Ob nun Komödien (Verstehen Sie die Béliers?), Dramen (3 Herzen), Tragikomödien (Zu Ende ist alles erst am Schluss) oder Satire (Jacky im Königreich der Frauen), wenn es ein französischer Film in die hiesigen Kinos schafft, dann soll es dabei meist entweder lustig oder traurig zugehen. Thriller jedoch, die bekommen wir von unserem Nachbarn fast gar nicht zusehen. Zwar startet diese Woche die Simenon-Verfilmung Das blaue Zimmer bei uns, doch dabei handelt es sich mehr um ein Drama als um einen richtigen Krimi. Dass das auch ganz anders gehen kann, beweist Un homme idéal, der am 18. März in der Grande Nation anlief.

Seit Jahren schon läuft Mathieu (Pierre Niney) seinem Traum hinterher, ein großer Schriftsteller zu werden – ohne Erfolg. Während er weiterhin an seiner großen Karriere arbeitet, hilft er seinem Onkel bei seinem Umzugsunternehmen, um die Kasse aufzubessern. Dabei fällt ihm eines Tages in der Wohnung eines kurz zuvor verstorbenen alten Mannes ein Manuskript in die Hände. Mathieu erkennt sofort den Wert des Romans und veröffentlicht ihn daher unter seinem Namen. Das Buch schlägt ein wie eine Bombe, bringt den Mittzwanziger aber in arge Erklärungsnot, als es mit dem Folgewerk nicht richtig klappt. Und so muss er jedes Mittel aufwenden, um sein Geheimnis für sich zu behalten.

Die Geschichte hört sich vielversprechend an und wurde mit Niney (Yves Saint-Lautent) und Ana Girardot (The Returned) auch gut besetzt. Ein Deutschlandtermin ist bislang nicht in Sicht, was sich angesichts des Erfolges im Heimatland hoffentlich noch ändern wird, wo der Thriller in der Startwoche Platz 2 belegt.

Un homme idéal [Trailer]
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