Detektiv Conan Film 12 Die Partitur des Grauens Full Score of Fear
© GOSHO AOYAMA / DETECTIVE CONAN COMMITTEE

Detektiv Conan – 12. Film: Die Partitur des Grauens

Detektiv Conan Film 12 Die Partitur des Grauens Full Score of Fear
„Detektiv Conan: Die Partitur des Grauens“ // Deutschland-Start: 25. Mai 2009 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Als bei einer Probe an der Domoto Musikakademie eine Bombe hochgeht, kostet dies mehrere Menschen das Leben. Das Entsetzen ist groß, aber auch die Verwunderung: Warum sollte es jemand auf die Musiker abgesehen haben? Conan Edogawa will es genau wissen und beginnt deshalb heimlich seine Ermittlungen. Doch dabei drängt die Zeit, denn es wird nicht bei dem einen Vorfall bleiben. So kommt es im Anschluss zu mehreren Anschlägen, von denen einige ebenfalls tödlich enden. Unter anderem hat es der Täter oder die Täterin auf die Sopran-Sängerin Reiko Akiba abgesehen. Und die größte Gefahr kommt noch: Ein Konzert ist geplant, welches in der Akademie stattfinden soll, womit noch deutlich mehr Menschen zur Zielschiebe werden könnten …

Musikalische Mördersuche

Kennt man einen Teil, kennt man sie alle? Das gilt für die Kinoauftritte des Mangahelden Detektiv Conan von Gosho Aoyama nur zum Teil. In den meisten Fällen hält man sich schon an die Konventionen des Krimigenres. So geht es oft damit los, dass irgendwo ein Mord geschehen ist, am Ende der Geschichte weiß unser Meisterdetektiv, der infolge einer unglücklichen Begegnung im Körper eines Kindes steckt, wer es gewesen ist. Denn er ist intelligenter als alle anderen. Innerhalb dieser Konvention gibt es aber relativ viel Abwechslung. Beim zehnten Film Das Requiem der Detektive erfolgte die Spurensuche im Rahmen einer Schnitzeljagd. Film Nummer elf Die azurblaue Piratenflagge kombinierte den Krimi mit einem Abenteuer, wenn es auf Schatzsuche geht. Im Vergleich dazu ist Die Partitur des Grauens, der zwölfte Teil der Reihe, recht gewöhnlich, zumindest im Hinblick auf die Handlung.

Wobei der Film durch die musikalische Komponente durchaus eine eigene Note hat. So ist die Musikakademie nicht nur Schauplatz des Verbrechens, auch die Opfer kommen alle aus dem Bereich. Dann wäre da noch der Hinweis eines Flötenstücks, das an den Tatorten gefunden wird. Es wird zwischendurch viel musiziert, das Finale fällt mit dem Konzert zusammen. Außerdem liegt die Vermutung nahe, dass das Motiv ebenfalls irgendwie mit Musik zusammenhängen muss. Selbst bei der Aufklärung spielt Musik eine große Rolle. Bei Detektiv Conan: Die Partitur des Grauens ist das dann alles aus einem Guss. Drehbuchautor Kazunari Kochi, der mit dem ersten Film Der tickende Wolkenkratzer beginnend an insgesamt 14 Kinoauftritten beteiligt war, von der Fernsehserie ganz zu schweigen, hat da schon einiges investiert, damit die Musik nicht einfach nur ein Hintergrundelement ist.

Wenig glaubwürdig, aber unterhaltsam

Mit der Glaubwürdigkeit hatte er es hingegen nicht so. Wie so oft bei dem Manga und dem Anime ist da einiges an den Haaren herbeigezogen. Schon bei den Schlüssen, die Conan zieht, muss man großzügiger sein. Später gibt es mehrere absurde Szenen. Selbst die Auflösung überzeugt nicht so wirklich. Nicht nur dass die Motivation schon ziemlich konstruiert ist. Detektiv Conan: Die Partitur des Grauens packt zum Schluss noch einmal eine Wendung aus, die in einem klaren Widerspruch zu dem zuvor Gesagten steht. Die Erklärung, wie der kleine Meisterdetektiv herausfinden konnte, wer es ist, funktioniert dann gar nicht mehr. Aber wie so oft wollte man bei dem Film wohl nicht genauer drüber nachdenken, man zeigt sich genügsam.

Unterhaltsam ist der Film aber. Da sind ein paar witzige Einfälle, beispielsweise die Geschichte rund um Genta von den Detective Boys, die gar nicht unbedingt Jungen sind. Der Versuch von Kogoro Mori, den Fall selbst zu lösen, ist wieder so lächerlich, dass alle anderen nur noch mit den Augen rollen. Solche Momente hätte es vielleicht häufiger gebraucht, zumal Detektiv Conan: Die Partitur des Grauens mit einer Laufzeit von knapp zwei Stunden wieder richtig lang geworden ist. Auch visuell wäre da mehr drin gewesen, das Traditionsstudio TMS bewegt sich nie wirklich von den Fernsehbildern weg. Das muss einen nicht stören, die Mankos treffen schließlich auf viele Teile der Reihe zu. Ein Millionenpublikum erreicht man trotz dieser Schwächen.

Credits

OT: „Meitantei Konan: Senritsu no furu sukoa“
IT: „Detective Conan: Full Score of Fear“
Land: Japan
Jahr: 2008
Regie: Yasuichiro Yamamoto
Drehbuch: Kazunari Kochi
Vorlage: Gosho Aoyama
Musik: Katsuo Ono, Masakazu Yokoyama, Aki Yokoyama, Keiko Urakami
Animation: Tokyo Movie Shinsha (TMS)

Trailer

Detektiv Conan Special

Wer mehr über die Geschichte von Detektiv Conan erfahren möchte: In unserem Themenspecial blicken wir zurück auf das Franchise, dazu gibt es zahlreiche Kritiken rund um den Manga und den Anime.

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Detektiv Conan – 12. Film: Die Partitur des Grauens
fazit
„Detektiv Conan: Die Partitur des Grauens“ fällt durch den starken Fokus auf Musik auf, selbst wenn der Ablauf der Handlung weniger einfallsreich ist als die beiden vorangegangenen Filme. Das ist schon unterhaltsam, sofern man sich nicht an der mangelnden Glaubwürdigkeit und der wenig ambitionierten Optik stört.
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