(„Children Of Men“ directed by Alfonso Cuarón, 2006)

Schon lange stand er auf meiner Liste (damals leider im Kino verpasst). Im Nachhinein muss ich jetzt aber sagen, dass ich mir mehr erwartet hatte. Die 110 Minuten Laufzeit sind zwar durchaus interessant, aber irgendwie hatte ich ständig ein seltsames Gefühl dabei. Die fiktive Story, die im Jahr 2027 spielt, erzählt von einer Welt in der die Menschheit unfruchtbar geworden ist. Der jüngste Mensch ist gerade mit 18 Jahren verstorben (Juan Gabriel Yacuzzi) während die Erde vor dem Untergang steht. In diesem anarchischen Chaos hält sich nur Großbritannien einigermaßen über Wasser: Das Königreich wurde in einem extremen Polizeistaat verwandelt in dem Immigranten brutal behandelt und ghettoisiert werden. In der Hauptstadt London, befindet sich der Büroarbeiter Theo Faron (Clive Owen), der einst mit seiner Ex-Freundin Julian (Julianne Moore) selbst Aktivist war. Eines Tages taucht Julian wieder auf und bittet ihn seine politischen Beziehung spielen zu lassen um Papiere für eine illegale Immigrantin zu beschaffen. Kee (Clare-Hope Ashitey), so heißt die gefährdete Frau, ist nämlich schwanger und deshalb soll sie außer Landes gebracht werden. Als Theo schließlich einwilligt wird aber leider Julian bei einem Unfall getötet und er gerät selbst mit Kee in Kontakt…
Die Story ist vielleicht nicht unbedingt innovativ, aber trotzdem erarbeitet der Film etwas Eigenständiges. Wie schon anfangs erwähnt war ich aber ein klein wenig enttäuscht. Vermutlich hatte ich mehr politische Intrigen und mehr Bilder von einem London in Schutt und Asche erwartet. Dennoch ein Streifen der nicht als durchschnittlich bezeichnet werden kann. Clive Owen macht seinen Job ausgezeichnet und bestätigt seinen guten Ruf. Angenehm überrascht war ich hingegen von einem Michael Cane als Hippie der mit seiner gelähmten (?) Frau Janice (Philippa Urquhart) in einem versteckten Haus im Wald lebt und gute Kontakte zu Theo pflegt. Der Soundtrack ist übrigens äußerst interessant, wenn auch nicht immer unbedingt passend. Die Ohren werden von King Crimson, Deep Purple, John Lennon aber auch von neuzeitlichen Künstlern wie Radiohead oder etwa The Libertines beschallt. Außerdem gibt es eine Hommage an den Song „Animals“ von Pink Floyd. Wer die Gelegenheit hat ihn zu sehen kann sich ruhig darauf einlassen, kaufen würde ich ihn allerdings nicht.

Children of Men
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