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Momentan möchte man ja lieber wegsehen als hinsehen. Brennende Regenwälder, die drohende Klimakatastrophe, während der Flucht ertrinkende Menschen, dazu das ganze Politchaos, vor dem heute kaum ein Land gefeit ist – es sah schon mal besser für die Menschheit aus. Und doch, wegsehen ist keine Option, zumindest nicht für das Team hinter dem Unabhängigen FilmFest Osnabrück. Im Gegenteil: Zum nunmehr 34. Mal laden die Niedersachsen dazu ein, sich die Welt da draußen ganz genau anzusehen, in all ihrem Schrecken wie auch in all ihrer Schönheit.

Im Eröffnungsfilm Lovemobil am 16. Oktober 2019 geht es beispielsweise geht es um die Erfahrungen mit Prostitution. Wenn vier Tage später Les Misérables das Festival beendet, dürfen wir mehr über die gewaltsam auseinanderbrechende Gesellschaft Frankreichs erfahren. Andere Höhepunkte sind Gott existiert, ihr Name ist Petrunya, das unter anderem Religionsfreiheit und die Unterdrückung von Frauen behandelt, oder auch der dokumentarisch anmutende Kriegsalbtraum in The Day I Lost My Shadow. Mehr als 40 Programmpunkte sind es dieses Jahr, die eure volle Aufmerksamkeit erfordern und euch mal unterhaltsam, mal auch sehr nüchtern zeigen, welche Geschichten abseits der großen Hollywood-Produktionen erzählt werden.

Das vollständige Programm und weitere Infos findet ihr auf www.filmfest-osnabrueck.de.

Unsere Rezensionen vom FilmFest Osnabrück 2019

Unabhängiges FilmFest Osnabrück 2019 (16. – 20. Oktober 2019)
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