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Section 8

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„Section 8“ // Deutschland-Start: 2023 (Video on Demand) // 17. Juni 2023 (Sky / Wow)

Inhalt / Kritik

Eigentlich wollte der frühere Soldat Jake (Ryan Kwanten) nur noch ein ruhiges Leben führen. Anstatt in fernen Ländern auf Leben und Tod zu kämpfen, schraubt er lieber an Autos in der Werkstatt von Earl (Mickey Rourke). Als dieser eines Tages von Gangstern bedrängt wird, geht Jake dazwischen. Doch sein Einsatz hat einen hohen Preis: Kurze Zeit später töten die Gangster seine Frau und seinen Sohn. Außer sich vor Wut startet der verzweifelte Familienvater einen Rachefeldzug und tötet alle Gangmitglieder, wofür er umgehend ins Gefängnis kommt. Dort hätte er eigentlich bis ans Ende seines Lebens bleiben sollen. Doch Ramsey (Dermot Mulroney), Leiter der geheimen Spezialeinheit Section 8, hat andere Pläne und holt Jake in sein Team, wo er nun im Auftrag der Regierung Menschen töten darf. Doch der will das eigentlich gar nicht …

Rachethriller mit Verschwörungselementen

Eines muss man dem Film ja lassen: Er hält sich nicht an das, was man von ihm erwartet. So spricht die Ausgangssituation eigentlich dafür, dass wir es mit einem der unzähligen Rachethriller zu tun haben, die gerade im Direct-to-DVD-Bereich produziert werden. So haben wir einen Ex-Soldaten, dessen Familie getötet wird und der deshalb aus Rache alle Verantwortlichen tötet. Und Unbeteiligte, die mit den Verantwortlichen zu tun haben, gleich mit. Da kommen dann gern auf eine Leiche bei den Guten zehn Leichen bei den Bösen. Bei Section 8 geschieht das alles, wird kein Klischee ausgelassen. Der Unterschied: Diese Racheaktion ist nach ein paar Minuten schon wieder vorbei und liefert nur den Vorwand, um mit der eigentlichen Geschichte zu beginnen. Die Arbeit in dieser Spezialeinheit steht im Mittelpunkt.

Prinzipiell ist es natürlich irgendwie nett, wenn Filme in eine etwas andere Richtung gehen. Noch netter ist es aber, wenn das Ergebnis auch gut ist. Doch selbst die freundlichsten Zuschauer und Zuschauerinnen werden kaum behaupten wollen, dass Section 8 gut ist. Selbst eine Einteilung als Durchschnitt ist etwas erklärungsbedürftig. Die grundsätzliche Idee einer geheimen Regierungseinheit, die Leute tötet, welche den Verantwortlichen aus den verschiedensten Gründen ein Dorn im Auge ist, funktioniert schon. Sie befriedigt auch das offensichtlich große Bedürfnis nach Verschwörungstheorien, wenn hinter den Kulissen richtig finstere Dinge geschehen. Dabei würde es in der Hinsicht reichen, auf die realen und bekannten Vorkommnisse zu verweisen. Es gibt schließlich genügend Filme, die sich etwa mit den widerrechtlichen Foltermethoden der USA beschäftigen.

Zwischen Fast Food und Massenmord

Doch auch wenn es zweifelsfrei einen Markt gibt für solche Filme gibt, ein bisschen Mühe sollte man sich schon geben. So brisant das hier sein möchte, so langweilig ist das Ergebnis. Da werden einfach nur beliebig irgendwelche Sachen zusammengeworfen, ohne wirkliches Konzept. Später gibt es zwar noch eine schön perfide Wendung, welche die Geschichte noch etwas fieser werden lässt. Viel gemacht wird daraus aber nicht. Section 8 ist typische Fast-Food-Ware, die inhaltlich nichts zu bieten hat. Die Dialoge wirken wie von einer künstlichen Intelligenz zusammengeschrieben, die Figurenzeichnung ist grauenvoll. Selbst an Jake ist nicht viel dran, wenngleich der Film schon bemüht ist, ihn als einen der Guten zu etablieren. Selbstjustiz und Massenmord? Nicht so schlimm, kann ja mal passieren.

Natürlich ist Actionfans das egal. Niemand wird sich den Film anschauen, weil er Ansprüche an den Inhalt hat. Sobald sich Regisseur Christian Sesma (Operation Mindcrime – Es beginnt in deinem Kopf, Take Back) von den Versuchen verabschiedet etwas zu sagen, sondern nur noch Waffen sprechen lässt, erfüllt das hier zumindest seinen Zweck. Zudem kann er ein vergleichbar illustres Ensemble vereinen: Neben Kwanten, Rourke und Mulroney gehören auch Dolph Lundgren als Jakes ehemaliger Vorgesetzter und Scott Adkins in der Rolle eines Killers zur Besetzung. Wer die Schauspieler mag, kann es hiermit also schon versuchen, auch wenn man von Adkins gern mehr gesehen hätte. Insgesamt verpasst man aber so oder so nichts, wenn man Section 8 nicht kennen sollte.

Credits

OT: „Section Eight“
Land: USA
Jahr: 2022
Regie: Christian Sesma
Drehbuch: Chad Law, Josh Ridgway
Musik: John Roome
Kamera: A.J. Rickert-Epstein
Besetzung: Ryan Kwanten, Dolph Lundgren, Dermot Mulroney, Scott Adkins, Mickey Rourke

Bilder

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Section 8
fazit
„Section 8“ beginnt als typischer Rachethriller, wenn ein Ex-Soldat die Mörder seiner Familie tötet. Stattdessen handelt der Film von einer Spezialeinheit, die im Auftrag der Regierung Leute ermordet. Das sollte vermutlich brisant sein, ist über weite Strecken aber langweilig. Die Action ist zweckmäßig, die Besetzung einigermaßen prominent. Gesehen haben muss man das aber kaum.
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von 10