Kritik

Wildwechsel

„Wildwechsel“ // Deutschland-Start: nicht angekündigt

Es hätte so schön sein können! Alle sind sie gekommen, um mit Anton (Philipp Lind) seinen Geburtstag zu feiern. Doch noch bevor es richtig los geht, hängt der Haussegen bereits schief, denn Bernd (André Kaczmarczyk), Antons Partner, ist so richtig stinkig, dass er noch immer vor den Eltern verschwiegen wird, die nicht wissen sollen, dass der Sohnemann schwul ist. Thomas (Justin Mühlenhardt) wiederum hat ein anderes Problem: Er ist so in Anne (Rosalie Thomass) verknallt, während er zumindest offiziell noch mit Gerlinde (Amelie Kiefer) zusammen ist. Und das ist nur der Anfang einer Party, die so manche Überraschung mit sich bringt …

Ein bisschen verwirrend ist der Einstieg von Wildwechsel ja schon. Eine ganz Schar Menschen wuseln in dem Kurzfilm herum, ohne dass einem sofort klar wäre, wer denn wer ist und in welchem Zusammenhang die alle stehen. Wenn Anne im fortgeschrittenen Partymodus so ihre Schwierigkeiten hat, die einzelnen jungen Männer auseinanderzuhalten, dann geht es einem recht ähnlich. Doch hat man erst einmal die Hürde geschafft, dann erwartet einen eine durchaus amüsante Geschichte, die ihren Humor aus den diversen Verwechslungen und Lügenkonstrukten bezieht, von denen man gleich auf Anhieb weiß: Das kracht noch richtig. Das tut es auch, mehr als einmal. Das von Daniel Bickermann (Irgendwann ist auch mal gut) geschriebene Drehbuch setzt ganz klassisch auf absurde Eskalation und das pure Chaos, welches dank des gut aufgelegten, durchaus namhaften Ensembles unterhält.

Credits

OT: „Wildwechsel“
Land: Deutschland
Jahr: 2013
Regie: Maria-Anna Rimpfl
Drehbuch: Daniel Bickermann
Musik: Rösslton
Kamera: Nicolai Wolf
Besetzung: Justin Mühlenhardt, Rosalie Thomass, Philipp Lind, André Kaczmarczyk, Amelie Kiefer, Leslie Malton, Herbert Knaup, Daniel Zillmann, Lore Richter

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Wildwechsel
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Wildwechsel
„Wildwechsel“ spielt während einer Geburtstagsparty und erzählt von einer Reihe von Leuten, die mit ihren Gefühlen hadern und wacklige Lügenkonstrukte aufbauen. Das macht Spaß, wenn der Kurzfilm im absoluten Chaos endet, zumal das Ensemble gut aufgelegt ist.
7von 10

Über den Autor

Chefredakteur

Habe schon als Kind mit großen Augen im Kino gesessen und Märchenfiguren, Sternenkrieger und andere Gestalten bewundert. Seit 2008 schreibe ich als freier Journalist über Kulturthemen, 2015 habe ich die Leitung der Seite übernommen. Sehe inzwischen rund 1000 Filme und Serien jedes Jahr und habe dadurch eine Vorliebe für die leiseren, ungewöhnlichen Geschichten entwickelt, die im Getöse gerne untergehen.

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