Portray Frederike DellertEs ist wieder so weit, vom 9. bis 27. September 2020 tourt das Fantasy Filmfest durch das Land mit einem bunten Mix aus schrägen Komödien, blutigem Horror und düsteren Science-Fiction-Visionen. Einige der gezeigten Filme haben wir euch bereits in unserem Festival-Beitrag vorgestellt, doch wir wollten noch ein bisschen hinter die Kulissen schauen. Nachdem wir uns letztes Jahr schon ausgiebig mit Rainer Stefan über das beliebte Genrefestival unterhalten haben, lassen wir diesmal Frederike Dellert zu Wort kommen, die ebenfalls zum Leitungsteam gehört. Und zu besprechen gab es einiges. Neben der Frage, wie sich in Zeiten von Corona ein Filmfest auf die Beine stellen lässt und was diese Ausgabe so besonders macht, wollten wir von ihr wissen: Wieso gibt es eigentlich so wenige Horror-Regisseurinnen?

Filmfeste sind 2020 aufgrund der Corona-Pandemie ein schwieriges Thema. Ihr hattet natürlich im Juli die Fantasy Filmfest Nights. Doch auch die mussten mehrfach verschoben werden. Hattet ihr zwischendrin überhaupt noch daran geglaubt, dass es dieses Jahr ein Fantasy Filmfest geben würde?
Das war wirklich für uns eine große Unsicherheit. Natürlich haben wir immer gehofft, dass wir dieses Jahr noch ein Filmfest auf die Beine stellen können und haben leidenschaftlich daran gearbeitet. Deswegen haben wir die Nights auch nicht gleich ganz gestrichen, wie es bei vielen Filmfesten im April der Fall war, sondern daran festgehalten und gewartet, bis es eine Möglichkeit gibt. Das bedeutete für uns, dass wir händeringend darauf gewartet haben, dass die Kinos wieder öffnen. Nun sind die Kinos schon seit einer Weile wieder offen, aber die Bedingungen ändern sich nach wie vor immer wieder. Insofern waren wir wirklich lange unsicher, ob wir das große Festival machen können, weil es mit ganz anderen Kosten verbunden ist. Da musst du viel in Vorleistung gehen und das Risiko ist viel größer. Deswegen haben wir auch das Festival, wie viele andere, verkleinern müssen, um das Risiko zu minimieren. Wirtschaftlich arbeiten kannst du im Bereich Live-Event derzeit eh nicht.

Diese Verkleinerung hat sicher auch Auswirkungen darauf, welche Filme ihr ins Programm genommen habt. Da ihr dieses Mal rund 30 Filme weniger habt, musstet ihr notgedrungen Prioritäten setzen. Nach welchen Kriterien seid ihr da vorgegangen? Wolltet ihr möglichst breit streuen oder euch auf zugkräftige Titel verlassen?
Klar war, dass wir ein ganz besonderes Programm zusammenstellen mussten, das die Leute auch wirklich interessiert und von denen sie vielleicht doch schon irgendwo gehört haben. Das ist nämlich das große Problem dieses Jahr, dass es nicht diesen Vorhype gibt, wenn Filme schon auf anderen Festivals liefen oder einen erfolgreichen Kinostart in den USA hatten. Der Informationsfluss über Filme ist dieses Jahr einfach zäher. Wir sind aufgrund der Nights und White Nights natürlich schon etwas erfahren in kleineren Programmen, da wir dort auch nur zehn Filme auf ein Wochenende verteilt zeigen. Dadurch wussten wir, welche Tücken dahinterstecken. Für Randthemen, die wir sonst immer gern beim Fantasy Filmfest haben, war dieses Mal leider wirklich kein Platz. Eine Mischung ist aber immer wichtig: Es muss lustig sein, es muss anspruchsvoll sein, es muss blutig sein, damit man als Zuschauer unterschiedliche Erlebnisse den Tag über hat. Wichtig war auch, dass wir Filme zeigen, unter denen man sich sofort etwas vorstellen kann. Da eben dieser Vorbuzz fehlt, sind die Marketingmöglichkeiten geringer: Es gibt teils weniger Bilder oder noch keinen Trailer. Wenn aber Quentin Dupieux einen Film über eine Riesenfliege gedreht hat, dann können sich die Leute was darunter vorstellen. Oder eine Killerhose, die sich durch einen Fashion Store mordet wie in Slaxx. Bei Breaking Surface haben wir einen Unterwasser-Survival-Thriller aus Skandinavien. Auch da weißt du vorher schon ungefähr, ob das was für dich sein könnte.

Andere Festivals fanden dieses Jahr aufgrund der Einschränkungen und Unsicherheiten nur online statt. Mit Neuchâtel und Fantasia waren auch zwei größere Genre-Festivals dabei. War das für euch je ein Thema?
Kurzzeitig haben wir wirklich darüber nachgedacht, aber nur mit persönlichem Zähneknirschen, weil wir die Idee gar nicht schön fanden. Die technische Möglichkeit hätte es sicher gegeben, es sind auch einige auf uns zugekommen und haben uns ihre Unterstützung angeboten. Aber wir wollten unbedingt ein physisches Event machen, weil wir glauben, dass das gemeinsame Ansehen von Filmen im Kino etwas ganz anderes ist als von zu Hause, selbst wenn man es in einer Gruppe macht. Ein anderer Punkt ist, dass Lizenzgeber oft nicht wollen, dass ein Film von ihnen online läuft – zum Beispiel aus Angst vor Piraterie. Die Festivals, die online stattfinden, haben deswegen auch nicht alle Filme bekommen. Als rein physisches Event hatten wir klar die besseren Chancen, unsere Wunschtitel zeigen zu dürfen. Es gab einige, die von Anfang an gesagt haben: Wenn ihr vorhabt, etwas online zu machen, dann ohne uns.

Den Dupieux hättet ihr wohl nicht bekommen.
Zum Beispiel, ja. Das ist ein Titel, der in Venedig läuft und danach direkt zu uns kommt. Das wäre online wahrscheinlich nicht gegangen.

Nun ist Venedig eines der ersten bedeutenden Filmfeste, die tatsächlich wieder stattfinden. Seit März gab es kaum physische Festivals mehr, auch Cannes und South by Southwest, wo ihr sonst immer viele Filme bezieht, mussten ausfallen. Wie sehr hat das die Filmbeschaffung beeinflusst?
Zum einen war es schade, so gar nichts auf Leinwand zu sehen. Auch wenn wir Filme per Stream sehen konnten, das ist nicht dasselbe. Auf der Leinwand siehst du einfach besser, wie ein Film funktioniert. Zum anderen habe ich schon das Gefühl, dass Filme zurückgehalten werden, vergleichbar zu den großen Kinostarts, in der Hoffnung, dass eine bessere Zeit kommen wird.

Hast du denn konkrete Beispiele für einen Film, den ihr sonst wahrscheinlich im Programm hättet?
Da ist ein Film, auf den ich persönlich total scharf war. Teddy, ein französischer Werwolf-Film, der sich einfach supercool anhört. Der hätte in Cannes laufen sollen dieses Jahr. Da das aber nicht stattfand, beginnt die ganze Vermarktung erst irgendwann nächstes Jahr, also ein Jahr später. Und solange ist der Film für den deutschen Verleih geblockt.

Ein anderer Film, mit dem viele gerechnet hatten, war Peninsula. Der hätte ich nicht nur zeitlich gepasst. Ihr hattet außerdem sowohl Train to Busan wie auch die Animationsfilme The King of Pigs und Seoul Station von dem Regisseur im Programm. Woran lag es hier?
Wir waren natürlich lange in Diskussion mit dem Verleih. Aber im Moment sind alle unsicher, wie man Kosten wieder einspielen kann und wie man heil durch die Krise kommt. Im Fall von Peninsula entschied man sich für eine reguläre Kinotour ohne Festivaleinbindung. Das kann ich auch gut nachvollziehen und man darf das auch niemandem übelnehmen. Es sind einfach sehr schwierige Zeiten für alle.

Neben dem reduzierten Programm habt ihr auch viele andere Änderungen in Kauf nehmen müssen. Es gibt keinen Fresh Blood Wettbewerb mehr, keine Kurzfilme, ihr konntet keine Gäste einladen. Welche Änderung schmerzt dich dieses Jahr besonders?
Besonders schmerzlich ist natürlich, dass wir nur so wenige Tickets verkaufen dürfen und deswegen die Zuschauer ihre Wunschfilme nicht alle sehen werden können. Für mich persönlich ist Fresh Blood immer ein absolutes Highlight. Fast fünfzig Prozent unserer Filme beim Fantasy Filmfest sind Debütfilme. Und obwohl wir auch dieses Mal viele Debüts haben, war ein Wettbewerb einfach nicht umzusetzen. Uns war es deshalb wichtig, dass wir Eröffnungsfilm, Center Piece und Abschluss so herausheben, dass wir eine Art Tour durchs Programm geben konnten. Darauf hätten wir auf keinen Fall verzichten wollen.

Die inhaltlichen Einschränkungen sind das eine. Das andere sind die Vorgaben durch die Behörden. Nun findet das Fantasy Filmfest in sieben Städten statt, die wiederum in mehreren Bundesländern liegen, jedes mit eigenen Auflagen. Inwiefern war das bei der Organisation ein Problem?
Das ist ein Problem, nach wie vor. Wir konnten auch nie wissen, wie sich das weiterentwickelt und ob sich Bestimmungen in einzelnen Ländern noch spontan ändern. Wir hatten zuletzt gefühlt täglich Konferenzen mit allen Kinos, um zu diskutieren, wie es aussieht. Was ist los? Was gibt es an Neuheiten? Das war ein großes Thema. Aber ich bin zuversichtlich, dass alles klappen wird. Unsere Erfahrungen bei den Nights waren absolut positiv. Die Leute haben sich wohl gefühlt, wir konnten alle Sicherheitskonzepte umsetzen. Es gab kein Gedrängel oder Staus, was man sonst oft mit Festivals verbindet.

Dann drücke ich euch die Daumen, dass es auch bei der großen Fassung klappt! Ein anderes Thema, das ich mit dir gern besprechen würde, ist das von Frauen und Horror, sowohl in Hinblick auf das Publikum wie auch hinter der Kamera. Es gibt ja dieses alte Klischee, dass Frauen vor allem Liebesfilme anschauen, Männer dafür Action und Horror. Ich gehe mal stark davon aus, dass du dieses Klischee so nicht unterschreiben würdest. Aber wie sieht es bei eurem Publikum aus? Wie hoch ist deiner Schätzung nach der Frauenanteil?
Das ist lokal ein bisschen unterschiedlich. Es ist auch in der Veränderung. Vor 34 Jahren, als das Fantasy Filmfest angefangen hat, gab es wirklich so gut wie keine Frauen. Da hat sich schon sehr viel getan. Eine wirkliche Statistik habe ich nicht, aber wir sehen zum Beispiel beim Verkauf der Festivalpässe, dass die Tendenz steigend ist. Ich glaube, dass Frauen insgesamt mehr Interesse am Genreentertainment gewonnen haben. Vielleicht hat sich auch herumgesprochen, dass das Festival sehr vielfältig ist. Ich sehe zum Beispiel in Hamburg, wo ich häufiger bin, dass auch immer wieder Gruppen von Freundinnen kommen und einen gemeinsamen Abend verbringen.

Das Fantasy Filmfest hat zwischendurch immer mal wieder versucht, gezielt Familien anzusprechen, zum Beispiel mit Spy Kids damals. Gab es je die Überlegung, wie man mehr Frauen ansprechen kann?
Nein, das hätte ich jetzt ein bisschen bemüht gefunden. Ich denke auch gar nicht, dass Frauen einen bestimmten Geschmack haben. Ich habe zum Beispiel in der Firma den Ruf, immer nur das Allerblutigste anzuschauen. Das ist auch ein Klischee, das ich so nicht unterschreiben würde. Aber ich habe auch kein Problem damit, wenn es etwas heftiger wird. Ich bin jemand, der sich vom Kino die maximale Reaktion erhofft. Ein Film macht mir am meisten Spaß, wenn er ein ganz starkes Gefühl auslöst. Das muss nicht unbedingt Horror sein. Es kann auch bedeuten, zu weinen oder zu lachen. Horror ist aber insofern spannend, weil Grusel unglaublich subjektiv ist. Was den einen völlig kalt lässt, löst bei dem anderen eine ganz intensive Angst aus.

Welche Art Horror funktioniert denn bei dir am besten?
Ich bin jemand, der stark auf Räume reagiert. Das muss gar nicht unbedingt die klaustrophobische Richtung sein. Für mich persönlich funktioniert nach all den Jahren immer noch der gute alte Keller. Wenn jemand da rein muss oder auch an einen anderen dunklen Ort, bei dem man nicht weiß, was einen erwartet, damit kriegt man mich. Vermutlich hängt das auch stark damit zusammen, wie man groß geworden ist und welche Filme man als junger Mensch gesehen hat.

Dann kommen wir zu Frauen, die selbst Horrorfilme machen. In den letzten Jahren wurde auf Filmfesten viel darüber gesprochen, dass Regisseurinnen unterrepräsentiert sind. Cannes und Venedig standen in der Hinsicht sehr in der Kritik, gerade bei den Wettbewerben. In eurem Fall sind nur drei von 21 Filmen von Frauen gedreht. Ist beim Genrefilm überhaupt eine Parität möglich?
Das ist tatsächlich nicht so einfach. Die ohnehin schon schlechte Quote von Regisseurinnen verdichtet sich im Genrebereich noch mehr. Wobei ich schon die Hoffnung und das Gefühl habe, dass sich etwas tut. Ich finde es auch sehr spannend, wenn du dir anschaust, wie unterschiedlich diese drei Filme von Regisseurinnen sind, die wir dies Jahr im Programm haben. Relic ist ein Geisterfilm mit drei Generationen von Frauen, die ihr Schicksal zu tragen haben. Slaxx ist eine Komödie mit hohem Splatteranteil und einem ganz tollen Zynismus der Modeindustrie gegenüber. Bei Amulet – Es wird dich finden will ich nichts spoilern, aber der hebt sich total aus der Masse heraus. Eine rote Linie hast du bei den drei Filmen nicht, aber du spürst diese Lust, das Genre vielleicht mal in eine andere Richtung zu lenken. Vielleicht ist das aber auch gleichzeitig ein Problem bei Regisseurinnen. Ich habe das Gefühl, dass Frauen vielleicht mehr unterschiedliche Sachen ausprobieren wollen. Nur weil sie einmal einen Genrefilm gemacht haben, heißt das nicht, dass sie ihm treu bleiben. Wenn wir hingegen neue männliche Regisseure entdecken, zum Beispiel beim Fresh Blood Award, die bleiben eher beim Genrefilm.

Daran anschließend: Es hat in den letzten Jahren schon einige Frauen gegeben, die mit Genrefilmen Erfolge feierten, bei denen aber keine wirkliche Karriere draus wurde. Jennifer Kent war damals mit Der Babadook wirklich überall, in Zeitungen, auf Festivals. The Nightingale – Schrei nach Rache hingegen, obwohl der im Wettbewerb von Venedig lief, ist hierzulande komplett ignoriert worden. Oder nehmen wir Ana Lily Amirpour. Auch sie war damals mit A Girl Walks Home Alone at Night sehr präsent, The Bad Batch ist anschließend ziemlich untergegangen.
Der ist glaube ich gleich zu den Streamern gegangen, wo Filme oft ein bisschen übersehen werden. Das ist so ein Schicksal, bei dem ich mir ohnehin langfristig Sorgen mache, wenn Filme in Zukunft gleich vom Festival weggekauft werden und dann auf den Plattformen verschwinden. Oder wenn Regisseure abgeworben werden, dann bekommt man auch weniger mit, als wenn der Film den üblichen Kino-Buzz oder Festival-Zirkel hätte. Aber du hast recht, gerade bei Jennifer Kent finde ich es total schade. Uns verbindet ja eine lange Geschichte mit ihr. Das Fantasy Filmfest hat einmalig eine DVD mit Shorts produziert. Und auf der ist ihr Kurzfilm Monster drauf, der später die Vorlage für Der Babadook wurde.

Eine Sache, die auffällt: Die Filme, die Kent und Amirpour gedreht haben, aber auch Amulet und Relic, gehen nicht unbedingt in die Crowdpleaser-Richtung. Sie sind sehr ruhig, lassen sich Zeit, gehen mehr auf die Figuren ein. Müssten sich Frauen, wenn sie wirklich im Genrebereich Karriere machen wollen, einfach mehr an dem orientieren, was einen Crowdpleaser ausmacht?
Ich hoffe nicht. Ich finde es wichtig, dass die Dinge divergent bleiben. Wir wollen lieber New Voices haben und nicht so ganz bequeme Sachen, die einfach nur machen, was alle machen. Den größten Aufschrei unter Genrefans verursachten in den letzten Jahren auch eher Filme, die nicht so bequem waren. It Follows war jetzt kein so super mainstreamiger Film und hinterlässt auch viele Fragezeichen. Midsommar ist mit Sicherheit auch kein Crowdpleaser. Oder Wir von Jordan Peele. Das ist deswegen glaube ich nicht so der Grund, warum Frauen in dem Bereich noch keine wirkliche Erfolgslinie gefunden haben. Ich würde es mir auch nicht wünschen, dass sie nur Kopien machen oder sich an Erfolgsmodellen abarbeiten.

Wenn du allgemein auf das Horrorgenre in den letzten Jahren zurückblickst, wie hat es sich verändert? Was hat sich deiner Meinung nach positiv entwickelt? Was würdest du dir mehr wünschen?
Mir gefällt es, dass jetzt Geschichten auf den Plan gebracht werden, die nicht total perfekt sind, sondern einen zum Nachdenken anregen. Diese Entwicklung, dass Genre mit technischer Perfektion und unglaublich schnellen Schnitten verbunden wird, das macht natürlich Spaß. Gleichzeitig wird man aber auch ein bisschen davon eingelullt in seiner Erwartungshaltung und ist wenig versöhnlich gegenüber irgendwelchen Unstimmigkeiten. Da muss alles immer perfekt aufgelöst werden, ganz gradlinig sein und seinen Platz haben. Und das finde ich schade. Man sollte immer dazu aufgefordert werden, ein bisschen selber nachzudenken. Wenn das Kino mit Suggestivkraft arbeitet, finde ich das spannend, man Filme vielleicht mehrfach anschauen muss und dabei neue Perspektiven entdeckt. Wenn einfach Raum bleibt.

Eine letzte Frage noch zum Fantasy Filmfest 2020: Wenn du dir einen eurer Filme aussuchen müsstest, den du ganz besonders ans Herz legen willst, welcher wäre das?
Da entscheide ich mich für unseren südkoreanischen Film Bring Me Home. Ich habe den Film selbst lange übersehen, weil er international mehr als Drama vermarktet wird. Darin geht es um eine verzweifelte Mutter, die über Jahre ihr vermisstes Kind sucht. Endlich glaubt sie, es gefunden zu haben und versucht ihren Sohn mit allen Mitteln aus der Gewalt einer ganz fiesen Sippe zu befreien. Niemand glaubt oder hilft ihr. Der Film hat so eine Wucht, wie man es aus dem koreanischen Kino kennt, mit einer sehr emotionalen Geschichte, die auch total verstörend ist. Das ist ein Beispiel für dieses Emotionskino, von dem ich vorhin gesprochen habe. Ich liebe so etwas!



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Frederike Dellert [Interview]
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Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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