Die Uhrenreiniger Clock Cleaners
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Die Uhrenreiniger

Die Uhrenreiniger Clock Cleaners
„Die Uhrenreiniger“ // Deutschland-Start: nicht bekannt

Inhalt / Kritik

Debütiert haben Micky Maus, Donald Duck und Goofy zwar separat voneinander und auch auf sehr unterschiedliche Weise. So wurde Micky nach zwei unveröffentlichten Kurzfilmen mit Steamboat Willie ein Star. Donald wurde als faule und verfressene Nebenfigur in Die kluge kleine Henne eingeführt, Goofy war in Mickys Revue ein Zuschauer, der anderen die Nerven raubte. Und doch waren sie bald ein eingespieltes Team, welches in zahlreichen Trickfilmen zusammen auftreten durfte. Einer der berühmtesten ist Die Uhrenreiniger aus dem Jahr 1937. Tatsächlich wurde der Kurzfilm – der 97. mit Micky – 1994 in einer Umfrage unter 1000 Menschen, die im Animationsfeld arbeiteten, zum 27. besten Cartoon aller Zeiten gekürt.

Dabei ist die Geschichte äußerst simpel, sofern man überhaupt von einer sprechen mag. Die drei arbeiten als Hausmeister in einem Uhrenturm und sind mit der Aufgabe betreut, dort alles in Ordnung zu bringen bzw. zu halten. Aber wie das Publikum es von dem Trio bereits gewohnt war, musste dabei einiges schiefgehen. So hat Micky beispielsweise mit einem Storch zu kämpfen, Goofy bekommt es mit schlagkräftigen Figuren zu tun. Die einzelnen Erlebnisse haben dabei nichts miteinander zu tun. Wie bei den obigen Micky-Filmen auch ist Die Uhrenreiniger eine Aneinanderreihung einzelner Gags, die letztendlich nur durch den gemeinsamen Schauplatz miteinander verbunden werden. Inhaltlich ist das recht simpel, geboten wird eine auf Missgeschicken aufbauende Situationskomik, die zuweilen schmerzhaft ist.

Simpel, aber unterhaltsam

Ein paar Sprachfetzen finden sich hier, wenn auch nicht in Form richtiger Dialoge. Tatsächlich war der Kurzfilm Zentrum einer Kontroverse, weil eine besonders fundamentalistische Christen-Organisation aus den USA der Ansicht war, das von Donald Duck im Original gesagte „Says Who“ wäre ein „Fuck You“ – rund 60 Jahre nach der Veröffentlichung. Dass in Die Uhrenreiniger die typische Cartoon-Gewalt gezeigt wird, wenn Goofy mehrere Schläge abbekommt, scheint hingegen niemanden gestört zu haben. Über solche Idiotie darf man lachen. Alternativ gibt aber auch der Kurzfilm selbst immer wieder Anlass zum Schmunzeln, sofern man eben diese Art Humor mag.

Visuell ist das auch alles ansprechend. Klar durfte man hier keine vergleichbar aufwendige Optik erwarten, wie sie in Disney erstem Langfilm Schneewittchen und die sieben Zwerge betrieben wurde, der kurze Zeit später in die Kinos kam. Für sich genommen kann man hier aber nicht meckern, Hintergründe und Animation sind auf einem hohen Niveau, zumindest in der Hinsicht merkt man Die Uhrenreiniger sein hohes Alter kaum an.

Credits

OT: „Clock Cleaners“
Land: USA
Jahr: 1937
Regie: Ben Sharpsteen
Drehbuch: Otto Englander, Roy Williams
Musik: Paul J. Smith, Oliver Wallace

Video

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Die Uhrenreiniger
fazit
„Die Uhrenreiniger“ ist einer der berühmtesten Cartoons rund um Micky Maus, Doald Duck und Goofy. Wenn die drei in einem Uhrenturm arbeiten und dort für Ordnung sorgen sollen, ist das ein recht schlichter Humor. Aber es ist doch amüsant und überzeugt auch visuell.
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