Inhalt / Kritik

Superbad

„Superbad“ // Deutschland-Start: 3. Oktober 2007 (Kino) // 18. März 2008 (DVD)

Der Film handelt von Seth, Evan und Fogell, mehr oder weniger gute Freunde, die kurz vor ihrem High School-Abschluss stehen, jedoch ziemliche Loser sind und somit kaum auf Feten eingeladen werden. Als Seth jedoch von der hübschen Jules auf  eine Feier eingeladen wird und auch Evan auf die Party gehen soll, die auch Becka besuchen wird, die er mag, sind die beiden sehr erfreut. Als der unliebsame Fogell dann auch noch mit einem gefälschten Ausweis prahlt, mit dem sie Alkohol für die Party kaufen können, scheint die Sache perfekt. Jedoch wird Fogell im Schnapsladen überfallen und als die Verkäuferin die Polizei ruft, sieht er sich mit zwei sehr merkwürdigen Polizisten konfrontiert, während Seth und Evan versuchen, mit Alkohol zu der Party  zu kommen.

Superbad sieht sich als Teenie-Komödie durchaus in der Tradition von Filmen wie American Pie oder Road Trip, die selber in der Tradition von George Lucas‘ American Graffiti oder auch in der von Mike Nichols Geniestreich Die Reifeprüfung stehen, wobei man letzteren als deutlich anspruchsvoller sehen muss als die zuvor genannten Streifen. Das Darstellerspiel von Michael Cera als Evan und das von Jonah Hill als Seth ist für dieses Genre überdurchschnittlich zu bewerten und weiß des Öfteren zu gefallen. Auch Christopher Mintz-Plasse als Fogell gefällt sehr gut und bringt vor allem durch seine Mimik zum (häufigen) Lachen. Die beste Darstellung liefern aber eindeutig Seth Rogen und der Saturday Night Live-Star Bill Hader als Officer Michaels bzw. Officer Slater ab. Meiner Meinung nach sind die beiden sogar der Grund, warum mich diese eigentlich sehr simple Teenie-Komödie so sehr zum Lachen gebracht  hat. Dank diesen beiden Darstellern darf man auch zum Schluss des Films eine Referenz an den bereits genannten American Graffiti von 1973 erleben.

Die Regie führte der ehemalige Fernsehregisseur Greg Mottola, dem der Umstieg zum Spielfilm scheinbar sehr leicht fällt und der Superbad sehr flüssig inszeniert. Die Musik stammt von dem Komponisten Lyle Workman, der auch den Score für die Filme von Judd Apatow komponiert hat. Der Soundtrack setzt auf Funk, der zu Beginn während der Credits auch sehr gut rüberkommt, doch leider verliert sich die Musik im Verlauf des Films zusehend. Die Kamera übernahm Russ Alsobrook: solide geführt, aber großartige  Bilder  kann man natürlich nicht erwarten. Der Dialog setzt wie die meisten Filme an denen Judd Apatow beteiligt ist, auf Fäkalsprache, die hier aber nicht so sehr nervt wie in seiner Komödie Beim Ersten Mal. Das Drehbuch stammt von Seth Rogen, der es gemeinsam mit Evan Goldberg geschrieben hat, wodurch auch die Namen der Protagonisten klar sein dürften. Erwähnenswert ist hierbei, dass die beiden Jugendfreunde es bereits während der Schule geschrieben haben. Inwiefern das Drehbuch nun noch geändert werden musste lässt sich schwer sagen.

Superbad ist eine sehr komische, flüssig inszenierte Komödie, die in ihrer recht langen Laufzeit von 118 Minuten (Unrated-Version) nicht langweilt. Das heißt jedoch nicht, dass es in diesem Film keinen Leerlauf gibt. Mit Filmen wie American Pie kann es dieser Film allemal aufnehmen und wer an diesen Streifen, oder an den Komödien Judd Apatows gefallen findet, der wird auch an hiermit Spaß haben. Wer sich an der Fäkalsprache stört, was ich durchaus nachvollziehen kann, sollte um Superbad einen Bogen machen. Ich persönlich kann ihn aus eigener Erfahrung aber jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem amüsanten Film ist, den man auch gut mit Bekannten ansehen kann.

Credits

OT: „Superbad“
Land: USA
Jahr: 2007
Regie: Greg Mottola
Drehbuch: Seth Rogen, Evan Goldberg
Musik: Lyle Workman
Kamera: Russ Alsobrook
Besetzung: Jonah Hill, Michael Cera, Seth Rogen, Bill Hader, Christopher Mintz-Plasse

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