Kritik

Pale Rider

„Pale Rider – Der namenlose Reiter“ // Deutschland-Start: 24. Oktober 1985 (Kino) // 18. September 2008 (DVD)

Dass man Regisseur, Hauptdarsteller und Produzent gleichzeitig sein kann, beweist hier Clint Eastwood einmal mehr. Sein Film belebte das tot geglaubte Western-Genre in den 80ern, und das auf äußerst unterhaltsame Art und Weise.

Wie immer ist der Antiheld im Film namenlos, er wird lediglich „Prediger“ genannt. Er taucht plötzlich in einem kleinen Ort von Goldschürfern auf, die ständig von einem reichen Geschäftsmann namens Coy LaHood (Richard Dysart) und dessen Sohn George (Chris Penn) bedroht werden. Der Geistliche scheint aber, ganz im Gegensatz zu den Erwartungen der hiesigen Arbeiter, nicht sonderlich fromm und zurückgezogen zu sein. Er überzeugt die Menschen, sich gegen die Unterdrückung LaHoods zu erheben und hilft ihnen dabei. Als dieser schließlich den korrupten Marschall Stockburn (John Russel) und seine Deputys engagiert, um die aufgebrachten Goldgräber zu vertreiben und sich so ihre Claims unter den Nagel zu reißen, zeigt der Fremde sein wahres Gesicht. Anscheinend haben er und Stockburn noch eine offene Rechnung zu begleichen. Es kommt also unweigerlich zum obligatorischen Standoff zwischen den beiden Revolverhelden.

In ca. 110 Minuten erfährt man wahrlich nichts Neues, wenn man im Genre ein wenig bewandert ist. Pale Rider ist jedoch unterhaltsam, und das reicht vollkommen aus, um einen langweiligen Abend zu füllen. Lediglich den abschließenden Standoff hätte ich mir ein wenig spektakulärer gewünscht, aber es geht auch so. Überrascht war ich vor allem von einem jungen Chris Penn, den ich mir in diesem Genre überhaupt nicht vorstellen konnte. Der minimalistische Soundtrack ist vielleicht nicht erwähnenswert, aber gerade diese ewige Stille verleiht Eastwoods Werk die nötige Kälte, die seine Charaktere sehr oft verkörpern.

Credits

OT: „Pale Rider“
Land: USA
Jahr: 1985
Regie: Clint Eastwood
Drehbuch: Michael Butler, Dennis Shryack
Musik: Lennie Niehaus
Kamera: Bruce Surtees
Besetzung: Clint Eastwood, Michael Moriarty, Carrie Snodgress, Richard Dysart, Chris Penn, Sydney Penny

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Pale Rider – Der namenlose Reiter
7von 10

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2 Responses

  1. WesternFan

    Wenn du keine Ahnung von Western hast dann schreib auch keine Rezension.Anscheinend hast du ja nicht mal Shane gesehen. Den Schluss hättest du dir spektulärer gewünscht? Vollidiot, guck mal Shane, erkenne die Hommage von Eastwood an diesen großartigen Western und dann überleg dir nochmal was du für einen Scheiss geschrieben hast.

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