2025 Armageddon Willkommen im Multiversum
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2025 Armageddon – Willkommen im Multiversum

„2025 Armageddon – Willkommen im Multiversum“ // Deutschland-Start: 23. Juni 2023 (DVD / Blu-ray)

Inhalt / Kritik

Als die ISS von einem unbekannten Raumschiff zerstört wird, klingeln die Alarmglocken. Doch das ist noch nichts im Vergleich zu dem, was die Menschheit im Anschluss erwartet. Weltweit werden die Städte angegriffen, auch ein Kampfschiff wird versenkt, überall tauchen riesige Monster auf. Doch woher kommen sie? Und was haben sie auf der Erde zu suchen? Thomas Ramsey (Michael Paré), Präsident der Vereinigten Staaten, hat auf jeden Fall alle Hände voll zu tun. Eine Taskforce aus Wissenschaftlern und Militär, zu der auch Ramseys Töchter Dr. Quinn Ramsey (Lindsey Marie Wilson) und Ltc. Madoyln Webb (Jhey Castles) gehören, soll sich des Problems annehmen. Dabei führt eine Spur zu den Filmen des Studios The Asylum …

Monster aus dem Asylum-Fundus

Auch wenn viele den Namen The Asylum in erster Linie mit ihren Mockbustern in Verbindungen bringen dürften, an tatsächliche Blockbuster angelehnte Billigproduktionen, bringt das berühmt-berüchtigte Studio doch immer mal wieder auch eigene Filme auf den Markt. Die sind dann in der Regel genauso mies wie ihre Pseudo-Kopien. Zumindest aber haben sie dabei oft richtig bescheuerte Einfälle, wie man sie sonst fast nirgends findet. In Devil’s Triangle – Das Geheimnis von Atlantis brachten die Trashmeister Altantis, das Bermudadreieck, eine Hydra und Nuklear-U-Boote zusammen. Bei Headless Horseman – Pakt mit dem Teufel wird ein ermordeter Mann wiedergeboren, um mit Riesenkralle und brennendem Kürbiskopf Rache zu üben. Und auch bei 2025 Armageddon – Willkommen im Multiversum zeigt das Studio, dass es für jeden Blödsinn zu haben ist.

Der Titel erinnert natürlich an das derzeit inflationär gebrauchte Konzept der Parallelwelten. Gerade bei Superheldenfilmen wird dieses aktuell dauernd eingesetzt, The Flash und Spider-Man: Across the Spider-Verse sind die neuesten Beispiele, wie die Figuren durch mehrere Alternativfassungen der ihnen bekannten Welt stolpern. Bei 2025 Armageddon – Willkommen im Multiversum ist das anders. Auch wenn der deutsche Titel das vermuten lässt, gibt es hier keinen Zugang zu fremden Welten. Stattdessen tauchen lauter Monster auf der Erde auf. Der Clou: Diese stammen allesamt aus vorangegangenen Filmen von The Asylum. Dazu gehören etwa die diversen Haie, beispielsweise aus der Sharknado-Reihe. Auch andere Riesenviecher tauchen auf, die Fans bereits aus früheren Filmen kennen.

Billig und langweilig

Statt eines Vergleichs mit Marvel und Co bieten sich daher Monsterfilme wie Godzilla vs. Kong an, bei denen Figuren aus vergangenen Titeln zusammengeführt werden. Eine Erklärung für das gleichzeitige Auftauchen dieser Monster gibt es, auch wenn diese nicht sonderlich sinnvoll ist. Aber das erwartet niemand hier. Wer etwas Sinnvolles sehen will, schaut sich keinen Film von The Asylum an. Es ist vielmehr sogar eine Stärke des Films, dass er derart bescheuert und dummdreist ist. Bei 2025 Armageddon – Willkommen im Multiversum zeigt das Studio Sinn für Humor, wenn immer mal wieder auf eine Meta-Ebene gewechselt wird. Man war sich hier völlig bewusst, dass das alles Blödsinn ist – und machte es dann erst recht.

Zumindest punktuell ist das irgendwie witzig. Aber eben nur punktuell. Ein großes Manko ist, dass auch beim Best of Aslyum Special kein Geld zur Verfügung stand. Das bedeutet nicht nur, dass Szenen aus früheren Filmen einfach wiederverwendet werden, um sich Drehkosten zu sparen. Es bedeutet auch, dass allgemein kaum Actionszenen zu sehen sind. Wie auch bei anderen Werken des Studios wird zwischendrin vor allem geredet, weil das eben billiger ist. Da gibt es dann wieder irgendwelche Familiendramen, die komplett die Spannung rausnehmen. Das Gefühl, dass die Welt in großer Gefahr ist, stellt sich nie ein. Tatsächlich ist die größte Gefahr in 2025 Armageddon – Willkommen im Multiversum die, dass man vor lauter Langeweile einschläft. Statt des erhofften Trashfeuerwerks gibt es hier eintönige Zeitverschwendung, um irgendwie auf die anderthalb Stunden zu kommen.

Credits

OT: „2025 Armageddon“
Land: USA
Jahr: 2022
Regie: Michael Su
Drehbuch: Glenn Campbell, Marc Gottlieb, Tammy Klein
Musik: Mikel Shane Prather, Eliza Swenson
Kamera: Michael Su
Besetzung: Michael Paré, Jhey Castles, Lindsey Marie Wilson, Joseph Michael Harris, David Thomas Newman, Gerald Webb, Anthony Jensen, Sarah Lieving

Trailer

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2025 Armageddon – Willkommen im Multiversum
fazit
Wenn The Aslyum in „2025 Armageddon – Willkommen im Multiversum“ vergangene Monster zu einer Art Best of beschwört, ist das erstaunlich selbstironischer Billigtrash, wie man es von dem Studio gewohnt ist. Das bedeutet auch, dass zwischendrin ewig lang diskutiert wird, weil das weniger kostet als Actionszenen. Nur punktuell macht das mal Spaß, ansonsten herrscht in erster Linie Langeweile.
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