Apparition Dunkle Erscheinung
© Studiocanal

Apparition – Dunkle Erscheinung

Apparition Dunkle Erscheinung
„Apparition – Dunkle Erscheinung“ // Deutschland-Start: 13. Dezember 2012 (Kino) // 5. September 2013 (DVD/Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Eigentlich hatten sich Kelly (Ashley Greene) und Ben (Sebastian Stan) darauf gefreut, gemeinsam in ihr Eigenheim zu ziehen. Diese Freude nimmt jedoch ein jähes Ende, als sie immer wieder unheimliche und unerklärliche Erfahrungen darin machen. Doch das ist nur der Anfang. Als sie versuchen, dem Ganzen zu entgehen, indem sie erst einmal auf Abstand zum Haus gehen, stellen sie fest, dass sie von diesen Phänomenen verfolgt werden. Erst Patrick (Tom Felton) findet eine Erklärung für diese Vorkommnisse. So haben er, Ben und zwei weitere zuvor ein paranormales Experiment durchgeführt und dabei offensichtlich etwas geweckt, das sie seither nicht mehr loslässt …

Ein Ort des Schreckens

Es gehört zu den beliebtesten Subgenres des Horrorfilms: der Haunted House Horror. Unzählige Geschichten wurden erzählt über Orte, die aus dem einen oder anderen Grund verwunschen sind und von rätselhaften bis unheimlichen Wesen heimgesucht werden. Ob Klassiker wie Bis das Blut gefriert über die Blockbuster-Reihe Conjuring bis zu aktuellen Vertretern wie Those Who Walk Away, die Liste an Beispielen ist lang. Sehr lang. Das bedeutet umgekehrt auch, dass man sich schon ein bisschen was einfallen lassen sollte, um diesem gut besuchten Bereich wirklich auf sich aufmerksam zu machen. Denn nur weil die Begegnung mit Geistern, Dämonen oder anderen übernatürlichen Kreaturen, die es sich in einem Ort gemütlich gemacht haben, bis heute beliebt ist, heißt das nicht, dass das zu einem Selbstläufer wird.

Ein Beispiel hierfür ist Apparition – Dunkle Erscheinung. Dabei handelt es sich um einen der unzähligen Versuche, mit einem semibekannten Ensemble und geringem Budget ordentlich Kasse zu machen. Hier klappte das überhaupt nicht. Die Resonanz bei der Kritik oder auch einem regulären Publikum war verheerend. Gleiches gilt für die Einspielergebnisse in den Kinos. Der Film fiel wirklich überall durch. Wenn man ihn sich heute anschaut, dann auch weniger weil er einem empfohlen wurde. Dafür müsste man erst einmal jemanden finden, der ihn gut fand. Eher ist es der Auftritt von Sebastian Stan, der für Aufmerksamkeit sorgt. Der war 2012 noch recht unbekannt, machte später aber vor allem als Winter Soldier in diversen Marvel-Produktionen auf sich aufmerksam, aber auch durch Einzelwerke wie die Serie Pam & Tommy oder die Horrorkomödie Fresh.

Horror ohne Flair und Spannung

Von seinen schauspielerischen Qualitäten, die er dort zeigte, ist in Apparition – Dunkle Erscheinung noch nicht wirklich viel zu sehen. Er ist nicht mehr als ein hübscher Niemand, ohne nennenswerte persönliche Merkmale. Bei der von Ashley Greene (Aftermath) gespielten Partnerin sieht es nicht wirklich besser aus. Sie wird im Film sogar noch deutlich mehr auf ihr Äußeres reduziert, indem sie in den passendsten – oder unpassendsten – Momenten leicht bekleidet herumläuft. Ein Schicksal, das ihren männlichen Kollegen erspart geblieben ist. Offensichtlich hatte Regisseur und Drehbuchautor Todd Lincoln keine Idee, was er sonst mit ihr anfangen könnte, als sie sich ausziehen zu lassen. Nicht dass er anderweitig etwas gehabt hätte, dem man die Bezeichnung Idee unbedingt geben müsste. Mal wieder startet ein Horrorfilm damit, dass ein paranormales Experiment schief gegangen ist.

Lincoln selbst geht anschließend keine Experimente ein, weder was den Inhalt noch die Inszenierung betrifft. In Apparition – Dunkle Erscheinung ist nur wenig dabei, bei dem einem nicht ein Dutzend anderer Filme einfallen, die dieselbe Szene auch schon gebracht haben. Oft besser. Wobei der Film hier jetzt auch nicht die große Katastrophe ist, als die er manchmal beschrieben wird. Da gibt es noch deutlich schlimmere Beispiele. Es ist nur ein ziemlich langweiliges Beispiel für einen Horrortitel, ohne Flair, ohne Spannung. Der Film hat noch nicht einmal ein befriedigendes Ende, wenn die Geschichte einfach nur irgendwie endet und man gar nicht so genau sagen kann, was das hier eigentlich sollte.

Credits

OT: „The Apparition“
Land: USA
Jahr: 2012
Regie: Todd Lincoln
Drehbuch: Todd Lincoln
Musik: Tomandandy
Kamera: Daniel Pearl
Besetzung: Ashley Greene, Sebastian Stan, Tom Felton, Julianna Guill, Rick Gomez, Luke Pasqualino

Bilder

Trailer

Kaufen / Streamen

Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision, ohne dass für euch Mehrkosten entstehen. Auf diese Weise könnt ihr unsere Seite unterstützen.




(Anzeige)

Apparition – Dunkle Erscheinung
fazit
Wenn in „Apparition – Dunkle Erscheinung“ ein Paar in der neuen Wohnung seltsame Beobachtungen macht, dann hat das weder inhaltlich noch inszenatorisch dem beliebten Haunted House Horror etwas hinzuzufügen. Auch die Figuren bleiben blass und werden darauf reduziert gut auszusehen.
Leserwertung0 Bewertungen
0
4
von 10