Kritik

Clint Eastwood 100 Seiten

„Clint Eastwood. 100 Seiten“ // Deutschland-Start: 12. Februar 2020 (Buch)

Clint Eastwood ist nicht nur der coole Cowboy aus den Italo-Western der Siebziger Jahre, sondern auch ein gefragter Regisseur. Wenn man von ihm spricht, dann meint man aber zumeist den Schauspieler. Dabei hat Eastwood längst eine zweite Karriere als Regisseur begonnen und das zuletzt etwa als 88-Jähriger (!) in The Mule (2018).

Eastwood: Serienheld, Schauspieler, Regisseur
Aber auch jetzt (2020) darf man schon munter den nächsten Geniestreich des Regisseurs erwarten. Wie der Autor dieser 100-seitigen Biografie des Reclamverlages weiß, arbeitete Eastwood zuletzt an einem neuen Heldenstoff. Der Fall Richard Jewell heißt das neue Projekt und widmet sich dem gleichnamigen Wachmann, der 1996 bei den Olympischen Spielen in Atlanta eine Rohrbombe entdeckte und fälschlicherweise beschuldigt wurde, diese selbst gelegt zu haben. Aber nicht nur in Richard Jewell kämpfte der Regisseur Eastwood schon für die Rechte des Individuums gegen die Gesellschaft. Als überzeugter Republikaner zeigt er aber dennoch auch die Auswüchse der modernen Raubtiergesellschaft. So zeigt er etwa in Pale Rider – Der namenlose Reiter (1985), dass ein Mann allein eine leichte Beute ist, aber wenn man zusammensteht kann man doch einiges ausrichten. Auch seine kritischen Töne gegenüber dem amerikanischen Patriotismus in den beiden Filmen Flags Of Our Fathers und Letters From Iwo Jima (jeweils 2006) und Gran Torino (2008) überraschten seine konservativen Fans.

Clintessentials: Vom rohledernen zum Space Cowboy
Alexander Kluy würdigt aber auch den Serienhelden Clint Eastwood. Denn die Karriere des im Kleinbürgertum San Franciscos 1930 geborenen und in Oakland zu 1,93 m gewachsenen Clint begann mit Rawhide (deutsch: Rohleder), einer von CBS produzierten Western-Serie der Fünfziger Jahre und setzte sich bis heute in 48 (!) Spielfilmen in 60 Jahren fort. Weitere Höhepunkte wie der Boxer(innen)film Million Dollar Baby (2005) oder die Dennis Lehane Literaturverfilmung Mystic River (2003) werden von Kluy genauso beschrieben, wie eine Liste von Preisen, Standbilder aus seinen Filmen oder Graphiken über Produktionsetats (Space Cowboys, 2000: 65 Millionen US Dollar) das Textliche wertvoll ergänzen. Aber auch „Clintessentials“ werden verraten, wie etwa seine spektakulärsten abgelehnten Rollen (James Bond, Superman, …) oder Details zu seinem Privatleben.

Credits

OT: „Clint Eastwood. 100 Seiten“
Land: Deutschland
Jahr: 2020
Autor: Alexander Kluy

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Clint Eastwood. 100 Seiten
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Clint Eastwood. 100 Seiten
Der als Serienstar und Schauspieler in Italo-Western bekannt gewordene Clint Eastwood ist eigentlich ein begnadeter Regisseur. Das zeigt auch diese 100-Seiten Kurzbiographie der Reclam-Reihe inklusive Graphiken, Standfotos und Statistiken und Infos zu den neuesten Projekten des inzwischen 88-jährigen Amerikaners.
3.0von 5

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