In den letzten Jahren stand Reese Witherspoon bei Kritikern meist hoch im Kurs: Ob das Südstaatendrama Mud, die Thomas-Pynchon-Verfilmung Inherent Vice oder The Good Lie über den Sudankrieg, sie alle schnitten gut bis sehr gut ab. Und dann wäre da noch Der große Trip – Wild, für den sie dieses Jahr sogar zum ersten Mal seit Walk the Line anno 2006 wieder für einen Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert war. Das wird ihr bei Miss Bodyguard eher nicht gelingen, der durch die Bank weg verrissen wurde, bislang einer der schlechtesten Filme des Jahres sein soll.

Es ist aber auch keine Rolle, mit der man Kritikerherzen erobert: Als unerfahrene Polizistin Cooper soll Witherspoon hier Daniella (Sofía Vergara) vor bösen Buben beschützen. Und von denen gibt es eine ganze Menge, ist die Dame doch eine wichtige Zeugin im Prozess gegen Gangsterboss Vicente Cortez (Joaquín Cosio). Das jedoch geht komplett daneben, die beiden sind schon kurze Zeit drauf auf der Flucht, während das halbe Land hinter ihnen her ist und sich abenteuerliche Verfolgungsjagden liefert.

Immerhin, trotz des verheerenden Mediechechos reichte es in den US-Charts in der Startwoche für Platz zwei, auch wenn man noch weit davon entfernt ist, das Budget von 35 Millionen Dollar wieder eingespielt zu haben. Aber die eine oder andere könnte ja auch durch deutsche Zuschauer noch hinzukommen, zumindest haben diese ab dem 11. Juni die Gelegenheit dazu.

Miss Bodyguard [Trailer]
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