Resident Evil Death Island
© Sony Pictures
„Resident Evil: Death Island“ // Deutschland-Start: 19. Oktober 2023 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Der Vorfall ist ebenso mysteriös wie beunruhigend: Zwölf Menschen scheinen mit einer fortgeschrittenen Version des T-Virus infiziert zu sein, der zuvor so vielen anderen schon den Tod gebracht hat. Doch bislang geschah dies immer mittels eines Bisses, der hier aber zu fehlen scheint. Während Agent Chris Redfield der Sache nachgehen will und sich dabei mit Jill Valentine herumärgert, die seiner Meinung nach noch nicht wieder für einen Einsatz bereit ist, soll sich Leon S. Kennedy eines Forschers annehmen, der gekidnappt worden sein soll. Als dann auch noch ein Orca-Wal gefunden wird, der ebenfalls infiziert wurde, sind sie sich sicher, dass da etwas richtiges Böses vor sich geht. Dabei stellen sie fest, dass die zwölf Leute eines gemeinsam haben: Sie waren kurz zuvor auf der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz gewesen …

Rückkehr der Fan-Lieblinge

Momentan steht es ein wenig in den Sternen, wie es mit Resident Evil weitergeht. Während sich die Survival-Horror-Spiele noch immer großer Beliebtheit erfreuen, sieht es bei den Adaptionen übel aus. Resident Evil: Welcome to Raccoon City, das als Reboot an die erfolgreichen Filme von Paul W. S. Anderson anschließen sollte, ging an den Kinokassen unter. Und auch die Netflix-Serie Resident Evil brachte nicht die erhofften Zuschauerzahlen und wurde nach nur einer Staffel abgesetzt. Immerhin: Die Animationssparte scheint von dem Fluch verschont geblieben zu sein. Zumindest gibt es hier mit Resident Evil: Death Island mal wieder Nachschub. Der hat zwar auf sich warten lassen, sechs Jahre sind seit dem letzten Teil Resident Evil: Vendetta vergangen. Aber das ist man von dieser Reihe gewohnt, da vergingen grundsätzlich immer mehrere Jahre.

Inhaltlich schließt der Film dabei durchaus an den Vorgänger an, was Jahre später schon etwas schwierig ist. Insgesamt richtet er sich an ein Publikum, das mit den Filmen und den Spielen vertraut ist. Genauer will Resident Evil: Death Island wie so viele Filme in den letzten Jahren mit Fanservice punkten und spart deshalb nicht mit bekannten Figuren. Chris Redfield, Jill Valentine, Leon S. Kennedy und Claire Redfield zusammen in einer Geschichte? Da bekommt die Zielgruppe leuchtende Augen. Das Animationswerk stellt eine Art Gipfeltreffen der großen Namen dieses Franchises dar. Allein deshalb schon werden viele einen Blick darauf werfen wollen, zumal es eine Weile dauern dürfte, bis anderweitig ein neues Abenteuer erscheint.

Kaum eigene Einfälle

Aber wie das oft so ist, wenn ein Film ganz viel Fanservice anbietet: Damit wird kaum überdeckt, wie wenig eigene Einfälle man hatte. Das Setting der ehemaligen Gefängnisinsel Alcatraz ist natürlich nett. Zu Beginn hat das auch einen höheren Mystery-Faktor, wenn die Virus-Infektionen anders ablaufen, als man es von den früheren Teilen gewohnt ist. Was steckt dahinter? Und wer? Die Auflösung ist jedoch ernüchternd. Nach einem vielversprechenden Einstieg wird Resident Evil: Death Island zu einem recht austauschbaren Teil der Reihe. Weder beim neuen Gegenspieler noch dem Ablauf der Handlung hat sich Drehbuchautor Makoto Fukami, der auch schon beim letzten Mal das Script zu verantworten hatte, kreativ verausgabt. Richtig übel sind aber die Dialoge, die einen hoffen lassen, dass doch möglichst bitte alle zu Zombies werden, um einem diese Qual zu ersparen.

Wenn im weiteren Verlauf in erster Linie die Waffen sprechen, sieht es besser aus. Das Traditionsstudio TMS Entertainment (Lupin III: The First) hat sowohl bei der Umsetzung der Figuren wie auch animationstechnisch ordentliche Arbeit vorgelegt, auch wenn ein eigenes Flair fehlt. Wer die vorangegangenen Animationsfilme gern gesehen hat, kann es deshalb hiermit versuchen. Schlechter ist Resident Evil: Death Island nicht geworden. Aber eben auch nicht besser. So richtig viel Spannung kommt hier nicht auf, da ist nichts dabei, woran man sich im Anschluss unbedingt erinnern müsste oder was die Vorfreude auf weitere Teile wecken würde.

Credits

OT: „Biohazard: Death Island“
Land: Japan
Jahr: 2023
Regie: Eiichirō Hasumi
Drehbuch: Makoto Fukami
Musik: Rei Kondoh
Kamera: Yun M. Watanabe
Animation: TMS Entertainment

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Resident Evil: Death Island
fazit
Nach langer Wartezeit wird die Animationsreihe um das beliebte Horror-Franchise doch noch fortgesetzt. Richtig gelohnt hat sich das aber nicht. Zwar lockt „Resident Evil: Death Island“ mit bekannten Figuren, fängt mit ihnen aber nicht viel an. Nach einem vielversprechenden Einstieg wird es trotz stimmungsvollen Settings ziemlich austauschbar – und irgendwie überflüssig.
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