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Mit Hindernissen, die aus dem Weg geräumt werden müssen, kennt man sich beim Bimovie Frauenfilmfest natürlich aus. Schließlich kämpft das Team schon seit 1991 gegen solche an, wenn gezielt Filme ausgewählt werden, die von Frauen gemacht wurden oder spannende Frauenfiguren aufzeigen – beides ist knapp drei Jahrzehnte später noch immer keine Selbstverständlichkeit. Dieses Jahr hat das Festival aber mit einem ganz anderen Gegner zu kämpfen als verkrusteten Strukturen und überholten Geschlechterrollen: der Corona-Virus. Eigentlich war die 26. Ausgabe als Hybrid-Ausgabe angedacht, die Präsenzkino und Onlinestreaming vereint. Nach dem erneuten Teil-Lockdown blieb aber nur Letzteres übrig. Dafür können die Zuschauer und Zuschauerinnen direkt beim Kauf der Onlinetickets einen Solidaritätsbeitrag leisten, der an das Kino Neues Maxim geht, wo die Filme eigentlich hätten gezeigt werden sollen.

Zu sehen gibt es vom 5. bis 11. November 2020 insgesamt acht Filme der verschiedensten Genres. Neben dem Coming-of-Age-LGBT-Drama Kokon könnt ihr euch beispielsweise auf Heavy Craving freuen, das sich mit dem Druck auseinandersetzt, einem bestimmten Schlankheitsideal entsprechen zu müssen. Außerdem werden gleich fünf Dokumentarfilme gezeigt, darunter der Festivalliebling Walchensee Forever und das afro-feministische Manifest Speak Up über den systematischen Rassismus und Sexismus in der französischen Filmbranche.

Weitere Infos und das vollständige Programm gibt es auf www.bimovie-frauenfilmfest.de.

Unsere Rezensionen vom Bimovie Frauenfilmfest 2020



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