People. Dabei handelt es sich um einen achtminütigen, animierten Kurzfilm, dessen ganzes Vokabular nur aus dem Wort „ja“ besteht. Genauer folgt der Filmemacher in seinem Werk einer Reihe von Figuren während ihres Alltags. Da sitzt mal wer am Küchentisch, in anderen Szenen wird Schnee geschippt, am Computer getippt oder ein bisschen Alkohol konsumiert, um die Langeweile des Tages zu vergessen. Und wann immer jemand etwas sagt, sei es zu jemand anderem oder in Form eines Selbstgespräches, kommt eben ein „ja“ heraus.

Das hört sich langweilig an, ist aber tatsächlich ziemlich unterhaltsam. Halldórsson begegnet seinen Alltagsheld*innen mit viel Humor und Sympathie, wenn die Eintönigkeit und Gleichförmigkeit unseres Lebens auf die Schippe genommen wird. Dass ein und dasselbe Wort in so vielen Kontexten verwendet wird, ist dabei schon interessant und zeigt, wie vielseitig – oder austauschbar – es sein kann. Dennoch sollte man sich jetzt keine wirklichen neuen Erkenntnisse davon versprechen. Vielmehr dient der Kurzfilm, der auf einer Reihe von Filmfesten zu sehen war, nur der Erheiterung des Publikums, was nicht zuletzt wegen der witzigen Designs und Situationen auch gut gelingt.

Credits

OT: „Já-Fólkið“
Land: Island
Jahr: 2020
Regie: Gísli Darri Halldórsson
Drehbuch: Gísli Darri Halldórsson

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Yes-People
„Yes-People“ ist ein animierter Kurzfilm, der eine Reihe von alltäglichen Figuren zeigt, bei denen die Sprache jeweils auf die Verwendung des Wortes „ja“ beschränkt ist. Das hat jetzt nicht wirklich viel Tiefgang, ist aber doch unterhaltsam und amüsant.
7von 10

Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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