Kitaro Band 2 Der Krieg der Yokai Comic Manga
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Kitaro – Band 2: Der Krieg der Yokai

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Kitaro Band 2 Der Krieg der Yokai Comic Manga
„Kitaro – Band 2: Der Krieg der Yokai“ // Deutschland-Start: 7. September 2021

Inhalt / Kritik

Als Sohn von Yokais hat der einäugige Junge Kitaro einen besonderen Draht zu der Welt der Geister. Immer wieder kommt es daher vor, dass er von den Menschen um Rat gebeten wird, wenn wieder ein Monster Angst und Schrecken verbreitet. Mal haben es die finsteren Fabelwesen auf ein Dorf abgesehen, mal auf die Bevölkerung einer Insel, die sie für sich in Beschlag nehmen wollen. Doch Kitaro ist nicht allein, er kann auf seinen Vater zählen oder auch den Rattenmann, die ihn bei seinen Abenteuern unterstützen. Und doch stößt er immer mal wieder an seine eigenen Grenzen – gerade auch denn, wenn er es mit Menschen zu tun bekommt, die nicht wissen, worauf sie sich einlassen …

Abenteuer eines Geisterjungen

Die Freude war groß bei hiesigen Mangafans, zumindest solchen, die Interesse an Klassikern haben: Hakaba no Kitarō kommt nach Deutschland! Obwohl der zwischen 1959 und 1969 veröffentlichte Comic in Japan ein großer Erfolg war, zahlreiche andere beeinflusste und mehrere Male adaptiert wurde, war in Deutschland davon nicht viel zu sehen. So wie Shigeru Mizuki hierzulande nie die Würdigung erhalten hat, die ihm zusteht. Dabei war der erste Band der deutschen Veröffentlichung ein guter Einstieg, erzählt Kitaros Geburt doch, dem Titel gemäß, von dem Anfang des Protagonisten. Allerdings war es nicht die erste Geschichte, auch wenn man das denken könnte. Vielmehr versammelte der besagte Band mehrere Geschichten, die zwischen 1965 und 1969 erschienen sind.

Beim zweiten Band Der Krieg der Yokai liegt man da zeitlich näher beisammen, dieses Mal beschränkt man sich auf Geschichten von 1965 und 1966. Diese sind dabei nach wie vor episodenhaft. So ist das titelgebende Abenteuer, bei denen die japanischen Geisterwesen gegen Monster aus dem Westen kämpfen, der längste Abschnitt in dem Manga und umfasst gleich vier Kapitel. Doch nicht alle handeln von diesem Krieg. Konflikte gibt es aber mehr als genug. Mal betrifft dies andere Yokais, so der Name der auf der japanischen Mythologie basierenden Fabelwesen. Aber auch Kitaro, der traditionell ein bisschen zwischen den Stühlen sitzt, hat zuweilen seine Probleme mit den Menschen. Ganz witzig ist beispielsweise die Geschichte, bei der ein paar Schüler auf den Baseball-Schläger des Protagonisten scharf sind, der magische Kräfte verleiht.

Stimmungsvoller Folk Horror

Auf diese Weise kommt es zu Wechseln innerhalb der Tonalität. Auch bei Kitaro ist eine gewisse Ambivalenz zu sehen, wenn er oft, aber eben nicht immer der Held der Geschichte ist. Das sorgt für Abwechslung. Gleiches gilt für die Yokai an sich, die es in den unterschiedlichsten Formen gibt. Manche sind eher kurios, andere sind klassisch. Dann wiederum trifft man in Der Krieg der Yokai auf fantastische Wesen, die man so nicht kennt. Wer beispielsweise Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba gern liest wegen der unterschiedlichen Dämonen, denen der Protagonist begegnet, sollte auch einmal den Urahnen eine Chance geben. Der Manga hat den Charme alter Gruselgeschichten, die tief in lokalen Legenden verwurzelt sind. Das klappt hier noch einmal besser als beim ersten Band, der sich unter anderem mit dem Alltag von Kitaro befasste.

Ein weiterer Grund, weshalb sich die Lektüre des Comics lohnt, ist die Optik. So hat dieser nicht nur die ikonischen Designs von Mizuki, die zwischen komisch-kurios und alptraumhaft wechseln. Auch bei den Hintergründen war der Japaner sehr talentiert. Der Krieg der Yokai hat schon eine sehr dichte Atmosphäre. Wenn wir etwa mit dem Zug durch die Welt der Toten fahren, wir uns durch den Dschungel auf der Monster-Insel schlagen oder in dem abgelegenen Dorf unterwegs sind, das von einem rätselhaften Baum heimgesucht wird, dann geht das mit einer erstklassigen Horrorstimmung einher. Wer eine Schwäche für Folk Horror hat, sollte deshalb einmal Kitaro und seine sonderbare Welt kennenlernen.

Credits

OT: „Hakaba no Kitarō“
Land: Japan
Jahr: 1965-1966
Text: Shigeru Mizuki
Zeichnungen: Shigeru Mizuki

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Kitaro – Band 2: Der Krieg der Yokai
fazit
„Kitaro: Der Krieg der Yokai“ ist noch einmal etwas stärker als der erste Band, da er sich mehr auf die Begegnung mit den unterschiedlichsten Fabelwesen und Monstern konzentriert. Das lockt mit abwechslungsreichen Figuren, aber auch sehr stimmungsvollen Hintergründen, die für eine sehr gute Horror-Atmosphäre sorgen.
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