Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba Manga Band 1
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Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – Band 1

Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba Manga Band 1
„Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba“ // Deutschland-Start: 18. März 2020

Inhalt / Kritik

Der Schock ist groß bei Tanjiro Kamado, als er wieder nach Hause kommt, nachdem er wie immer unterwegs war, um Kohlen zu verkaufen. Denn dort bildet sich ein Bild des Schreckens, nahezu seine gesamte Familie wurde brutal getötet. Lediglich seine jüngere Schwester Nezuko hat das Massaker überstanden. Doch auch sie ist verändert, wurde sie durch den Zwischenfall doch zu einer Dämonin. Für Giyu Tomioka, der zu den Demon Slayers gehört, ist klar, dass sie getötet werden muss, bevor sie andere Menschen anfällt, sind sie doch die Leibspeise von Dämonen. Tanjiro wiederum will das um jeden Preis verhindern, fest davon überzeugt, dass in ihr noch Menschliches ist. Irgendeine Möglichkeit muss es doch geben, sie wieder zurück zu verwandeln. Giyu ist skeptisch, zu oft hat er bereits mitansehen müssen, welche Gewalt von Dämonen ausgeht. Aber er lässt sich erweichen und schickt den verzweifelten Jungen zu seinem alten Meister Sakonji Urokodaki, der ihn ebenfalls zu einem Demon Slayer ausbilden soll …

Der Anfang einer Erfolgsgeschichte

Nicht wenige dürften gestaunt haben, als Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – The Movie: Mugen Train 2020 in die Kinos kam und in Windeseile zum erfolgreichsten Animefilm aller Zeiten wurde, noch vor den bisherigen Spitzenreitern Chihiros Reise ins Zauberland und Your Name.. Wohlgemerkt mitten in der Corona-Pandemie, als Kinos eigentlich nicht mehr zu betreiben waren. Dabei war schon der 2016 gestartete Manga von Koyoharu Gotouge ein enormer Erfolg. Für den Thron reichte es dort zwar nicht, der gehört nach wie vor One Piece. Mit mehr als 150 Millionen verkauften Bänden reicht es aber immerhin für einen Platz in den Top 10. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil das sehr schnell ging. Während die meisten anderen Titel in dieser Top 10 langlebige Reihen sind, teilweise jahrzehntelang veröffentlicht wurden, war diese hier nach fünf Jahren bereits abgeschlossen.

Wie der Manga zu einem derartigen Bestseller werden konnte, ist anhand des ersten Bandes noch nicht ganz nachzuvollziehen. Insofern verwundert es nicht, dass die anfänglichen Verkaufszahlen eher bescheiden waren, erst durch die Anime-Adaption kam der Erfolg. Grundsätzlich handelt es sich bei Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba um einen recht typischen Shônen Manga, bei dem ein junger männlicher Protagonist in die Welt hinauszieht, Abenteuer erlebt und gegen zahlreiche Feinde kämpft. Letztere sind, wie der Titel bereits vorwegnimmt, Dämonen. Diese sind in dem Japan des frühen 20. Jahrhunderts, der sogenannten Taisho-Ära, weit verbreitet. So weit, dass es eine ganze Geheimorganisation gibt, deren einziger Zweck darin besteht, gegen Dämonen zu kämpfen.

Auf der Suche nach den Dämonen

Im ersten Band ist davon aber noch nicht viel zu merken. Es tauchen relativ wenige Dämonen auf. Von diesen ist auch nur der, der ganz zum Schluss zum großen Hindernis wird, erwähnenswert. Wer von dem Manga erhofft, dass er tief in die Mythologie Japans eintaucht, wird enttäuscht. Gotouge ist dann doch kein zweiter Shigeru Mizuki (Kitaro). Dafür gibt es in Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba eine stärker emotionale Komponente. Eigentlich ist unser Protagonist kein Kämpfer. Ihm bleibt nur nichts anderes übrig, da er der einzige ist, der seine Schwester retten kann. Die wiederum ist die einzige aus seiner Familie, die ihm geblieben ist. Wo andere Shônen-Manga auf Unterhaltung setzen, ist hier mehr Drama.

Dennoch, inhaltlich gibt das noch nicht so wahnsinnig viel her. Der erste Band ist vor allem damit beschäftigt, das Szenario zu etablieren, bevor es später richtig losgehen wird. Schade ist, dass die Trainingsphase so kurz ausfällt, da wird die Entwicklung quasi übersprungen. Dafür gibt es eine sehenswerte Optik. So hat sich der Zeichner mehr Mühe mit den Hintergründen gegeben, als es bei vielen der Fall ist. Das kommt dann gerade in den großformatigen Veröffentlichungen gut zur Geltung, Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba ist da schon ziemlich atmosphärisch geworden. Auch bei den Actionszenen kann sich das sehen lassen. Sicher, als Anime ist das dankbarer, wie immer. Aber es sieht besser aus als bei so mancher Konkurrenz, wo einfach nur irgendwelche Linien drübergelegt wurden, um eine Dynamik zu symbolisieren.

Credits

OT: „Kimetsu no Yaiba“
Land: Japan
Jahr: 2016
Text: Koyoharu Gotouge
Zeichnungen: Koyoharu Gotouge

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Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba – Band 1
fazit
Der erste Band von „Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba“ bleibt noch eine Erklärung schuldig, warum die Reihe so erfolgreich werden konnte. Wenn ein Junge auszieht, um gegen Dämonen zu kämpfen, ist das zwar emotionaler, aber inhaltlich noch nicht wirklich interessant, zumal die Dämonen bislang kaum auftauchen. Dafür ist das visuell ansprechend.
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